Sonntag, 26. Juli 2015

[BUCHREZENSION] The Doublecross: (And Other Skills I Learned as a Superspy)


Titel: -
OT: The Doublecross:
(And Other Skills
I Learned as a Superspy)
Autor/in: Jackson Pearce
Genre: MG, Mystery, Contemporary
Buchreihe: The Doublecross #1
Englisch-Schwierigkeitsgrad:






Die amerikanische Autorin Jackson Pearce, geboren 1984 in North Carolina, lebt in Atlanta. Sie studierte Englisch und Philosophie und arbeitet als Tanzcoach an einer High School. Als Jackson Pearce zwölf Jahre alt war, setzte sie sich in den Kopf, unbedingt ein Buch lesen zu wollen, in dem ein schlaues Mädchen, Pferde, Tierbabys und Magie eine Rolle spielen - und da sie ein solches nirgendwo finden konnte, begann sie, sich die Geschichte selbst auszudenken und aufzuschreiben. 2009 wurden ihre ersten beiden Romane bei renommierten amerikanischen Verlagen veröffentlicht. Jackson Pearce, die laut eigener Angabe mit einer schielenden Katze und einem Hund, der ein bisschen wie ein Außerirdischer aussieht, zusammenlebt, ist auf Facebook aktiv, twittert unter und unterhält eine Website, auf der sie ihre Gedanken und Videos veröffentlicht.




Deutsch
Noch nicht erschienen.
Genaues unbekannt!

Englisch
Gebunden/ 12,30€
Seiten: 304
Verlag: Bloomsbury






Tolle Middle Grade Geschichte voller Humor und Action :)


Kurzbeschreibung

Everyone in twelve-year-old Hale's family is a spy, going way back. They've all worked for the Sub Rosa Society, an elite organization that's so top secret that new agents aren't recruited; they're born. His parents may be the ultimate spy team at SRS, but Hale isn't your typical stealthy spy-he is, as his mother puts it, "big-boned," and as some of his classmates put it, "fat." Still, he's convinced he will someday be a great field agent. After all, it's his legacy.

But when both his mother and father go missing on a secret mission-likely captured by the SRS's number one enemy-it's Hale's time to step up and (with a little help from his acrobat-cheerleader little sister) save the day.
Buchgestaltung
Als ich das Cover das erste Mal gesehen habe, war ich nicht ganz so mega begeistert. Vor allem die Farben fand ich in Kombination nicht wirklich schön. Im Nachhinein mag ich das Cover allerdings doch ganz gerne. Es passt einfach total gut zum Inhalt und so eine Tatsache hat bei mir immer ein Stein im Brett. Man sieht den Protagonisten Hale und seine kleine Schwester Kennedy – Beide sind tatsächlich so gezeichnet wie sie im Buch beschrieben werden.Die ganze Typografie ist dazu ziemlich cool und `The Doublecross´ spielt eine zentrale Rolle im Buch.
Meinung

Wahrscheinlich wiederhole ich mich bei jeder Review zu einem Jackson Pearce Buch, aber ich könnte alle Bücher der Autorin lesen und würde sie nie schlecht finden. Egal ob nun Jugendbuch oder Kinderbuch die Autorin kann einfach schreiben und dank ihres Wortwitzes habe ich immer etwas zu lachen und amüsiere mich beim lesen. Als feststand, dass Jackson Pearce als nächstes wieder ein MG Buch herausbringt, war mir das egal – Hauptsache ein neues Buch aus ihrer Feder :D

In `The Doublecross´ geht es um Hale. Er ist zwölf Jahre alt und stammt aus einer Familie voller Spione. Seine Eltern sind ziemlich berühmt als „Das Team“ und werden für die gefährlichsten und schwierigsten Missionen genommen. Seine jüngere Schwester Kennedy ist gerade einmal neun, aber auch sie ist der totale Überflieger und in allem auch noch besser als Hale. Hale selbst ist nicht gerade das, was man als typischen Spion bezeichnen kann. Er ist etwas pummelig, tollpatschig und hat nicht gerade viele Freunde. Stattdessen wird er in seiner Klasse immer Letzter, muss den Laufboten für seinen fiesen Lehrer übernehmen und die anderen machen sich über ihn lustig. Die Autorin hat Hale jedoch nicht als einen absoluten Loser ohne Selbstwertgefühl dargestellt, sondern als cleveren Jungen, der weiß was er will, nämlich ein echter Spion werden.

Was ich besonders an Hale mochte war, dass er trotz der Umstände und seiner Missgeschicke niemals aufgibt. Er kämpft für das, was er erreichen möchte – Härter als alle anderen in seinem Jahrgang und hat damit nach und nach auch Erfolg. Was Hale an Kondition fehlt, gleicht er mit seinen Einfällen und Ideen wieder aus. Seine Figur war das beste Beispiel für einen „Normalo“, der etwas erreichen kann. Ich mochte es wahnsinnig gerne, wie die Autorin Hale ins Zentrum der Geschichte gestellt hat, ohne, dass er ständig jammern musste, weil alle schlanker und besser sind als er. Das ist ihm durchaus bewusst, aber dank seines Humors und seiner Schlagfertigkeit macht Hale einen Schritt nach dem anderen und holt langsam die anderen Spione in Ausbildung ein. Ich fand es große Klasse, einen solchen Helden zu haben, der eben nicht toll, sportlich, überbegabt und in allem perfekt ist. Ich denke auch, dass viele Kinder sich mit ihm identifizieren können und Hale ihnen zeigt, dass man sich niemals unterdrücken oder selber aufgeben sollte. Ein gutes Vorbild eben.

Die Geschichte an sich erinnert wirklich etwas an die Spy-Kids Filme. Direkt zu Beginn verschwinden Hales Eltern spurlos und er und seine Schwester Kennedy wollen herausfinden, was ihnen zugestoßen ist. Bei ihrer Such enthüllen sie dann ein großes Geheimnis, was alles, an das sie geglaubt haben, in Frage stellt. Das Setting im Buch spielt in unserer Welt zur aktuellen Zeit. Neben all den Dingen, die wir kennen gibt es jedoch verschiedene Spionage-Schulen und eine ganze Sub-Kultur an Spionen direkt unter der Nase der normalen Leute. Hale lebt mit seiner Familie auf solch einem geheimen Gelände und besucht natürlich auch eine Academy, die ihn zum Spion ausbilden soll. Dort gibt es verschiedene Aufgaben, Prüfungen und Training, die man als Spion in Training durchlaufen muss. Die Informationen im Buch waren leicht verständlich und trotzdem interessant, genau wie man es bei einem Kinderbuch erwartet. Coole Techniken und Spionage-Geräte kommen nicht zu kurz, aber das Buch wirkt auch nicht damit zu überladen.

Neben Hale mochte ich auch seine Schwester Kennedy wahnsinnig gerne. Wo Hale ruhig und durchdachter handelt, ist Kennedy total quirlig, laut und wild. Auch die anderen Nebenfiguren, wie Hales neue Freunde, sein Mentor oder eben sein ehemals bester Freund waren gut ausgearbeitete Figuren, die man schnell mochte. Die Anzahl der Figuren ist recht überschaubar und aus diesem Grund munkelt man auch nicht lange herum, wenn es darum geht den Bösewicht zu enttarnen. Jüngere Kinder haben es hier natürlich nicht so leicht, wie ich als Erwachsene. Ich glaube sowieso, dass das größte Problem an Kinderbüchern für ältere Leser immer die Vorhersehbarkeit bleiben wird. Nichtsdestotrotz macht der Humor und Spaß-Faktor das alles wieder weg und man fliegt nur so durch die abenteuerliche und packende Geschichte.

Die Story ist gradlinig und gut durchdacht, hat die perfekte Mischung aus Spannung und Ruhepolen und konnte mich bis auf Kleinigkeiten von sich überzeugen. Es gibt eigentlich nichts, das ich am Roman verändern würde. Gegen Ende erlebt man ein tolles Finale und auch, wenn das Buch von der Haupthandlung her abgeschlossen ist, steht für mich nach dem Lesen fest, dass es weitergehen wird. Ich freue mich schon!





The Doublecross erfindet vielleicht nicht das Rad neu, aber ich mochte die witzige Geschichte rund um die Kinderagenten sehr gerne. Hale ist ein toller Protagonist, den man gerne durch seine Abenteuer begleitet. Freundschaft und Zusammenhalt wird hier groß geschrieben und bei den Missionen geht es super lustig oder spannend zu. Wer gerne eine Geschichte im Stil von „Spy Kids“ lesen möchte, ist hier richtig :)


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