Montag, 19. Juni 2017

[Short Reviews] Eine Woche voller Montage & Der letzte erste Blick




INFOS & INHALT - *KLICK*

In "Eine Woche voller Montage" erlebt die Protagonistin Ellie den schlimmsten Montag ihres Lebens: Ihr Freund macht mit ihr Schluss. Doch als wäre das nicht schon super blöd, wacht sie am nächsten Tag auf und stellt fest - es ist schon wieder Montag. Und täglich grüßt das Murmeltier ist hier Programm. Sieben Montage, eine Woche - immer und immer wieder derselbe Tag, mit denselben Ereignissen. Ich hatte zuerst Bedenken, dass mit beim Lesen langweilig werden könnte und es gab tatsächlich einige dieser Stellen, an denen ich dachte "nicht schon wieder", aber die Autorin hat es wirklich geschafft (trotz einiger sich überschneidender Passagen) einen Roman zu schreiben, der nicht langweilt. Ellie versucht jeden Tag etwas zu ändern, um Einfluss auf die Geschehnisse zu nehmen. 

So ist die Handlung mal witzig, mal traurig, nervt manchmal gehörig oder regt auch zum Nachdenken an. Ellie war eine wundervolle Protagonistin, mit der ich gut mitfühlen konnte. Ihr Frust ist für den Leser von Anfang an greifbar. Jessica Brody hat auch eine ganz tolle humorvolle Note, die Ellies Erzählstimme sehr amüsant macht. An sich ist die Handlung eigentlich gar nichts Besonderes: Eine Prise Teenie-Drama, ein Spritzer Witz, Familie und Freunde ... aber die Mischung macht es eben und hier gefiel sie mir ausgesprochen gut!

Schnell wird klar, dass Ellie gar nicht zu dem bestimmt ist, von dem sie denkt, sie müsse es richten und das Problem ganz woanders liegt. Unterstützung erhält sie dabei von ihrem besten Freund, der mir überaus sympathisch war. Mit viel Liebe zum Detail hat die Autorin hier Freundschaft beschrieben. Man spürt einfach, wieso die beiden Freunde sind, muss über ihre Rituale schmunzeln und lacht oft auch lauthals mit. Insgesamt waren aber auch die Nebencharaktere eine bunte Truppe, die vielleicht keine große Rolle gespielt haben, aber das Szenario im Buch schön abgerundet haben. Ellies Beziehung zu ihrer Schwester mochte ich z.B. auch gerne und ich fand es klasse, dass hier nicht nur der Fokus (wenn es auch einen Großteil des Buches ausmacht) auf Ellies (Ex)Freund lag. 

Insgesamt sorgt das Buch für ein paar angenehm locker-leichte Lesestunden und war genau das, was ich von Contemporary erwarte: Eine liebenswerte Protagonistin, jede Menge Humor, schöne Nebenhandlungen und eine Liebesgeschichte, die den aufmerksamen Leser jetzt nicht unbedingt überrascht, aber mitten ins Herz geht. 




INFOS & INHALT - *KLICK*

Auf das neue Buch von Bianca Iosivoni habe ich mich schon eine ganze Weile gefreut. Nicht zuletzt, weil es hier um Emery geht, die wir schon kurz in der Self-Publisher Reihe der Autorin haben kennenlernen dürfen. Emery war eine Figur, die mir damals schon richtig gut gefiel und deshalb hatte ich echt hohe Erwartungen an ihre eigene Geschichte. Diese wurden beim Lesen dann nochmal übertroffen. Emery ist einfach eine coole Socke! Sie ist taff, stark, selbstbewusst und lässt sich nichts gefallen. Sie steht für sich ein, kämpft gegen Ungerechtigkeiten und hat ihren ganz eigenen Kopf. Genau deshalb mochte ich sie so wahnsinnig gerne. Ich wünschte, es gäbe mehr solcher klugen und mutigen Leads im New Adult Bereich, dann würde ich viel öfter zu diesem Genre greifen. Schon allein der Anfang des Buches hat mich richtig zum Lachen gebracht. Emery steckt in Schwierigkeiten und es wird schnell klar, mit was für einer jungen Frau man es hier zu tun hat.

Was mir besonders gut gefiel war, dass die Autorin Emery aber auch diese andere, verletzliche Seite gegeben hat. Denn Emery trägt ein paar Geheimnisse mit sich herum, die ihr schwer auf der Seele lasten und es ihr fast unmöglich machen, anderen zu vertrauen. Umso schöner war zu lesen, wie Emery Stück für Stück dank der Clique rund um Dylan ihre Mauern herunter fährt und Freundschaften schließt. Ein großer Pluspunkt am Buch waren definitiv die vielen interessanten und gut ausgearbeiteten Charaktere, die mir alle blitzschnell ans Herz gewachsen sind. Dylan war auch ein wunderbarer Love-Interest, der ganz ohne Macho-Gehabe und dumme Sprüche ausgekommen ist. Er war der Typ Mensch, von dem man sich wünscht, ihn im echten Leben zu treffen und als Freund zu haben :D

Die Chemie zwischen Emery und Dylan war super knistrig. Ich habe von ihrem ersten Treffen an total mitgefiebert und sie angefeuert, wenn sie sich gestritten, bekriegt und schließlich ineinander verliebt habe. Für mich persönlich war das mit eine der besten Liebesgeschichte seit Ewigkeiten: Emotional, berührend und verdammt sexy. 

Es spielt allerdings nicht nur die Romanze eine Rolle, sondern auch viele andere Dinge. So hat jede Figure eine Hintergrundgeschichte, es geht extrem viel um die Freundschaft der tollen Studenten Clique und Beziehungen entwickeln sich langsam und realistisch. Die Streiche, die sich Emery und Dylan spielen waren zudem unglaublich witzig und kreativ! Was habe ich die Ideen abgefeiert und laut gelacht, wenn sie sich gegenseitig eins ausgewischt habe ... andere mögen das vielleicht etwas kindisch finden, aber ich finde man ist nie zu alt für verrückte Dinge, die einfach Spaß machen. 

Das Ende kam dann, trotz Höhepunkt und Wende, ganz ohne unnötiges und überzogenes Drama aus, was ich richtig gut fand. Alles in allem eine wunderschöne New Adult Geschichte, mit tollen Charakteren, viel Witz, Charme und Herz - typisch Iosivoni eben.


Kommentare:

  1. Und wieder 2 Bücher mehr auf meiner Wunschliste :D

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    1. Für Romance Fans sind die beiden auf jeden Fall Top :D

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