Mittwoch, 31. Mai 2017

[Short Reviews] Stargazing for Beginners, Geekerella & Hüter der fünf Leben





INFOS & INHALT - *KLICK*

Jenny McLachlan schreibt Geschichten, die immer etwas jüngere Figuren haben. Ich würde sagen, auch dieses Buch ist eher "Middle Grade", statt YA, allerdings kann man als YA Contemporary Fan die Story auch toll finden. Es geht um Meg, die von ihrer Mom für eine Weile einfach verlassen wird und plötzlich allein dasteht. An ihrer Seite: ihre kleine Babyschwester, ihr verwirrter Grandpa und ein Haufen potenzieller neuer Freunde. Mir hat das Buch unheimlich gut gefallen. Es ist eine schöne Geschichte darüber, wie schwer es ist seine Träume zu verwirklichen und neue Freundschaften zu schließen. Eine süße, kleine Liebesgeschichte gibt es auch. Mir ist beim Lesen ganz oft warm ums Herz geworden, denn die Autorin versteht es wundervolle Charaktere zu erschaffen, die man mögen muss. 

Mir gefiel gefiel besonders gut, dass Meg eine tolle Protagonistin war, die jungen Mädchen zeigt, dass man alles werden kann, was man sein möchte. So ist es Megs Wunsch eines Tages Astronautin zu werden - was von vielen ihrer Mitschülern als lächerlich abgetan wird. Das Buch hat jedoch diese positive Message, dass man mit Menschen, die einem dem Rücken stärken auch so großen Dingen oder jenen, die unwirklich erscheinen, ein Stück näher kommen kann. Dazu kommt, dass ich den Humor auch super fand. Es gibt richtig coole, freche Dialoge - besonders zwischen Meg und ihrem Love-Interest. Aber auch die Gespräche zwischen Meg, ihrem Lehrer oder dem Großvater fand ich richtig klasse.

Ich weiß auch nicht ... in dem Buch steckte auf wenigen Seiten so viel Herz und Gefühl, das ist schwer in Worte zu fassen :D Die Autorin hat aber auch nicht an Konflikten gespart, sodass Meg einige Steine in den Weg gelegt werden. Der Titel ist übrigens Programm. Man lernt hier das ein oder andere über Sterne und den Kosmos hinzu und ich fand es toll, dass sich diese Thematik durch das Buch gezogen hat. Neben ulkigen und Herz erwärmenden Momenten, hat der Roman auch viele Stellen, die zeigen, wie wichtig Familie ist. 

Insgesamt eine wundervolle Geschichte über Träume und Freundschaft.





INFOS & INHALT - *KLICK*

Geekerella war so eines dieser Bücher, bei dem ich Cover und Klappentext gesehen habe und dachte: DAS MUSS ICH HABEN. Nachdem Lesen kann ich auch ehrlich sagen, dass mir die Geschichte gut gefallen hat. Allerdings fehlte für mich persönlich das gewisse Extra und ich finde, vor allem diese ganze "Fandom Kiste" hätte man noch besser machen können. Es wird die ganze Zeit von dieser wichtigen Convention gesprochen, aber diese ganzen Geek-Sachen machen nur etwa 30% des Buches aus, nämlich so die letzten 50-60 Seiten etwa. Ich bin natürlich mit anderen Erwartungen an Geekerella herangegangen und vielleicht war ich deshalb auch etwas enttäuscht. Insgesamt gab es viele Längen im Buch, die nicht hätten sein müssen und nur dazu da waren, um Elle als "Aschenputtel" dazustellen. 

Was man der Autorin allerdings zu Gute halten muss ist, dass sie einige sehr originelle Twists in die übliche Cinderella Story eingebaut hat. Insbesondere am Ende konnte mich das Buch mehr als einmal überraschen! Elle, unsere Protagonistin, ist die typische Cinderella: verstorbene Eltern, böse Stiefmutter, zickige Stiefschwestern, keine Freunde und einen blöden Job, bei dem sie zu wenig verdient. Viel Freude im Leben hat sie nicht. Einziger Lichtblick: Ihr Fandom! Zu einer erdachten Buchreihe der Autorin. Sie möchte unbedingt auf die dazugehörige Convention, die ihr Vater damals, als großer Fan der Bücher, mit ins Leben gerufen hat. Natürlich gibt es tausend Gründe, wieso Elle nicht hin kann. 

Das Buch ist aus der Sicht von Elle, sowohl Darian geschrieben. Dieser ergattert die Hauptrolle in der Verfilmung der Buchreihe. Durch Zufall landet eine seiner Nachrichten auf dem alten Handy von Elles Vater und so kommen die beiden in Kontakt. Ich muss sagen, dass mir die Chats sehr gut gefallen haben - besser als der Rest der Story. Sie waren lustig, süß und nerdig und ich musste beim Lesen super breit grinsen. Allgemein waren sowohl Elle, als auch Darian interessante und sympathische Figuen, wobei ich auch der Meinung bin, dass ihre Liebesgeschichte nicht die Beste war und alles andere als vorhersehbar. Dennoch gab es einige sehr süße Szenen. 

Toll fand ich auch die vielen Ideen der Autorin. So gab es z.B. einen Kürbis-Imbiss-Truck, verrückte Nerd-Theorien, eine der Stiefschwestern war lesbisch ... das fand ich schon recht cool! Wie gesagt kommt der ganze "Geek"-Part leider nicht so mega zur Geltung und die meiste Zeit war es doch recht langweilig. Pluspunkt war die Freundschaft zwischen Elle und Sage (Tochter des Kürbis-Imbiss-Trucks) und einige tolle Ratschläge. Am Ende ist die Message jedenfalls klar: Sei du selbst und steh für dich ein. 

Alles in allem ein nettes Buch für Fangirls :D





INFOS & INHALT - *KLICK*

Nica Stevens hat einen sehr schönen, flüssigen Schreibstil, der einen schnell durch die Kapitel bringt. Wenn ihr auf der Suche nach einem Buch seid, dass euch für einige Stunden unterhält, macht ihr mit Hüter der 5 Leben nicht viel falsch. Man kommt unheimlich schnell in die Handlung hinein und das Setting war sehr cool. Arbeiten in einem Wildpark? Habe ich noch nie irgendwo gelesen. Auch die Figuren sind wirklich allesamt sympathisch - angefangen bei der Protagonistin, bis hin zu den Nebenfiguren. Eigentlich war alles an dem Buch wie ein Zuckerwattebausch, ganz leicht und völlig unkompliziert und so etwas schätze ich an Büchern und macht beim Lesen halt auch Spaß. 

Die Handlung an sich birgt eine neue, originelle Idee, was man der Autorin hoch anrechnen kann. Viele Fragen und Rätsel machen die Kapitel interessant und man möchte doch gerne wissen, wie das am Ende ausgehen wird, was sich wohl noch für Konflikte auftun könnten ... Pluspunkt.

Leider blieben die Figuren sehr oberflächlich gehalten. Man lernt eher weniger über ihren Werdegang/ihre Motive und so kann man zwar schnell mit ihnen sympathisieren, lange im Gedächtnis bleiben werden sie mir aber wohl nicht. Was mich am meisten gestört hat war, dass sich das Buch so "unfertig" angefühlt hat. Über langen Zeitraum passiert nicht sehr viel, dann bündelt sich am Ende alles und die Frage nach dem Sinn der "Hüter" wurde auch nicht beantwortet. Ich war teils doch etwas frustriert, wegen der fehlenden Informationen. Auch der Gegenspieler war nicht sonderlich einschüchternd, sondern einfach nur böse. 

Es gab zwar nicht direkt Insta-Love und überhaupt war die Liebesgeschichte schon okay, aber dennoch konnte ich die Gefühle von Vivien und Liam nicht ganz verstehen. Sie sehen sich nach Jahren wieder und sind direkt ein Herz und eine Seele? Etwas schade fand ich auch, dass einige Charaktere, wie z.B. Vivien Freunde/ihr Vater mehr Plot Device waren, als irgendwie wichtig. 

Alles in allem ein solides Buch, mit tollen Schreibstil und netten Figuren.


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