Mittwoch, 18. Februar 2015

[BUCHREZENSION] Shutter


Titel: -
OT: Shutter
Autor/in: Courtney Alameda
Genre: YA Fantasy
Buchreihe: Einzelband!
Englisch-Schwierigkeitsgrad:






Courtney Alameda is a veteran bookseller and librarian. She holds a degree in English Literature with an emphasis in Creative Writing from Brigham Young University. She lives in Salt Lake City, Utah.




Deutsch
Noch nicht erschienen.
Genaueres unbekannt!

Englisch
Gebunden/ 14,00€
Seiten: 384
Verlag: Feiwel & Friends






Nicht wirklich ein überzeugendes, paranormales Abenteuer...



Kurzbeschreibung

Micheline Helsing is a tetrachromat—a girl who sees the auras of the undead in a prismatic spectrum. As one of the last descendants of the Van Helsing lineage, she has trained since childhood to destroy monsters both corporeal and spiritual: the corporeal undead go down by the bullet, the spiritual undead by the lens. With an analog SLR camera as her best weapon, Micheline exorcises ghosts by capturing their spiritual energy on film. She's aided by her crew: Oliver, a techno-whiz and the boy who developed her camera's technology; Jude, who can predict death; and Ryder, the boy Micheline has known and loved forever.
When a routine ghost hunt goes awry, Micheline and the boys are infected with a curse known as a soulchain. As the ghostly chains spread through their bodies, Micheline learns that if she doesn't exorcise her entity in seven days or less, she and her friends will die. Now pursued as a renegade agent by her monster-hunting father, Leonard Helsing, she must track and destroy an entity more powerful than anything she's faced before . . . or die trying.

Buchgestaltung

Das Cover ist einfach der Hammer! Ehrlich gesagt passt es inhaltlich nicht wirklich gut zum Buch, aber die dunklen Farben und der unheimliche Geist darauf haben es mir echt angetan. Shutter ist in meinen Augen allerdings der absolut falsche Titel für das Buch.

Meinung

Fangen wir mal wieder vorne an: Warum wollte ich das Buch lesen? Das ist leicht zu beantworten. In dem Roman geht es um die Nachfahren bekannter Monsterjäger bzw. Erforscher des Übernatürlichem oder solcher, die darin verwickelt worden sind. Darunter z.B. Helsing und Stoker, aber auch andere Namen, die einem bekannt vorkommen, auch, wenn man nicht gerade viel liest. Das man hier den Fokus auf eine Gruppe Jugendlicher legt, die den Namen ihrer Familie alle Ehre machen - und das in der Neuzeit - klang vielversprechend. Zusammen mit dem Cover machte es dann Klick in meinem Kopf.

Klick hat es auch besonders zu Anfang der Geschichte gemacht, denn da erleben wir hautnah mit, wie die Protagonistin und Ich-Erzählerin Micheline, zusammen mit ihrem Team, einen Geist jagt. Die Idee hinter dem Roman, mit all der Technik, dem Orden und den Begabungen gefiel mir sehr gut. Man bekommt nicht stundenlang erzählt, was Sache ist, sondern es gezeigt. Darin war die Autorin wirklich sehr gut. So war es nicht verwunderlich, dass ich bei Blut, Action und Kick-Ass-Sprüchen erst mal ganz hin und weg von der Geschichte war. Die Grundidee ist bei näherem Betrachten nichts Neues - aber hey - ich bin IMMER für Geschichten mit Jugendlichen + paranormalen Kräften/Monster zu haben. Ja, immer.

Leider musste ich schnell feststellen, dass so gut die Idee und das Setting auch ausgearbeitet waren, die Figuren dabei ordentlich auf der Strecke blieben. Micheline hat die typischen Daddy-Probleme, ist unsterblich in ihren besten Freund verliebt (was aufgrund ihrer Familienränge/Konstellation verboten ist - Überraschung) und ist dazu noch ziemlich dumm und egoistisch - Zumindest habe ich es so empfunden. Nach und nach gingen mir Micheline´s Entscheidungen gegen den Strich.

Sie stürzt sich (trotz Training) in überlegte Situationen, bringt dadurch sich und ihre Freunde in Gefahr. Das war auch der Grundstein der Geschichte, der mir ein Dorn im Auge war. Wäre Micheline vorsichtiger gewesen, hätte sich der Plot praktisch PUFF in Luft aufeglöst. Auch das Ende fand ich übelst bescheuert. Ich meine, das ganze Buch stellt man sich diesen einen fiesen Gegenspieler vor (auch, wenn man, nebenbei bemerkt, eh weiß, WER das ist) und am Ende ist alles Regenbogen, Zuckerwatte und Einhörner. Nein, danke.

Gerade die düstere Atmosphäre, die brutale Action und der Charme der berühmten Namen waren zu Beginn die fettesten Pluspunkte überhaupt. Aber die Autorin entschied sich stattdessen den sicheren Weg zu gehen. Einer voller Insta-Love, Herumgelunger, Beschreibungen und Happy End.

Ich war wirklich monströs vom Buch enttäuscht. Es ist nicht schlecht, es war "2-Sterne-OK" für mich, aber ein bittere Beigeschmack bleibt trotzdem. Ich verstehe nicht, wieso Autoren nicht mal öfter neue Wege gehen, anstatt sich an die Jugendbuch Klischees zu halten. Schade.



Nach einem super Start verlor ich rasch das Interesse an der zunehmend klischeehaften Handlung. Micheline war mir ziemlich unsympathisch, die Nebenfiguren zu oberflächlich gestaltet und der Love-Interest konnte auch nur im ersten Auftritt glänzen. Das Ganze Geister/Monster Zeug kommt ebenfalls viel zu kurz und die dummen Wenden im Roman, besonders gegen Ende konnten mich einfach nicht überzeugen.


Kommentare:

  1. Ich kann leider so gar nichts mit dem Cover anfangen. Für mich ist das mehr so in die Richtung Horror als YA Fantasy... aber gut, dass ich es eh nicht lesen werde, nach dieser Bewertung..^^

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  2. Ach Tanja, dass du so ein Bookingjay bist hat echt seine Vorteile. So bewahrst du mein armes Bankkonto davor wegen mieser Bücher geplündert zu werden xD
    Eigentlich war das Buch ja eines meiner Must Reads, aber wie schon bei ''The Red Queen'' vertraue ich deiner fachkundigen Meinung und lasse es bleiben :D

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