Samstag, 30. April 2016

[Cover Reveal] The Hammer of Thor von Rick Riordan



Der zweite Band der "Magnus Chase and the Gods of Asgard" Reihe hat ein Cover!

Der Titel "The Hammer of Thor" stand ja schon vor einer Weile fest und seit heute können wir das Cover bewundern. Obwohl "bewundern" wohl echt übertrieben ist. Ich finde die Farben sehr cool und stimmig, wie auch bei Band eins, aber ansonsten...irgendwie bin ich enttäuscht. Und vor allem Magnus bzw. sein "Darsteller" ist einfach immer noch zu alt. Das habe ich schon bei Band eins bemängelt und hat sich nicht geändert. Man kann ja nicht gleich sagen, dass das Cover kacke ist, weil gut gemacht ist es allemal, aber naja...ich bin nicht so ganz überzeugt. Wie immer verrät es etwas über die Story, aber der Illustrations-Stil bezüglich des Protagonistin ist einfach nicht so das Wahre xD Kurt Cobain ist immer noch am Start. Ich meine, Magnus ist fast noch ein K-I-N-D. MEH. 

Das Buch erscheint am 4. Oktober diesen Jahres.

Zum Vergleich noch mal Band eins:


Was haltet ihr vom Cover? 

Freitag, 29. April 2016

April Neuzugänge #3





Am 24. April hatte ich Geburtstag und deshalb sind ein paar Bücher bei mir eingezogen. Mal abgesehen von den Geschenken, habe ich aber auch ein paar Bücher gekauft *hust* :D



Sieben Bücher gab es diesen Monat noch und das waren für April dann auch die letzten. Ich habe jetzt das Gefühl, meine Wunschliste ist wie leer gefegt, weil ich nur noch auf Neuerscheinungen warte xD Der Mai ist auch wieder so ein schlimmer Monat. 


Diese beiden Bücher habe ich von meiner Schwester geschenkt bekommen. The Raven King ist der heiß erwartete Abschluss der Raven Cycle Reihe von Maggie Siefvater. Da ich irgendwann auf englisch umgestiegen bin, muss ich auch nicht mehr auf die Übersetzung warten. Das Cover ist einfach endlos genial! Heidi ist die wunderschöne Puffin in Bloom Edition, die mir noch im Regal gefehlt hat. Ich lese zeitlich immer sehr gerne solche Kinderbuch Klassiker und diese Aufmachung *-*


Auch diese beiden Bücher hat meine Schwester mit geschenkt. Das war echt wie Weihnachten! :O Sowohl Shaken, als auch Angel Dares stammen aus der Feder von Joss Stirling, deren Reihen ich gerne lese und irgendwann beenden will und diese Teile haben mir noch gefehlt! :) 



Scarlet Epstein hates it here klang einfach nach dem perfektem Buch für mich und weil mein Bruder mir Geld für ein Buch geschenkt hat, habe ich mir gleich das HC geholt :D The Classy Crooks Club ist das neue Buch von Alison Cherry, deren Geschichten ich total mag und das hier klang sehr witzig und musste deshalb einziehen. Bei 15% von Thalia auf englische Bücher konnte ich nicht widerstehen. No Love Allowed hatte ich bei Book Depository vorbestellt, weil mich das Cover und der Klappentext damals total angesprochen haben. Das Buch ist wirklich sehr dünn und wird sicher bald verschlungen :D


Ansonsten habe ich dieses Jahr eigentlich kaum Bücher zum Geburtstag bekommen, aber meine Wunschliste war auch extrem klein und ich hab mir z.B. die LBM gegönnt (da hatte meine Mama als Geschenk den Flug bezahlt) und joar :D der SuB sagt danke xD

Kennt ihr eines dieser Bücher? Lest ihr eigentlich viel auf englisch?

Mittwoch, 27. April 2016

[BOOKTALK] Die BookElements Trilogie von Stefanie Hasse


Hallo, meine Lieben! Heute möchte ich euch eine Reihe vorstellen, die ich in letzter Zeit ja immer wieder erwähnt habe. Schon eine Weile wollte ich unbedingt einen BookTalk dazu machen und endlich habe ich die Zeit gefunden - wuhu! Keine Sorge, in diesem Post findet ihr keine Spoiler zu den Romanen. Ihr könnt also bedenkenlos weiter lesen :) 

Stefanie Hasse ist den meisten wohl vom Buchblog "His And Her Books" bekannt, wo sie zusammen mit ihrem mann Kay rezensiert und auch ihre Kinder sind öfter mit von der Partie! Die Book Elements Reihe ist nicht die erste Buchreihe der Autorin und Bloggerin. Den Anfang machte vor ein paar Jahren "Darian & Victoria" und Stefanie Hasse hat sich seitdem einen Namen gemacht und war sogar für den Seraph nominiert - woah! :D

Es ist sicher kein Geheimnis, dass ich Steffi sehr gerne mag, weil sie einfach ein großartiger Mensch ist und mich ihre Bücher immer begeistern konnten. Ich habe live mitverfolgt, was für einen langen Weg sie gegangen ist, frei nach dem Motto: Aufgeben gibt es nicht! Davon können sich wirklich einige Autoren mal eine Scheibe abschneiden, wie ich finde.

Aber heute geht es in erster Linie um die "Book Elements" Trilogie! :)


Alle Romane der Reihe im Überblick:

Band 1 - Die Magie zwischen den Zeilen
Band 2 - Die Welt hinter den Buchstaben
Band 3 - Das Geheimnis unter der Tinte

Im Impress Magazin gibt es zudem eine kostenlose Kurzgeschichte zur Reihe! 
Diese könnt ihr euch im mobi Format *hier* und als Epup *hier* herunterladen.

Alle Romane sind sowohl als Ebook, als auch im Taschenbuchformat erschienen.




Meine ausführliche Rezension zum ersten Band findet ihr *hier* :)

Und darum geht es, Klappentext des ersten Teils

**Verliebe dich niemals in eine Romanfigur, denn sie könnte dich suchen kommen…** 

Wenn die Menschen nur wüssten, wie gefährlich das Bücherlesen ist, wäre Lins Job um einiges leichter. Aber leider verlieben sich tagtäglich junge Frauen in Romanfiguren und ahnen dabei nicht, dass sie ihnen mit jedem schwärmerischen Seufzer ein wenig mehr Leben einhauchen – bis die Protagonisten aus den Büchern heraustreten, die Stadt unsicher machen und Lin sie wieder einfangen muss. Die unwiderstehlichen Vampire, die muskulösen Außerirdischen, die Gitarre spielenden Bad Boys … Als Wächterin der Bibliotheca Elementara kennt Lin sie alle persönlich. Alle außer Zacharias, den Protagonisten ihres Lieblingsbuchs »Otherside«, das sie entgegen aller Wächterregeln heimlich liest. Dabei ist er der einzige Romanheld, den sie gerne einmal kennenlernen würde… 

//Textauszug: Ich stand noch ein paar Minuten unentschlossen in der Küche herum, ehe ich in mein Zimmer ging. Selbst nach zwei Jahren war es noch nicht mein Zimmer. Ganz gleich, was ich in Sachen Einrichtung unternahm, es wirkte kühl auf mich, was allein an dem Fehlen jeglicher Bücher lag. Schnell huschte ich zu meinem Nachtschrank, zog die Schublade auf und packte den Kleinkram darin auf die obere Ablage. Dann tastete ich nach dem schmalen Faden auf der Rückseite der Schublade, die man nur halb ausziehen konnte, und hob das dünne Holz an. Nun konnte ich vorne in die schmale Lücke hineingreifen und den doppelten Boden anheben. Wie jedes Mal raste mein Puls und mein Magen rebellierte. War es nur der Reiz des Verbotenen, oder war da tatsächlich mehr, wie Ty mir immer sagte? Andächtig hob ich die Holzschatulle aus dem Geheimversteck und legte sie auf meinen Schoß. Nach einem tiefen Atemzug hob ich den mit Schnitzereien verzierten Deckel. Ein wohliger Schauer überkam mich, als ich den etwas zerfledderten Einband sah. Jetzt fühlte sich mein Zimmer an wie ein Zuhause.//




Meine Meinung zum zweiten Band der Trilogie:

Der Folgeband hat mir persönlich sogar noch besser gefallen, als der erste Band! Dieses Mal geht es hinter die Welt der Buchstaben, wie der Titel so schön sagt. Das Buch hat dadurch ein anderes Setting und ich fand es super spannend mal die andere Seite von "Otherside" kennenzulernen. Da Band eins relativ abgeschlossen war, war ich sehr neugierig, wie es nun mit meinen geliebten Figuren weitergehen würde und ich wurde nicht enttäuscht. Die Autorin hat es geschafft wirklich sehr gut an die Ereignisse anzuknüpfen, ohne, dass man denkt, die Handlung sei unnötig. 

Stattdessen tun sich plötzlich ganz viele neue Möglichkeiten - und auch Probleme auf - welche der Story erneut Schwung gegeben haben. Was ich große klasse fand war vor allem, dass Lin und Ric hier nicht permanent getrennt sind, wie das sonst bei Jugendbüchern im Mittelteil üblich ist. Nein, es gab ganz viele tolle, süße Szenen, die ihre Beziehung gestärkt haben und das war einfach mal etwas anderes. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich geschmunzelt habe, weil es so schön gewesen ist, dass Figuren auch mal eine Weile ihr Glück vergönnt war. Dabei erfährt man hier besonders viel über Rics Hintergründe und das hat seiner Figur viel Tiefgang verliehen. Auch die vielen Nebenfiguren aus dem ersten Band haben wieder ihre Auftritte und einige von ihnen schließt man nun endgültig ins Herz. Ich fand es sehr gelungen, wie ihre Persönlichkeiten sich weiterentwickelt haben und wie sie in die Handlung involviert wurden. 

Dabei wird im Verlauf des Lesens immer klarer, dass die "Book Elements" Welt noch viele Überraschungen bereit hält! Mehr als einmal war ich richtig geschockt, über die Wenden, die sich hier immer wieder ereignen und das Ganze super spannend machen. Es gab ganz viele Achterbahn-Gefühls-Momente und man durchlebt an Wut und Freude so ziemlich alles. Was ich auch richtig cool fand war, dass wieder eine Menge Figuren aus bekannten Carlsen/Impress Romanen am Start waren. Das war ein tolles Extra :D Das Ende des Buches war auch ein würdiges Finale zum packenden Plot und ich wollte gleich Band drei hinterher schieben, aber auf den musste ich damals leider noch warten. 





Meine Meinung zum Abschluss der Trilogie:

ALL THE FEELS!!! Für mich persönlich war das der beste Band der Reihe. Ich kann kaum in Worte fassen, wie viel ich beim Lesen durchgemacht habe. Nach einer ganzen Weile war es dieser Roman, der mir gezeigt hat, dass es da draußen auch noch wirklich sagenhafte Bücher gibt, die mich maßlos begeistern können, denn ich vergebe 5 Sterne nicht so oft.

Zur Handlung kann ich gar nicht so viel sagen, ohne zu Spoilern, aber ich war wirklich überwältigt, die Stefanie Hasse es geschafft hat, die Spannung aus dem Vorgänger noch mal zu übertreffen. Laurie bekommt in diesem Band eine ganz besondere Rolle zugeteilt, die mir wahnsinnig gut gefallen hat und viele Fragen wurden endlich beantwortet - ganz zufriedenstellend zum Schluss, was ich super fand. Die Charaktere sind sich alle treu geblieben und besonders Lin ist mir noch mal ein ganzes Stück mehr ans Herz gewachsen. Sie ist eine fantastische Protagonistin und es auch bis zum Ende geblieben. Ein richtiges, starkes Vorbild für Leserinnen, mit Herz und Verstand - und solche Figuren kann die Jugendbuch-Welt definitiv mehr gebrauchen! Nach dem fiesen Cliffhanger von Band zwei musste ich natürlich unbedingt weiter lesen und ich konnte den Roman kaum aus der Hand legen. Tatsächlich habe ich das Buch in wenigen Stunden durchgesucht, als ich genug Zeit hatte zu lesen. Es gab kaum eine Szene, in der nichts passiert ist und die ganze Handlung war wirklich sehr gut durchgeplant und abwechslungsreich gestaltet. 

Otherside VS Realität hat auch hier wieder wahnsinnig gut funktioniert und ich hatte beim Lesen echt keine Ahnung, wie die Autorin am Ende alle Fäden zusammenlaufen lassen würde. Das lag vor allem daran, dass die ganze Sache mit Laurie einfach unvorhersehbar gewesen ist und so überraschend daher kam! Allerdings fand ich dieses Element der Reihe einfach total gut eingeflochten und es führte zu einer logischen Schlussfolgerung. 

Ich war wirklich traurig, als es zu Ende ging und werde diese Reihe und die tollen Figuren daraus noch lange Zeit im Gedächtnis behalten :) Stefanie Hasse hat es eben drauf! :P





Kennt ihr die Reihe schon oder möchtet sie noch lesen? 



Zum Abschluss ein paar Informationen zur Autorin:

Stefanie Hasse lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen im Süden Deutschlands. Als Inhaberin des Buchblogs "hisandherbooks" ist das Lesen fest in ihrem Leben integriert.
2011 nutzte sie ihre Elternzeit dazu, ihrer Kreativität Raum zu geben und begeisterte mit ihren fantastischen Welten nicht länger nur Freunde und Verwandte. 


Stets unter Strom, versucht sie, einen chaotischen Männerhaushalt zu organisieren, fleißig zu bloggen und ihre Charaktere zum Leben zu erwecken. Ihre zwei Fantasy-begeisterten Kinder machen ihr immer wieder aufs Neue deutlich, wie viel Magie es doch im Alltag gibt und dass mit einem kleinen Zauber so vieles einfacher geht.



Zur Webseite der Autorin *klick*
Zur Facebookseite der Autorin *klick*

Montag, 25. April 2016

[BUCHREZENSION] Sommernachtstraum


Titel: -
OT: Sommernachtstraum
Autor/in: Tanya Lieske
Übersetzer/in: -
Genre: YA Contemporary
Buchreihe: Einzelband
Zur Verlagsseite:







Tanya Lieske ist Journalistin, Autorin und Literaturkritikerin, u.a. für die »Literarische Welt« und den »WDR«. Seit 2006 moderiert sie im »Deutschlandfunk« die Sendung »Büchermarkt«. Außerdem unterrichtet sie Kreatives Schreiben, u.a. im Literaturbüro Düsseldorf. Tanya Lieske lebt mit ihrer Familie in Düsseldorf, ein zweiter Schreibtisch steht in Irland.




Deutsch
Gebunden/ 14,99€
Seiten: 336
Verlag: Fischer KJB



Englisch
Deutsche
Originalausgabe!





Tolles Jugendbuch-Retelling von Sommernachtstraum! 



Kurzbeschreibung

Shakespeares ›Sommernachtstraum‹ als Schultheaterprojekt! Voller Vorfreude stürzen sich Ben und seine Schüler in die Proben. Hermia liebt Lysander, Helena will Demetrius, Oberon straft Titania, und die Feenkönigin liebt plötzlich einen Esel: willkommen in Shakespeares Sommernachtstraum! Während die Theatertruppe versucht, der verschlungenen Verwechslungskomödie um verwirrte Liebespaare Herr zu werden, geraten die Liebesgeschicke aller Beteiligten ziemlich durcheinander: Struppi liebt Mireille, Mary Jane will Ben und Bens Freundin trifft sich heimlich mit Mireilles Vater. Bald weiß niemand mehr, wer eigentlich gerade in wen verliebt ist …
Buchgestaltung
Ich finde die Aufmachung einfach richtig hübsch! Es ist mal wieder etwas anderes, als diese typischen Gesichter/Figuren auf Covern und das ganze Muster hat etwas sehr Märchenhaftes und Verträumtes. Der Titel klingt nicht nur wundervoll, wenn man ihn ausspricht, sondern passt auch sehr gut, denn bei dem Buch handelt es sich um eine moderne Nacherzählung Shakespeares.
Meinung

Sommernachtstraum wollte ich vor allem lesen, weil der Klappentext und die Anlehnung an Shakespeares „Sommernachtstraum“ mich neugierig gemacht haben. Das einzige Buch, welches ich von ihm gelesen habe ist „Romeo & Julia“, aber ich wollte schon eine Weile etwas anderes von ihm lesen und da Klassiker ja nicht immer ganz so leichte Lektüre sind, war ich total begeistert davon, dass die Autorin hier eine „Jugendbuch-Version“ geschrieben hat.

Der Roman macht es einem nicht ganz leicht, sofort in die Geschichte hineinzufinden. Zu Beginn gibt es eine Art „Darsteller-Auflistung“, wie bei einem echten Theaterstück und allgemein wurde die Atmosphäre eines solchen auch perfekt inszeniert, allerdings bedeutet das auch, dass hier viele Figuren am Werk sind. Protagonisten, Nebenrollen, Statisten – das Buch involviert eine Vielzahl an Charakteren, die man nach und nach erst einmal zuzuordnen lernen muss. Eine Weile kämpft man schon ein wenig mit den Verbindungen und Beziehungen der einzelnen Personen. Das ist für mich nicht gleich ein Minuspunkt gewesen, aber das Buch war dadurch nicht ganz die leichte Lektüre, die ich mir erhofft hatte. Nach und nach gewöhnt man sich aber daran und der Schreibstil hilft dabei enorm, denn dieser ist sehr angenehm gewesen.

In dem Buch geht es ganz schön chaotisch her und auch die Liebe spielt natürlich eine Rolle. Ich war so richtig in der Stimmung für dieses Buch und deshalb hat es mir dann letzten Endes auch genau das gegeben, was ich wollte. Die Autorin hat hier etwas Neues geschaffen, was mich wirklich begeistern und fesseln konnte. Im Roman gibt es auch Fußnoten, die es aussehen lassen, als wäre Shakespeare höchstpersönlich der Kommentator seines Stücks. Es war auf jeden Fall mal eine andere Leseerfahrung.

Die Figuren in Sommernachtstraum waren alle sehr facettenreich und hatten jeder ihre eigene Story. Es gab ganz viele alltägliche Probleme, aber auch einige Konflikte, die tiefer gingen, als es den Anschein hatte. Bei all den vielen Persönlichkeiten ein so gutes Gleichgewicht halten zu können, fand ich schon bewundernswert. An der ein oder anderen Stelle geht es doch etwas schnell her, aber insgesamt hat Tanya Lieske wirklich viel Mühe in ihre Charaktere investiert, damit diese nicht farblos, sondern interessant wirken.

Das Buch hatte auch ein wenig die Botschaft: seht nur! Die Probleme, die es damals schon gab, gibt es heute auch noch – nur in anderen Formen. Ich fand es sehr interessant, dass hier hin und wieder mal ein bisschen der „moralische Kompass“ mitgeschwungen ist. Ein Shakespeare Stück in der modernen Gegenwart war für mich etwas völlig Neues und so rechne ich der Autorin ihre Kreativität hoch an. Die Story hat wirklich von allem etwas und wird daher sicher auch unterschiedliche Geschmäcker treffen können :)




Sommernachtstraum ist ein modernes Shakespeare Stück in unserer Gegenwart! Mit vielen interessanten Figuren, einer Prise Chaos und einem Haufen Problemen hat die Autorin ein Jugendbuch geschaffen, das konstant unterhält und auch viele originelle kleine Einfälle aufweist. Die Theaterstück-Atmosphäre gefiel mir sehr gut und allgemein war die Stimmung klasse. Ich wurde jedenfalls sehr positiv überrascht und mochte es.


[BUCHREZENSION] Alba & Seven: Vertraue niemals der Erinnerung


Titel: Alba & Seven: Vertraue niemals der Erinnerung
OT: Memory Keepers
Autor/in: Natascha Ngan
Übersetzer/in: Michael Koeseler
Genre: YA Fantasy
Buchreihe: Einzelband
Zur Verlagsseite:









Natasha Ngan wurde im englischen Hertfordshire geboren und hat ihre Kindheit zwischen Großbritannien und Malaysia verbracht, von wo die Chinesische Seite ihrer Familie stammt. Bücher waren schon immer ihre besten Freunde und auch wenn inzwischen ein paar echte menschliche Freunde dazugekommen sind, sind Bücher ihr noch immer das Wichtigste.

Mehr über Natasha auf Twitter @girlinthelens oder natashangan.com.





Deutsch
Gebunden/ 17,99€
Seiten: 432
Verlag: Arena


Englisch
Taschenbuch/ 10,79€
Seiten: 336
Verlag: Hot Key Books






Sehr enttäuschender Einheitsbrei mit offenem Ende...


Kurzbeschreibung

Alba will nur eins: endlich aus ihrem goldenen Käfig im Nordbezirk Londons ausbrechen. Als Tochter des mächtigsten Mannes des Landes ist ihre Zukunft jedoch längst vorherbestimmt. Die letzte Chance, frei zu sein, kommt in Gestalt eines jungen Diebes: Seven. Und der ist nicht nur total unverschämt, sondern auch Mitglied einer Straßengang, die mit gestohlenen Erinnerungen auf dem Schwarzmarkt handelt. Ausgerechnet ihm folgt Alba zum ersten Mal in den Süden. Doch in einer Welt, in der keine Erinnerung privat ist, bleiben auch Geheimnisse nicht lange verborgen. Geheimnisse, die Albas Leben für immer verändern, und Seven in tödliche Gefahr bringen. Die beiden müssen alles aufs Spiel setzen - ihr Leben … und ihre Liebe
Buchgestaltung
Die englische Aufmachung gefällt mir gar nicht, was für mich auch ein Hauptgrund war, das Buch auf deutsch zu lesen. Ich finde die Farben fürchterlich und auch sonst alles irgendwie überladen. Die Gestaltung des Arena Verlags ist einfach minimalistischer und stimmiger und auch der deutsche Titel passt viel besser zum Inhalt des Romans.
Meinung

Wenn man sich das Konzept dieses Buch anschaut, dann klingt das unglaublich verlockend, oder? Ich war mir schon fast sicher, dass ich dieses Buch lieben würde, aber dann ist leider das Gegenteil eingetreten, denn es gab kaum etwas, das mich an dieser Geschichte so wirklich packen wollte. Zu viel Bekanntes, zu viele Klischees und Originalität sucht man vergebens.

Die beiden Figuren sind wie Tag und Nacht. Alba ist die behütete Tochter reicher Eltern, die ihre ganze Zukunft durchgeplant haben und Seven ein mittelloser Dieb, der zum Vergnügen und Überleben stiehlt. Die Idee des Romans basiert auf einem System, bei dem es Trend ist in den Erinnerungen anderer zu surfen – was sich jedoch nur die Reichen leisten können. Man erfährt nicht ganz genau wann und wo die Story angesiedelt ist, aber das Setting hat schon etwas Futuristisches. Bis auf die Tatsache, dass es Chips mit Erinnerungen gibt, die wie kostbares Gut gehandelt und gekauft werden findet sich im Roman leider wenig Neues. Weder die Beschreibungen der Regierung, noch der Schule oder alltäglichen Dingen unterschied sich groß von uns. Die Autorin hat nicht sehr viel Zeit in World-Building gesteckt und das merkt man leider auch. Man hätte alles durch ein paar Details mehr sehr viel interessanter gestalten können.

Zu Beginn folgt man beiden Figuren abwechselnd durch ihren Alltag und lernt ein wenig die Umstände kennen, unter denen sie aufgewachsen sind und derzeit leben. Die Art und Weise, wie hier Stereotypen zum Einsatz kamen hat mich wirklich extrem stark an viele andere Bücher erinnert, z.B. Mystic City, weil die Figuren einfach nicht mehr waren, als die Rollen, welche die Autorin ihnen aufgezwungen hat. Armes-reiches Mädchen, rebellisch-kultivierter Querdenken – beide treffen aufeinander und verändern die Welt des jeweils anderen.

Das alles wäre auch viel spannender gewesen, wenn ich die Figuren gemocht hätte. Ich habe absolut nichts gegen „nette“ Figuren oder auch Protagonistinnen, die eben nicht das besondere Extra haben, aber ein wenig Persönlichkeit (Interessen, Gefühle, Wünsche, Ängste) dürfen sie schon haben und davon kam in „Alba & Seven“ eben einfach ALLES zu kurz. Man weiß von der ersten Sekunde an, wie sich die Beziehung der beiden entwickelt, wann wer was sagt und die wechselnde Perspektive hat dabei nicht geholfen. Stattdessen durfte man gleich doppelt Geschmachte und Verehrung lesen. MEH.

Der Plot an sich hatte so seine guten Momente. Ich fand die Idee mit den Erinnerungs-Chip durchaus interessant und es gab auch wirklich einige unterhaltsame Sequenzen, die ich echt mochte, aber so im Gesamtbild war die Handlung einfach zu übersichtlich gestrickt und wenig überraschend. Es gibt die Bösen, es gibt die Guten und das Geheimnis errät man auch total schnell und leicht – weil es eben wie alles im Buch dem XY-Jugendbuch-Schema folgt. Finstere Organisation und Familiendrama noch obendrauf.

Eigentlich kann ich auch gar nicht sagen, dass das Buch wirklich schlecht ist. Ich habe nur einfach keine Verbindung zu den Figuren aufbauen können und mich eben „leer“ gefühlt beim Lesen. Mich konnte eben nichts berühren oder richtig packen und deshalb habe ich mich oft gelangweilt. Zum Ende hin wird es dann aber sehr viel besser und vieles geht Schlag auf Schlag. Leider hängt man beim Abschluss der Story etwas in der Luft und ehrlich gesagt fand ich, dass sich der Epilog doch so gelesen hat, als würde es weitergehen. Das war irgendwie alles so offen und nicht zufriedenstellend gelöst.




Was soll ich sagen? Mir gefiel das Buch einfach nicht. Im großen Meer der Jugendbuch-Szene geht „Alba & Seven“ leider mega unter und es ist keine Geschichte, die man unbedingt gelesen haben muss. Die Idee klang vielversprechend, aber die vielen 0815-Muster und auch Figuren haben dieser Idee jegliche Originalität genommen und das Ende hat mich sehr enttäuscht. Wirklich schade, dass ich nicht mehr Positives über das Buch sagen kann :(


Sonntag, 24. April 2016

[BOOK QUICKIES] Gedankengänge querbeet





Bei den BOOK QUICKIES gibt es ein paar Sätze zu ein paar gelesenen Bücher.
(Manchmal - ziemlich oft - wird der Text auch länger als "ein paar Sätze" xD)



WHEN WE COLLIDED
Krankheit(en) ♥ Verlust ♥ Abenteuer

Als ich angefangen habe das Buch zu lesen (so die ersten 1-3 Kapitel), mochte ich die Idee und Figuren noch sehr gerne. Mit jeder Seite mehr, wurde mir aber schnell klar, dass die Autorin ihre Geschichte EXTREM vollgestopft hat. Es geht hier nicht nur um die Insta-Love zweier Teenager, sondern auch bipolare Störungen, Depressionen, Verlust, finanzielle Sorgen und einiges mehr. Das war wirklich zu viel. Das Buch hatte so unglaublich viele Baustellen, dass ich rasch genervt von der Oberflächlichkeit war, mit der die Autorin einzelne Themen abhandelt. 

Das Buch ist aus der Sicht von Vivi und Jonah geschrieben und leider kommen dadurch auch öfter Mal Wiederholungen vor - eine Szene aus zwei Perspektiven, was ich mehr als unnötig empfand. Anfangs war ich ganz begeistert davon wie toll Vivi drauf war - lebensfroh, witzig und charmant. Ich dachte, dass sie eine Figur sein würde, sie ich lieben könnte. Vivi leidet allerdings an einer bipolaren Störung und die Autorin hat das hier nicht sonderlich gut beschrieben. Durch ihre "Stimmungswechsel" war Vivi einfach nur unsympathisch und kam bitchig rüber, statt man sie als Leser versteht und durch ihre Sicht Einblicke in ihr Leben mit dieser Krankheit erhält. Das war unglaublich schade. 

Jonah hingegen ist einfach Mr Gary Stue himself und obwohl er ganz nett war, so fand ich ihn echt langweilig. Ja und Amen zu allem und jedem sagen...urg. Die ganze Sache mit seinem toten Vater hat man ihm auch kaum angemerkt. Überhaupt war das Buch mehr Beschreibungen, als sonst war. Alles, was man als Leser über die Figuren erfährt wird einem in Dialogen mal eben schnell vor die Nase gesetzt. Entwicklungen oder aktive Szenen fehl am Platz. 

Die Autorin hat hier einfach zu viel gewollt. Alles hat sich so falsch und unecht angefühlt. Und dann gab es da so Szenen, wie z.B. Vivi redet mit Jonahs Mom über Depressionen "Bonding Time" und ich dachte nur so: ja, klar! Das war alles so scheiß unrealistisch. Überhaupt wie hier "Mental Illness" dargestellt wurde...furchtbar. Kann ich nur den Kopf schütteln. Obendrauf gab es auch noch diese bescheuerte Insta-Love mit unzähligen Gedanken über das gute Aussehen des jeweils anderen -_- Das Einzige, was ich mochte war Leah, Jonahs kleine, quirlige Schwester. 




I´LL MEET YOU THERE
Krieg ♥ Liebe ♥ Drama

Das Buch ist für mich persönlich einfach kein "Young Adult", muss ich wirklich sagen. Es wird richtig hardcore geflucht, es gibt "sexuelle" Szenen und naja, eigentlich liest sich vieles an dem Buch wie die typischen Elemente von "New Adult" - außerdem sind die Figuren auch aus der Schule und der Love-Interest Josh sogar ehhhh 20 (glaube ich xD). Ist jetzt sicher keine Überraschung, aber genau diese Dinge haben mir am Buch einfach gar nicht gefallen. Besonders Josh ist oftmals einfach vulgär und ständig beledigt er andere Kerle in diesem Buch. Das fand ich fürchterlich. Er ist so der 0815 abgewrackte Bad Boy mit schwarzer Seele und all dem Krams. Und er will Liebe.

Allerdings ist es so, dass man Josh teilweise wirklich verstehen kann. Er hat an der Front schlimme Sachen gesehen und erlebt und die haben ihn unglaublich geprägt. Deshalb sollte er trotzdem keinen Freifahrtschein für den scheiß bekommen, den er hin und wieder so abzieht, ABER die Autorin hat hier auch sehr viel realistische Szenarien beschrieben, die eben den Charakter prägen, die Seele färben und einen schon mal ziemlich grantig und finster werden lassen.

Sky war mir leider auch nicht vom Fleck weg sympathisch. Genau wie Josh war sie ein ziemliches Klischee und ich habe bis zur Hälfte des Buchs gebraucht, ehe ich sie annähernd nett fand. Das Buch hat dazu noch einen sehr langsamen Plot, der viel Drama und Hin und Her und dieses ganze "kriegen sie sich? oder doch nicht" echt auf die Spitze treibt. ABER auch hier muss ich wieder sagen, dass es genauso viele wundervolle Dialoge voller Emotionen gab und irgendwie so "echte" Dinge, die mein Herz berührt haben. Ich hatte einfach ununterbrochen das Gefühl, dass Buch wäre zu 50% einfach schlecht und zu 50% interessant und unterhaltsam. Deshalb hat es dann letzten Endes auch die Mitte von der 5-Sterne-Wertung bekommen, also 2,5 Sterne. 

Ich finde, man muss es nicht gelesen haben, aber andere Leser hat es richtig umgehauen, weil die Liebesgeschichte irgendwie so Nicholas-Sparks-und-Bad-Boy-Drama-ig war. Mir hätte das Buch auch weitaus besser gefallen, wenn die Autorin Homosexuellen ein bisschen mehr Respekt gezollt hätte. Es gab schon so 1-2 Stellen, die echt beleidigend waren und ich musste viel die Augen rollen. 




THE SHADOW QUEEN
Märchen ♥ Fantasy ♥ Liebe

Das neue Buch von CJ Redwine wollte ich unbedingt lesen, weil mir ihre "Defiance" Reihe wahnsinnig gut gefallen hat. Märchen gehen doch sowieso immer, oder? Und ich muss sagen, dass die Autorin hier schon ein paar originelle Einfälle am Start hatte. Viele Dinge halten sich aber leider doch sehr arg an den Plot des Originals, was hier "Schneewittchen" ist. So war das Buch selten überraschend, was die Handlung angeht und hin und wieder hat sich alles doch sehr gezogen. 

Der Roman ist aus der Sicht von Lorelai und Kol geschrieben. Die Autorin hat es geschafft beiden eine eigene Stimme zu verleihen, aber so richtig warm geworden bin ich weder mit der Prinzessin, die ihr Königreich vor der "Evil Queen" retten will, noch dem Prinzen, der mit dieser einen Pakt für das Wohlergehen seines Volks geschlossen hat. Die Konstellation der Beziehungen der Figuren untereinander war allerdings doch recht interessant und im Verlauf des Buches habe ich langsam angefangen sie alle zu mögen. 

Die Sache ist einfach die - The Shadow Queen verspricht ein ganz tolles, episches Abenteuer in Fairytale-Retelling Format, aber es war nur Durchschnitt. Vieles hat man schon gelesen, kennt man einfach und da die Handlung dicht am Original ist, passiert auch nichts überraschendes. Ich hatte auch einfach das Gefühl, die Autorin wollte zu viel. So kommen in dem Buch etliche Fantasy-Wesen, Kriege, Völker etc vor, aber wirklich zuordnen kann man die bei den dutzend Eigennamen nur sehr schwer. An Spannung hat es vielen Momenten auch gemangelt und naja...die Liebesgeschichte hat leider einen Touch Insta-Love.

Dennoch war das Buch auf einige Weisen unterhaltsam. Es hat Spaß gemacht die Reise der Figuren zu begleiten und für eine nette Story mal eben so hat es alle Mal gereicht. Und weil die "Ravenspire" Reihe von unabhängigen Retellings handeln wird, gebe ich Band 2 noch eine Chance :)




LITTLE WOMEN
 Klassiker ♥ Kinderbuch ♥ Familie

Obwohl das Buch fast 800 Seiten hat, habe ich es in 3 Tagen durchgelesen - das sagt doch schon ganz schön viel aus, oder? Ich wollte Little Women vor allem lesen, weil es ein sehr bekannter Klassiker ist und viele meiner Freunde so begeistert von der Geschichte waren. Das Buch hat wirklich sehr viel Charme und Herz. Man wird nach und nach langsam in die Geschichte hineingezogen. Im ersten Part geht es viel um Familie und Freundschaft, erste Liebe und Schlägen des Schicksal, die immer wieder dafür sorgen, dass sich vieles ändert, was man sich als Leser so lieb gewonnen hat. Im zweiten Part ist die Story - und auch die Figuren - erwachsener und man erhält neue Einblicke in bereits Bekanntes und außerdem wird das Abenteuer weiter gesponnen. Früher war das Buch auch in zwei Ausgaben, nämlich "Little Woman" und "Little Wifes" unterteilt, vielleicht wisst ihr damit eher, worauf ich anspielen möchte :D 

Die vier March Schwestern und ihr Leben wäre auch ein sehr treffender Titel gewesen, denn um diese vier Persönlichkeiten geht es in dem Roman. Ich finde, man darf auch gar nicht zu viel verraten, aber ich sage euch: Realität kann wirklich so spannend sein. Und lustig. Und grausam. Die Autorin hat einen wundervollen Job gemacht und ihre Figuren sehr authentisch und lebendig gezeichnet. Einige davon wachsen einem ganz fest ans Herz, andere will man gar nicht mehr wiedersehen. Die Einflüsse der damaligen Zeit, des Kriegs und anderer Dinge sind hier im Setting auch spürbar und das war mal etwas anderes, als die Jugendbücher, die ich sonst so lese. Mir jedenfalls hat das Buch gut gefallen. Es wäre gelogen zu sagen, dass bei über 800 Seiten nie Langeweile aufkommt - denn ich habe mich durchaus durch einige Kapitel gequält - aber dennoch ist das Gesamtwerk überzeugend. 

Die Geschichte hat viele Auf und Abs, es passieren wundersame Dinge, aber auch sehr traurige. Man könnte ziemlich gut über den Inhalt philosophieren und diskutieren, wenn man genauer darüber nachdenkt, was so hinter den Zeilen steckt. Ich verstehe schon, wieso dieses Buch echten Klassiker-Status erreicht hat. Bis auf einige Abstriche für langatmige Szenen und Figuren, deren Geschichte mich einfach null interessiert hat, mochte ich das Buch wirklich sehr gerne und werde noch eine Zeit in Gedanken an die Jo, Beth, Meg und Amy (die ich überhaupt nicht leiden konnte) schwelgen. 



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