Montag, 30. März 2015

[BUCHREZENSION] Waterfire - Das erste Lied der Meere


Titel: Das erste Lied der Meere
OT: Waterfire
Autor/in: Jennifer Donnelly
Genre: MG, YA, Fantasy
Buchreihe: Waterfire Sage #1
Zur Verlagsseite:






Jennifer Donnelly wurde für ihre Romane und Jugendbücher mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Ihre Trilogie "Die Teerose", "Die Wildrose" und "Die Winterrose" wurde zum Millionen-Bestseller. Ihr erster Jugendroman, "Das Licht des Nordens", erhielt renommierte Auszeichnungen, darunter den Los Angeles Times Book Prize. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in New York.



Deutsch
Gebunden/ 14,99€
Seiten: 384
Verlag: Schneider


Englisch
Taschenbuch/ 9,20€
Seiten: 360
Verlag: Hodder






An sich nicht schlecht, aber leider nicht mein Fall.


Kurzbeschreibung

Eigentlich sollte sich die Meeresprinzessin Serafina am Morgen ihrer Verlobung nur eine Frage stellen: Liebt mich Prinz Mahdi wirklich? Doch Serafina wird von seltsamen Träumen verfolgt, welche die Rückkehr einer uralten, bösen Macht prophezeien. Kurz darauf werden ihre düsteren Vorahnungen Wirklichkeit, als Serafinas Mutter von einem vergifteten Pfeil getroffen wird. Nun muss Serafina nicht nur den Mörder ihrer Mutter finden, sondern auch noch einen Krieg zwischen den Meeresreichen verhindern. Geleitet von ihren dunklen Träumen, macht sich Serafina zusammen mit ihrer besten Freundin Neela auf die schwierige Suche nach vier weiteren auserwählten Meerjungfrauen. Nur gemeinsam können sie eine Verschwörung aufdecken, die ihre geheime Welt zu zerstören droht …
Buchgestaltung
Die Gestaltung des Buches ist in meinen Augen einfach nur wunderschön. Wenn ich das Buch so irgendwo liegen sehen würde, ich müsste es sofort kaufen. Es ist wirklich toll, dass das Originalmotiv übernommen wurde – genau wie der Titel. Beides passt einfach wunderbar zum Roman und ist ein Feuerwerk für die Augen. Allein für die Aufmachung würde ich volle Punktzahl geben. Das Thema ist super getroffen und man weiß sofort, dass es um Sirenen/Meerjungfrauen geht.
Meinung

Waterfire war eine Überraschung vom Verlag, die hier in einer wunderschönen Aufmachung verpackt ankam. Ich war damals total aus dem Häuschen und konnte es kaum erwarten, das Buch zu lesen. Es sieht immerhin nicht nur schön aus, es klingt auch verdammt gut. Wirkliche Erwartungen daran hatte ich allerdings nicht, zumal mir die Autorin bis dato unbekannt war. Wie hat mir das Buch gefallen? Das ist echt schwer zu beschreiben. Ich fand es „okay“, aber nicht auch gut. Ich fand es nicht überzeugend, aber auch nicht schlecht. Ich sehe alles recht zwiegespalten.

Zum einen denke ich, dass Waterfire eher eine jüngere Zielgruppe anspricht, als welche, zu der ich gehöre. Natürlich ist das bei den meisten Jugendbücher der Fall, zu denen ich als Ü20 greife, aber hier hat man das noch mal sehr deutlich gespürt. Besonders am Schreibstil. Der Stil von Jennifer Donnelly war sehr einfach, kurz und teils auch abgehackt gestaltet. Die Autorin hat sich nicht viel aus Schnickschnak gemacht und kam schon schnell zur Sache. Leider hat das wenig meine Phantasie beflügelt, weil mir Orte und Personen irgendwie fremd erschienen. Ich konnte mir nicht wirklich ein gutes Bild vom Setting des Roman machen oder die erwähnten Figuren ins Herz schließen. Jaaa, da hat sie es mir echt schwer gemacht.

Besonders zu Beginn wird man als Leser enorm mit Namen und Eigenwörtern überschüttet – ein starker Gegensatz zu dem sonst so einfachem Stil. Es hat ewig gedauert, bis man sich orientieren konnte und ich kam nicht umhin, das alles etwas seltsam zu finden. Dabei ist die Storyline recht gradlinig: Es geht um eine Meeresprinzessin, die an jemanden versprochen ist, sprich heiraten soll, doch die Handlung nimmt eine harte Wende, als ihre Mutter stirbt und ganz andere Probleme an die Oberfläche treten. Bei der Spannung, die sich durch die schnelle Wende einstellt, hatte ich mir vorgestellt, dass die Hintergrundinformationen wahrscheinlich viel mit Lüge, Intrigen und Machtspielen zu tun hat, aber irgendwie sind viele Motive sehr weit ins Abseits gerückt. Ich hatte beim Lesen viele Fragen, die entweder gar nicht oder an den falschen Stellen beantwortet wurden.

Serafina war mir dazu noch wenig sympathisch. Hin und wieder trifft sie kluge Entscheidungen, aber ihr mädchenhaftes Verhalten und ihre Gefühle wurden mir doch schnell zu viel. Ich konnte ihre Persönlichkeit im Großen und Ganzen nicht ganz verstehen. Normalerweise wird man ja mit der Entwicklung von Charakteren im Verlauf eines Buches warm, aber Serafina war wie das Buch an sich verdammt einfach gestrickt und nicht greifbar. Auch die Nebenfiguren entsprachen Stereotypen und konnten mich nicht für sich einnehmen. Vielleicht liegt dies auch wieder daran, dass ich als erwachsene Leserin wenig überrascht werden konnte, wer weiß?

Neela als beste Freundin mochte ich hingegen. Ich fand sie ziemlich süß, weil sie ein liebes Mädchen (wie man es nimmt) war und die Freundschaft zwischen Serafina und ihr hat mir echt gefallen. Auch einige der Dialoge waren gekonnt formuliert. So waren Kabbelein zwischen Serafina und dem Prinzen doch ziemlich amüsant.

Auch die Grundidee fand ich ziemlich klasse. Ich habe bisher kaum ein Buch über Meereswesen gelesen und fand die Unterwasserwelt war schon einen Besuch wert. Es gab auch viel Luft nach oben (hehe) und das Potenzial war in den Ansätzen, welche die Autorin vorgelegt hat auf jeden Fall vorhanden. Ich denke, jüngere Leser werden weitaus mehr Spaß an der Sache haben, als ich.



Waterfire ist gewiss kein schlechtes Buch, aber mir hat es aufgrund seines einfachen Plots und den wenigen Informationen nicht ganz zugesagt. Der Schreibstil der Autorin war einfach nicht meins und hat den Lesefluss sehr gestört. Auch die Figuren waren in ihren Ansätzen ganz nett, aber nicht genug ausgearbeitet, um mich überzeugen zu können. Dennoch gefielen wir die Freundschaft und Beziehungen der Figuren untereinander, kleine Wortgefechte am Rande und eben die bezaubernde Unterwasserwelt, aus der man mehr hätte rausholen können.


Samstag, 28. März 2015

März Neuzugänge #4


Ich habe diesen Monat tatsächlich jede Woche neue Bücher bekommen. Nach den Monaten davor, in denen ich so hart am SuB gearbeitet habe, ist das schon fast wieder eine Premiere xD Naja, ich kann es mir erlauben! Mein SuB beträgt nämlich nur noch 12 Bücher :-)


Und der Stapel ist mal etwas bunter *applaudier*


Als erstes haben wir hier Breaking The Rules, was so eine Art Companien zum ersten Band der Pushing The Limits Reihe ist (welcher denselben Titel trägt). Die Autorin hatte offenbar noch eine Menge zu Noah und Echo zu sagen, denn das Buch ist echt dick. Ich hatte es eigentlich schon als Ebook, aber als sich bei Tauschticket die Chance ergeben hat und das Buch auch noch zu meinen anderen schönen *hust* Editionen passte, hab ich es mir geholt. So wirklich Lust drauf hab ich allerdings (noch) nicht xD

The Callie Santas Chronicles - Alphablut habe ich vom Verlag bekommen. Ich kaufe normalerweise immer die Bücher von Autorinnen, die ich auch noch kenne (Jennifer Heine ist Bloggerin), aber die Autorin war so eifrig dabei und hat mich und ein paar andere für ein Rezensionsexemplar eingetragen. Ich hab mich auch wahnsinnig gefreut. Das Buch hat mir super gefallen! Das Cover ist nicht so megaaaa, aber wie ich schon in meiner Rezi meinte: In live sieht es noch mal cooler aus und der Inhalt passt eben. 



Eden Academy hatte ich mir vor einer Weile angefragt und dann ehrlich gesagt schon wieder vergessen. Die liebe Pressedame von Ravensburger hat es mir im Eiltempo zukommen lassen, nachdem sie meine Mail gelesen hat und ich platze vor Neugier. Im Ernst. PLATZE. Ich hab bisher nur Gutes gehört und nach Ewigkeiten wird das hier wieder ein Academy Buch, dass ich wirklich lesen MUSS. Ich finde auch das deutsche Cover/die Aufmachung sooooo viel besser, als die des Originals!

Amy & Matthew habe ich mir über das Bloggerportal angefragt und heute trudelte es bei mir ein. Das Buch erscheint offiziell am 31. März. Führt ihr eigentlich auch kleine Freudentänze auf, wenn so ein Buch dann unerwartet doch früher bei euch eintrifft? Ich schon! *tanz* Das Buch hat mal kein fluffiges Thema als Grundlage, sondern soll etwas ernster sein und ich stürze mich wahrscheinlich noch vor Eden Academy darauf, weil ich neugierig bin. Neugier an die Macht!


Und dann...daaaaaaaaaaaann kam Lilien & Luftschlösser bei mir an. Ich hab es der Postbotin förmlich aus den Händen gerissen. Kennt ihr diese Bücher, auf die ihr so sehnsüchtig wartet, dass ihr denkt, ihr müsst sterben? Nehmt das mal 100 und ihr wisst, wie sehr ich diesen Folgeband wollte. Ich hatte das Buch bei einem Gewinnspiel gewonnen und es kam etwas verspätet hier an. Mehrmals bin ich in der Buchhandlung um den Tisch mit dem neuen Kaiblingerbuch getanzt und wollte es kaufen, damit ich es lesen kann, aber dann hab ich mir immer gesagt: Du hast es gewonnen, übe dich in Geduld. Gestern angekommen und sofort verschlungen worden. ICH LIEBE ES SO SEHR. Ich weiß, viele stehen auf Kerstin Gier oder Eva Völler oder auch Alexandra Pilz (ich mochte ihre Bücher auch sehr gerne), aber Sonja Kaiblinger ist für mich inzwischen eine richtige Lieblingsautorin geworden. Sie hat so den ich-sterbe-bis-ein-neues-Buch-von-ihr-kommt-Status erlangt xD

Rezension zum Buch kommt dann morgen! *__*

[BUCHREZENSION] ZOOM - Alles entwickelt sich

Titel: -
OT: Zoom – Alles entwickelt sich
Autor/in: Lena Hach
Genre: YA, Contemporary
Buchreihe: Einzelband
Zur Verlagsseite:








Lena Hach, geboren 1982, lebt als freie Autorin in Berlin. Sie besuchte eine Schule für Clowns, studierte Literatur und Kreatives Schreiben und arbeitete als Journalistin. Es fällt ihr äußerst schwer, an Abrisszetteln vorbeizugehen, die irgendjemand aufgehängt hat, ohne diese zu lesen. Mehr unter: www.lenahach.de



Deutsch
Broschiert/ 13,96€
Seiten: 247
Verlag: Belz & Gelberg


Englisch
Deutsches
Original!





Nicht so gut wie Wanted, aber unterhaltsam :)


Kurzbeschreibung

Till fotografiert. Paula schreibt. Eine ideale Kombination. Eigentlich. Doch die Liebe ist manchmal ganz schön kompliziert ... Till hat die Kamera seines Vaters, eine alte Leica M4, überall dabei. Aber die Fotos will Till erst entwickeln, wenn sich sein verschwundener Vater bei ihm meldet. Als Paula, die Chefredakteurin der Schülerzeitung, Till bittet, auf der Klassenfahrt Bilder zu machen, gerät er in ein Dilemma: Er findet Paula toll. Ach was – er ist total in sie verknallt! Aber was ist mit seinem Vorsatz? Kann Till Paula die Wahrheit über seinen Vater sagen?
Buchgestaltung
Ich mag die Buchgestaltung ziemlich gerne, weil sie zum Titel ZOOM passt und alles etwas unscharf gehalten wurde – So, als müsse der Zoom noch einsetzen. Die Figuren auf dem Motiv entsprechen außerdem in etwa meiner Vorstellung der Figuren. Ich finde es immer toll, wenn auf so etwas geachtet wird.
Meinung

Ich glaube, ZOOM hatte es etwas schwer bei mir, weil ich Lena Hachs Debüt einfach so mega abgöttisch geliebt habe. An so ein grandioses 5-Sterne-Buch muss erst mal wieder eine andere Geschichte herankommen und daher war ich ein wenig enttäuscht, dass ich ZOOM nicht mehr abgewinnen konnte. Dabei ist das Buch nicht schlecht oder blöd geschrieben, ich bin damit nur nicht richtig warm geworden. Bei Wanted war ich von der ersten Seite an sofort in der Geschichte und hier...nicht.

Die Autorin hat sich dieses mal etwas Besonderes einfallen lassen. Das Buch ist nicht aus der Sicht von Paula und Till geschrieben, sondern aus der Sicht einer uns Unbekannten. Das war zunächst total faszinierend, dann aber immer ungewohnter und hat mich beim Lesen unruhig gemacht. Mir spukten ständig die Fragen nach unserer mysteriösen Erzählerin im Kopf herum. Wer war das eigentlich und wie genau stand sie in Zusammenhang mit Paula und Till? Wieso konnte sie das alles so bis ins Detail beobachten. Ich habe schon verstanden, dass man hier wegen dem Hauptthema Zeitung so irgendwie an eine live-action Berichterstattung anknüpfen wollte, aber so cool die Idee auch klingt, sie konnte mich nicht ganz überzeugen. Bücher mit außergewöhnlichem Stil finde ich normalerweise echt klasse, weil es mal etwas anderes ist, aber ich finde, man hätte wenigstens erfahren müssen, wer denn nun Mäuschen gespielt hat. Oder habe ich da etwas völlig missverstanden?

Ansonsten war das Buch von der allgemeinen Stimmung her aber toll. Ich mag es einfach wie Lena Hach mit wenigen Worten eine schöne Atmosphäre schafft und Freundschaften beschreibt. Hier hat alles eine Basis und es gibt keine blöde Instant-Liebe und Herumgeschmachte. Dieser etwas bodenständigere, lockere Touch macht ihre Geschichten immer schön unterhaltsam und in ZOOM war das genau so. Paula und Till waren dazu noch zwei Gegensätze, die sich wirklich angezogen haben. Es gab eine Zeit, da konnte ich mir nicht vorstellen, dass die beiden wirklich zusammenpassen, aber die Autorin hat hier eine Liebesgeschichte eingefädelt, die auch nachvollziehbar war und nicht nur Schwerpunkte auf Gefühle gelegt hat.

Was die Figuren angeht so erfährt man außerhalb des Rahmens, in dem die Geschichte spielt leider nicht so viel. Das lag wahrscheinlich wieder an der Erzähl-Perspektive, die es nun einmal nicht erlaubt hat, weitere Infos in Erfahrung zu bringen. Immerhin konnte diese Person Paula oder Till ja nicht wirklich nach Hause folgen oder in deren Köpfe blicken. Alles basierte auf Analyse und Beobachtung. Ich hätte es schon gefunden, etwas aktiver an den Denkweisen der eigentlichen Protagonisten teilhaben zu können. So fiel es mir manchmal schwer, bestimmte Beweggründe zu verstehen.

Das viel Wert auf Kreativität gelegt wurde, beweisen auch die Hobbies von Paula und Till. Sie ist bei der Schülerzeitung dabei und er fotografiert. Im Buch gab es oft Momente, in denen das im Vordergrund stand und besonders dieses Team-Gefühl oder auch Team-Work fand ich klasse umgesetzt, weil nicht nur diese beiden an einem Projekt arbeiten, dass viele Figuren zusammenschweißt und anspornt.

Besonders gut gefallen hat mir der Aspekt des Loslassens. Im Buch ist das viel Thema, wie Menschen sich an Dinge klammern und die Hilfe anderer brauchen, um ein Ziel vor Augen haben zu können, das ihr Leben wieder voranbringt. Diese Entwicklung in den Figuren zu sehen fand ich sehr gut umgesetzt und war eine der größten Stärken im Roman.




Alles in allem bin ich nicht ganz mit ZOOM warm geworden. Hier entwickelt sich zwar wirklich alles Stück für Stück wie ein Film, aber besonders der Einstieg und auch Mittelteil des Romans war mir einfach zu ereignislos gehalten. Am schwersten habe ich mich mit der Perspektive der Erzählerin getan, welche die Geschichte wie einen Bericht wiedergegeben hat. Etwas mehr Pepp hätte dem Buch gut getan. Dennoch kann Lena Hach einfach toll schreiben, hat außergewöhnliche Ideen und weiß, was Charakterentwicklung bedeutet. Ich bin nach wie vor ein großer Fan von ihr und das nächste Buch gefällt mir bestimmt besser :)


[Keine Rezension] Lines Of Yesterday, All The Bright Places & Broken Hearts


Keine Rezension ist eine Kategorie auf meinem Blog, um Bücher etwas knapper als bei einer richtigen Rezension zu besprechen.  Hier werdet ihr nur den Klappentext und eine Kurzmeinung zum Buch finden und keinen ausführlichen Roman ;)




Violet Moore hatte einen Plan: Aufs College gehen, ihren Abschluss in Jura machen, eine gute Anwältin werden und nach ein paar Jahren ihren Langzeitfreund Jared heiraten. Der Plan wurde vor langer Zeit aufgestellt – von ihren Eltern, ihren Freunden und von Jared selbst.


Doch dann taucht jemand in ihrem Leben auf, mit dem sie nicht gerechnet hat: Devin Jackson. Früherer bester Freund, erste Liebe und zukünftiger Rettungssanitäter. Mit einem Mal steht Violets Welt Kopf, denn Devin fordert sie heraus, stellt all ihre Pläne infrage und erinnert sie an ein lang vergessenes Versprechen. Schon bald muss Violet sich fragen, was sie eigentlich selber will – und ob sie bereit ist, die Sicherheit ihres geordneten Lebens dafür zu riskieren.



 Nach dem Lesen dieses Buches bin ich zu einem Tanja-Pudding geworden, weil es zum Dahinschmelzen ist! Ich hatte wirklich Angst, dass mir das Buch nicht gefallen würde, weil es sich immerhin um New Adult handelt, aber es ist tatsächlich einer dieser glorreichen Tage gekommen, an denen ich sage: Ich mochte NA. Allerdings hat mich das Buch auch zum nachdenken gebracht. Wie genau definiert man NA eigentlich? Was gehört dazu und was nicht? Für mich waren das meistens die Bücher, die am College spielen und in denen die Figuren erwachsenen werden. Das war hier auch der Fall, aber ohne die schlimmen Vorurteilen und den Sex, der 90% der Handlung einnimmt. Am Anfang des Buches war ich einfach nur hin und weg von der Story.


Der Klappentext verrät es zwar schon, aber es geht um die Liebe zwischen zwei Sandkastenfreunden. Die Protagonistin Violet hat obendrauf noch einen Freund und trifft ihren Kindheitsfreund in einem Kaffeeladen wieder. Klingt irgendwie stereotypisch. Eine Freundin von mir (ja, du Laura!) hat einmal zu mir gesagt, dass Bianca Iosivoni aus normalen und alltäglichen Dingen, etwas Besonders zaubern kann – und genau dem Satz stimme ich nach dieser Geschichte zu. Auf den ersten Blick scheint die Beziehung zwischen Violet und Devin so zu sein, wie man es auch von anderen Büchern kennt, aber das ist sie nicht. Dank des gefühlvollen Schreibstils und des Tiefgangs (auf den wenigen Seiten) habe ich die Figuren einfach nur geliebt. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, so krass war die Chemie und Spannung zwischen den beiden da. Ich hatte den Kindle beim Essen neben mir liegen und sogar heute morgen beim Zähneputzen dabei xD



Das Schöne an der Story ist auch, dass sie einen immer wieder überrascht. Es gab einige Momente, wo ich Angst hatte, dass ich jetzt eine Menge Drama zu lese bekomme oder das ganze eben doch in die bekannten Klischees abdriftet, aber das war zum Glück nicht so. Die Autorin hat eine ziemlich gute Balance zwischen den Erwartungen der Leser und der Realität geschaffen. Zum einen ist es so, dass auch Violets Freund kein Arsch ist und ihre Beziehung sehr gut definiert. Zum anderen hat Violet zwar eine aufgeweckte und aufgeschlossene beste Freundin, die ist aber nicht die Schlampe vom Dienst. Und dann gab es noch die absolut coolen Nebenrollen, wie Zac oder Rob, die mir trotz der wenigen Szenen ans Herz gewachsenen sind.



Das Buch hat dazu noch einen wunderbaren Humor, der besonders zu Anfang extrem hervorsticht. Die ersten 30% bin ich fast gestorben (zum Glück nur wortwörtlich), weil der „Cuteness-Overload“ mein Gehirn gerillt hat. Ab der Mitte wird das Buch dann etwas ernster, beschäftigt sich viel mit Coming-Of-Age Themen: Wer bin ich? Wer will ich sein? Wo soll mein Leben hingehen. Und das Ende lässt einfach alles wunderschön ausklingen, ohne zu kitschig zu sein*seufz*



Wiesoooooooo habe ich nur so lange gewartet, bis ich Lines Of Yesterday gelesen habe?








Violet Markey lives for the future, counting the days until graduation, when she can escape her Indiana town and her aching grief in the wake of her sister’s recent death.  When Finch and Violet meet on the ledge of the bell tower at school, it’s unclear who saves whom. And when they pair up on a project to discover the “natural wonders” of their state, both Finch and Violet make more important discoveries: It’s only with Violet that Finch can be himself—a weird, funny, live-out-loud guy who’s not such a freak after all. And it’s only with Finch that Violet can forget to count away the days and start living them. But as Violet’s world grows, Finch’s begins to shrink. 


Es ist jetzt schon eine Weile her, dass ich All The Bright Places gelesen habe und dennoch ist mir die Geschichte sehr gut im Kopf geblieben. Ein gutes Zeichen, wie ich finde. Zwar neige ich in meiner Wertung doch eher zu einer 3,5 als einer glatten 4, aber alles in allem mochte ich das Buch sehr gerne. Wie schon bei My Heart And Other Black Holes beschäftigt sich auch dieser Roman mit dem Thema Selbstmord. Da hätten wir zum einen Finch als Charakter, welcher an Depressionen leidet und über tausend Wege zu sterben nachdenkt, dem aber immer etwas dazwischen kommt, wenn er tatsächlich mal einen davon ausprobieren will. Und zum anderen Violet, die nach dem Tod ihrer Schwester nicht mehr sie selbst ist und keinen Sinn in ihrem Leben sieht.

Kling erst mal alles sehr bedrückend und gar nicht unterhaltsam. Das ironische an dem Buch ist jedoch, dass es immer andere Menschen sind, die einem irgendwie am Leben erhalten, wo genau diese Menschen es doch meistens sind, die man verflucht und einen über die erste Grenze überhaupt gebracht haben. Genau so war das hier. Finch und Violet treffen durch einen Zufall aufeinander und plötzlich haben sie am Leben des anderen teil, obwohl sie aus verschiedenen Welten kommen. Die Liebesgeschichte in diesem Roman ist alles andere als süß oder kitschig oder humorvoll. Sie ist durchzogen von einer Art Poesie, die dem Leser zeigt, das alles vergänglich ist und Gefühle manchmal nicht mehr als das sind: Gefühle. Die beiden Protagonisten kommen sich nur langsam und gemächlich näher, weshalb umso mehr Platz für andere Dinge war.

Zum Beispiel die Suche nach Antworten. Einer Menge Antworten. Einem Grund weiterzuleben. Aus den verschiedenen Blickwinkeln der beiden lernt man nach und nach ihre Lebenssituation, ihre Familie und Ansichten kennen und manchmal wusste ich nicht, was ich damit anfangen sollte. Finch war ein sehr gut ausgearbeitet Charakter, der mir enorm ans Herz gewachsen ist. Mit Violet habe ich etwas länger gebraucht, bis ich mit ihr warm geworden bin. Die Kombination aus zermürbenden Gedanken und Dunkelheit (Finch) und dem Teil, der Hoffnung schenkt (Violet) war eine recht explosive Mischung, was meine Gedankenwelt betroffen hat. Die Autorin wurde ja von vielen Fans dafür verurteilt, dass sie ein Thema wie Selbstmord auf diese Weise angegangen ist, aber ich fand das einfach nur realistisch. Es kann eben nicht jedem geholfen werden und selbst fiktive Werke dürfen einem nicht immer Happy Ends vorgaukeln.

Meiner Meinung nach hätte das Buch allerdings ein wenig mehr Tempo gebrauchen können. Es ist schon recht lang und stellenweise mit unnötigen Füllersequenzen gestreckt. Dafür sind aber besonders die Road-Trip Abenteuer von Finch und Violet ganz wunderbar gewesen. 

Das Ende fand ich ganz zufriedenstellend, wenn auch traurig und etwas zu abgehackt. Wer sollte das Buch also lesen? Jemand, der auf der Suche nach einer tiefgründigen, ruhigen Geschichte ist. Eine ohne glückseligen Dauerzustand, mit Fragen und manchmal fehlenden Antworten. Jemand, der gerne Zitate und Poesie mag und gerne einmal mit den Figuren nachdenkt. Für mich hat All The Bright Places nicht unbedingt Bestseller Potenzial, aber ich mochte die Figuren sehr. 


(Englisch-Schwierigkeitsgrad)







Gemma had her summer all planned out, but it takes a sharp turn when she gets dumped and finds herself back in the Hamptons after a five-year absence. Being there puts her at risk of bumping into Hallie, her former best friends (that is, before Gemma ruined her life). But people don't hold grudges forever. Do they? Gemma intends on making amends, but a small case of mistaken identity causes the people she knew years ago—including Hallie and her dreamy brother, Josh—to believe she's someone else. As though the summer wasn't complicated enough already.



Nach dem Kauf des Buches habe ich herausgefunden, dass Katie Finn das Pseudonym von Morgan Matson ist. Bisher habe ich alles von Matson gelesen, denn auch, wenn ihre Stories für mich nicht immer ganz rund laufen, so mag ich sie meistens echt gerne. Der Roman hat meiner Meinung nach nicht wirklich eine intensive oder gar humorvolle Handlung. Er beschreibt eher den Monolog eines Mädchen, dass einen Fehler begangen und diesen wieder gutmachen möchte. Dieses Mädchen ist Gemma. Gemma hat damals die Freundin und Tochter ihres Vaters (welche er nach der Scheidung hatte) vergrault und war dabei besonders grausam zu der Tochter, die Hallie heißt. Am Anfang des Buches fliegt Gemma für die Ferien zu ihrem Vater und trifft dort ganz zufällt auf Josh, der Hallies Bruder ist. Es dauert nicht lange, bis Hallie auftaucht und Gemma sich als jemand anderes ausgibt, um ihren Fehler bei Hallie wieder gutzumachen.


Das Ganze klingt ordentlich nach Racheaktionen, Spaß und Sommerromanze, aber nicht alles davon war erwartungsgemäß auch im Buch. Zum einen weiß man als Leser eh die ganze Zeit, aufgrund der unübersehbaren Hinweise, dass Hallie über Gemma Bescheid weiß. Es war schon fast peinlich zu beobachten, wie Gemma in ein Fettnäpfchen nach dem anderen tritt und nichts checkt. Die Romanze am Rande (natürlich mit Josh) hingegen war ganz süß. Bis auf etwas lieblos gestaltete Figuren und den überschaubarem Plot, war im Buch aber nicht sonderlich viel los. Ich erwarte von Contemporary schon etwas mehr Pepp und Spaß, weil dieses Genre für leichte Unterhaltung steht.



Besonders das Ende ist einfach nur zum kopfschütteln, weil auf den letzten 20 Seiten dann plötzlich ALLES passiert – Natürlich mit Absicht den Leser zum Kauf des Sequels anzulocken. Warum hat das Buch dann also doch noch eine „gute“ Wertung bekommen? Ich fand die erste Hälfte des Romans recht amüsant. Gemma war eigentlich ein nettes Mädchen und besonders ihre Familie fand ich ziemlich cool. Die peinlichen Missgeschicke von Gemma (z.B. die Pool-Szene) waren wirklich nicht schlecht gemacht und vieles davon gab es nicht schon in dutzend anderen Büchern. Außerdem war Josh wirklich nett und die Dialoge zwischen ihm und Gemma schon irgendwie niedlich.



Alles in allem aber nicht unbedingt ein Buch, das man gelesen haben muss.

(Englisch-Schwierigkeitsgrad)



Freitag, 27. März 2015

[FILMREZENSION] The DUFF (von Kody Keplinger)


Viele von euch kennen vielleicht die Romanvorlage The Duff von Kody Keplinger. Auf Deutsch ist das Buch unter dem Namen "Von wegen Liebe" bei cbt erschienen. Das Buch wurde vor einer Weile verfilmt und in Amiland kam er im Februar in die Kinos. Für die deutschen Kinos gibt es bisher noch keinen Starttermin. Ich habe mich nach all den Trailern und Clips einfach mega auf den Film gefreut und wollte jetzt mal meine Gedanken dazu los werden. Vorweg aber erst einmal ein paar Infos.

Der Filmtrailer


Der Klappentext zum Buch

Das hat Bianca gerade noch gefehlt. Der eingebildete Wesley, dem alle Mädchen an ihrer Schule zu Füßen liegen, spricht sie an. Und hat die Stirn, ihr rundheraus zu sagen, dass er das nur tut, um an ihre hübsche Freundin ranzukommen. Schneller, als er denken kann, hat er ihre Cola im Gesicht. Auf so jemand fällt Bianca nicht rein. Aber als zu Hause alles schief geht, lässt sie sich doch mit ihm ein. Heimlich und völlig unverbindlich, versteht sich. Mit Liebe hat das nichts zu tun. Oder?

Buch VS. Movie - Möglich?!


Im Buch geht es vor allem darum, das Bianca ihre Probleme durch viel Sex mit Wesley vergisst und so entsteht dann nach und nach aus der Oberflächlichkeit ihrer Beziehung eine tiefere Bindung. Der Film ist allerdings KOMPLETT anders. Man könnte sagen, das Einzige, was übernommen wurden, waren die Namen. Das ist nicht einmal übertrieben, denn von der Grundhandlung her sucht man vergeblich nach Vergleichen zum Buch. Trotzdem dachte ich, man könnte hier vielleicht nach Girls Club oder Einfach zu haben, mal wieder eine richtige coole Mischung aus Romanze und Humor in einem Teenie-Film sehen. Leider habe ich mich dabei sehr geirrt, denn ich persönlich fand den Film richtig schlecht. Das liegt nicht einmal daran, dass er nichts mit dem Buch gemein hat, der Film kann auch als eigenständige Geschichte überhaupt nicht auf eigenen Beinen stehen. Wenn ihr irgendwann einmal vorhabt, euch The DUFF anzuschauen müsst ihr Buch und Film jedenfalls getrennt von einander bewerten. Eigentlich ist es schon fast ein Verbrechen passend zum Kinostart "Movie-Tie-Ins" zu verkaufen. Leute, die den Film schauen und dann zum Buch greifen, bekommen einfach eine ganz, GANZ andere Geschichte. Unfair, oder?

Meine Meinung zum Film

Zunächst einmal sei gesagt, dass ich ein großer Fan von Robbie Amell bin, der unter anderem auch bei The Tomorrow People oder The Flash mitgespielt hat. Als er für die Rolle von Wesley gecastet wurde, habe ich mich total gefreut, obwohl er nicht wirklich meinen Vorstellungen entsprach. Mae Whitman (Bianca) kannte ich bis dahin überhaupt nicht. Da waren mir die Schauspielerinnen, die ihre Freundinnen spielen schon eher aus anderen Serien bekannt. Kommt ja immer darauf an, was man sich so reinzieht :P Bella Throne, die in diesem Film das Mean Girl spielt hat eine Rolle bekommen, die im Buch nicht einmal existiert. Ich weiß auch nicht, aber allgemein gefällt mir ihre Art überhaupt nicht.


(Robbie Amell, Mae Whitman und Bella Thorne bei einem Interview)

Gehen wir aber mal zurück auf Anfang. Kennt ihr diese Filme, von denen man den Trailer schaut, bei denen man dann im Kino sitzt und sich denkt: Das Beste hast du schon gesehen? Genau so habe ich The DUFF nämlich empfunden. Der Film hat wenige gute und sehr witzige Momente, aber leider sind die alle im Trailer drin und meiner Meinung nach ging nicht wirklich etwas darüber hinaus. Ich habe nicht viel gelacht und fand die meisten Sprüche eher flach und abgedroschen. Das Schlimme war auch einfach, dass man so viele davon schon kennt! Hat man 2-3 Teenie-Filme gesehen, dann kommt es einem hier fast so vor, als wäre manche 0815-Dialoge von irgendwoher übernommen wurde. Gott, war das deprimierend.


(Offzielles Filmplakat zu The DUFF)

Dabei haben die Schauspieler ihre Rolle gar nicht schlecht gemacht! Besonders Bianca hat super in die quirlige Rolle eines Nerd gepasst und auch Wesley war im Film total charmant und ein netter Kerl. Ich hatte auch gar nicht die Buchvorlage im Kopf und war bereit mich auf etwas Neues einzulassen, daher hat mich die schauspielerische Leistung der beiden schon überzeugt. Was ich persönlich jedoch nicht so toll fand, war die Chemie der beiden. Besonders bei den Kusszenen, saß ich einfach nur da und dachte: hääää? Weil die total abrupt kamen und gar nicht zur Situation oder den Dialogen gepasst haben. 



Klischee folgt auf Klischee folgt auf Klischee...

DER FILM IST EIN EINZIGES KLISCHEE!

Wer Klischees so satt hat, wie ich, der wird beim Schauen des Film schon öfter mal verzweifeln. In den Interviews zum Film wurde immer so oft gesagt: Der Film hat eine Botschaft/ Der Film ist anders/ Der Film zeigt neue Seiten einer High School. ABER DAS IST EINFACH NICHT SO! Der Film teilt die Menschen in Gruppen auf, nicht nur in "Duffs". Der Film hat eine so durchschaubare und einfache Grundhandlung, dass man sich echt langweilt und all dieser eklige Kitsch, den man auf jede Szene drauf gepackt hat wie zu viel Zuckerguss...urggggggg, da sind mit stellenweise echt die Augen rausgefallen. 


(Links:Ausschnitt vom Filmplakat/Rechts: Original Buchcover)

Dieses typische, Loser-Mädchen hilft Schulstar bei seinen Hausaufgaben, die beiden werden Freunde und kommen sich näher ist sooooo ausgelutscht gewesen. Dazu die blöde Bitch, die Bianca dumm anmacht und natürlich die Freundin vom Schulstar ist. Beste Freundinnen, die kaum eine Rolle spielen und natürlich schöner und besser in allem sind als Bianca.

Was ich auch soooo schade fand war, dass die Botschaft: Jeder ist eine Duff und das ist nicht schlimmes! einfach nicht ankam. Stattdessen lehrt der Film einen eher: Wirf nach einem kleinen Streit deine Freundschaft über Board, wenn du nicht hübsch bist, dann bist du ein Loser, verstelle deine Persönlichkeit, wenn du nicht zur Zielscheibe werden willst usw.


(Wesley und Bianca bei einem Gespräch im Wald)


Was mochte ich also an dem Film?

Die Art und Weise, wie Social Media auf den Arm genommen wurde, das war echt Top! Die Schauspieler waren wirklich sympathisch, wenn auch in ihren Rollen chronisch unterfordert. Die vielen Witze (aus dem Trailer) die schlagfertig und wirklich gut waren.

Was gefiel mir überhaupt nicht?

Das die Freundschaft der drei Mädchen kaum eine Rolle gespielt hat, sondern es einfach mehr um darum ging sich für irgendeinen Kerl aufzuhübschen. Das Schubladen-Denken. Dass das Bild einer High School wieder allen gängigen Klischees entsprach und es absolut nichts neues im Film gab. Die 5000 Stereotypen. Die vielen seltsamen Szenen zum Fremdschämen, die nicht humorvoll, sondern armselig waren (z.B. als Bianca in einem Kaufhaus mit einer Schaufensterpuppe rummacht).  Die falsche Botschaft. Die schlecht gemachte Liebesgeschichte. Die Oberflächlichkeit der Figuren. Das grauenhaft kitschige und weichgespülte Happy End. 


(Skylar Samuels als Casey/Bianca Santos als Jess und Mae Whitman als Bianca)


FAZIT

Trotz des jungen, dynamischen Casts und dem Potenzial des Buches, war der Film einfach schlecht. Für einmal anschauen und sich unterhalten lassen, taugt er etwas, aber ansonsten ist The DUFF eine einzige Enttäuschung gewesen. Vielleicht bin ich im Herzen doch etwas zu alt für so einen Teenie-Scheiß und all die Klischees geworden *schnief*




Möchtet ihr den Film auch noch schauen? Ja/Nein?
Oder habt ihr schon gesehen und wie hat er euch gefallen?



Mittwoch, 25. März 2015

[BUCHREZENSION] The Callie Santas Chronicles - Alphablut


Titel: -
OT: Alphablut
Autor/in: Jennifer Heine
Genre: YA Fantasy
Buchreihe: The Callie Santas Chronicles #1
Zur Verlagsseite:







Jennifer Heine wurde im November 1987 in Leverkusen geboren. Schon seit ihrer frühsten Kindheit gehören Bücher zu ihrem Leben. Mittlerweile ist sie stolze Besitzerin von circa 800 Büchern (eBooks & gedruckte Formate). Die Liebe zum Buch und zur Schrift brachten sie schon früh zum Schreiben. Angefangen hat alles bei der Schülerzeitung, für die sie viereinhalb Jahre mehrere Gedichte (zeitgenössische Lyrik) verfasste. Nach der Schule entschied sie sich, eine Ausbildung zur Pferdewirtin zu machen, welche sie im Jahr 2008 erfolgreich abschloss. Zusätzlich absolvierte sie noch eine weitere Ausbildung, nämlich zur Bürokauffrau. Diese hat sie im Jahr 2013 ebenfalls erfolgreich abgeschlossen. Doch die Leidenschaft zum Schreiben blieb. Mittlerweile ist sie Mutter geworden und hat wieder mit dem Schreiben angefangen.


Deutsch
Broschiert/ 14,90€
Seiten: 400
Verlag: Fin Gadar



Englisch
Deutsches
Original!






Wundervolles Debüt mit Romantik und Spannung! :)


Kurzbeschreibung

Eigentlich denkt Callie, dass sie ein ganz normaler Teenager ist. Wenn da nicht diese schrecklichen Alpträume wären. In der Hoffnung, dass durch einen Ortswechsel alles besser wird, schicken ihre Eltern sie an das College in den Black Hills. Dort bemerkt Callie allerdings sehr schnell, dass alle anderen dort mehr wissen als sie und etwas vor ihr verbergen. Aber was? Und dann ist da auch noch der attraktive und charismatischen Samuel, in den sich Callie unsterblich verliebt. Allerdings wird diese Liebe von seinen und ihren Eltern nicht akzeptiert. Aber warum? Stattdessen soll Callie eine Bindung mit seinem Bruder Noah eingehen. Als Callie bewusst wird, dass durch ihn Gefahr droht, ist es leider schon zu spät … Gemeinsam mit ihren Freunden versucht Callie alles, die zu retten, die sie liebt. Doch welchen Preis muss sie dafür bezahlen?
Buchgestaltung
Wie wahrscheinlich viele finde ich das Cover auf den ersten Blick nicht so dolle, aber ich kann auch versichern, dass es noch mal etwas ganz anderes ist, das Buch „live“ vor einem zu haben. Die Verarbeitung und Gestaltung des Romans ist nämlich Top, besonders die Rückseite mit dem coolen Wolfsmotiv oder all die fantastischen Zeichnungen im inneren, zur Ergänzung der Kapitel haben es mir echt angetan. Und man muss der Gestaltung zu gute halten, dass das Mädchen genau auf die Beschreibung der Protagonistin passt – Das kann man auch nicht immer sagen!
Meinung

Alphablut ist Jennifer Heines Debüt und dazu noch in einem kleinen Verlag erschienen. Das sorgt sicher erst mal für eine Menge Vorurteile. Ich hab sogar schon in anderen Rezensionen gelesen, dass angeblich total viele Fehler im Buch sein sollen, kann dem aber nicht zustimmen. Im Gegenteil, sowohl von der Verarbeitung des Romans (Buchbindung, Covermattierung etc.) und des Lektorats ist das Buch wirklich sehr gut gemacht. Ich rechne der Autorin außerdem noch groß an, dass ihre Sprache und ihr Stil wahnsinnig abwechslungsreich und fesselnd sind! Bei einem Debüt erlebt kommt es ja nun doch häufiger vor, dass man über Sätze stolpert oder dergleichen, aber hier habe ich die Geschichte richtig genossen. Fluffig, spannend, humorvoll oder ganz emotional – Bei mir kam viel unterschiedliches an.

Ich muss gestehen, dass ich anfangs doch einige Befürchtungen hatte. Angst vor einem Liebesdreieck z.B. denn mal ehrlich der Klappentext klingt wirklich so. Ein Mädchen – zwei Brüder? Nein, danke! Aber ich versichere euch, dass es im Buch ganz anders ist. Zwar liegt der Fokus stark auf der Beziehung von Callie und Sam, aber Noah mischt sich aus nicht-liebestechnischen Gründen immer wieder ein. Es gibt also keine Duelle zwischen gutem und bösen Bruder – Ein Glück und danke dafür!

Stattdessen wachsen einem einfach ALLE Figuren rasch ans Herz, weit voran Callie, die mit ihrer normalen und offenen Art direkt meine Sympathie bekommen hat. Callie ist das typische Mädchen von nebenan, mit dem man auch super befreundet sein könnte und im Verlauf der Geschichte entwickelt sie sich enorm weiter. Ist sie zu Beginn noch etwas passiver, so wird sie mit jedem Kapitel mehr und mehr zu dem, was ihre Rolle als Alpha von ihr verlangt: Stark, mutig und loyal. Das mochte ich wirklich sehr gerne. Allgemein waren die Charaktere einfach toll. Besonders klasse fand ich auch Pepper oder Callies andere Freunde, Nebenfiguren wie ihren Trainer Nathan oder gegen Ende sogar Sams Bruder Noah.

Im Vergleich zu den vielen Facetten, welche uns die Autorin anhand ihrer Figuren gezeigt hat, war Sam fast schon langweilig. Das ist jetzt auch nicht negativ aufzufassen, denn Sam ist nun einmal kein Bad Boy. Er ist aufmerksam und lieb und für Callie da. Für meinen Geschmack hätte er etwas mehr Pepp haben können. Besonders gegen Ende hat mich sein egoistisches Verhalten schon etwas gestört. Die Liebesgeschichte der beiden war aber zuckersüß und hat sich genug Zeit gelassen, bis es z.B. zum ersten (sehr heißen) Kuss kam – Ein weiterer Pluspunkt.

Der Roman lässt sich eine Weile Zeit, bis es richtig ans Eingemachte geht. Leider fand ich besonders die ersten Kapitel nicht so mega toll, weil sie mich echt an Twilight erinnert haben. Der Umzug, die Schule, die neuen Freunde – sicher, dass ist schon alles normal so, aber das Callie und Sam sich sehen und sofort mögen, war mir einen Ticken zu viel des Guten :P Nichtsdestotrotz gefiel mir auch der ruhige Teil des Buches sehr gut. Ich fand die ganzen Erklärungen zum Setting, den Clans und den paranormalen Elementen einfach genial gemacht! Hier wurde das Rad nicht neu erfunden, aber die vielen Ideen waren doch echt gelungen. Man merkt beim Lesen auch irgendwie, dass an vielen Stellen enorm viel Recherche hinter den Informationen steckt. Die wortgewandten Kombinationen und Mythen waren nicht nur interessant, sondern haben auch eine logische Grundstruktur geschaffen.

Was ich ebenfalls sehr mochte war, dass man viel von Callies Wandlung mitbekommt. Angefangen bei den aufgedeckten Lügen, bis hin zu ihrer ersten Verwandlung und dem Training als Wölfin. Jennifer Heine hat sich bemüht alle Seiten zu durchleuchten und den Leser nicht auf dem Trockenen sitzen gelassen. Ich kenne einfach zu viele Bücher bei denen dieser Teil der Phantasie überlassen wird und hab mich deshalb über jeden Info-Happen gefreut, der die Geschichte runder gemacht hat. Die Geschichte ist atmosphärisch ruhig gehalten, hat aber mehr als einen Spannungshöhepunkt und ganz besonders das Ende und der Epilog hauen einen dann noch einmal richtig aus den Socken. Ich würde am liebsten sofort weiter lesen, denn auch, wenn dort kein echter Cliffhänger überraschte, so haben meine Gedanken zu viel Raum für Spekulationen.




Alphablut ist ein toller Debütroman, in den die Autorin viel Herz und Recherche gesteckt hat. Durchweg sympathische Figuren, finstere Gegenspieler und logisch durchdachte Erklären knüpfen neben Spannung und Liebesgeschichte an einen unterhaltsamen Plot an. Mit schwungvollem Schreibstil und vielen Höhepunkten war mir das Lesen ein echtes Vergnügen – Trotz kleiner Schwächen, die nicht zu 100% meinem Geschmack entsprachen. 

The Callie Santas Chronicles würde ich jedem empfehlen der gerne Geschichten mit paranormalen Wesen und einer süßen Liebesgeschichte sucht, die einen öfter überrascht, als man anfangs denkt!