Donnerstag, 29. Januar 2015

[BUCHREZENSION] No Place To Fall

Titel: -
OT: No Place To Fall
Autor/in: Jaye Robin Brown
Genre: YA, Contemporary
Buchreihe: Einzelband!
Englisch-Schwierigkeitsgrad:






Jaye Robin Brown, or Jro to her friends, lives and writes in the mountains north of Asheville, North Carolina. She is fond of horses, dogs, the absurd and the ironic. When not writing, you can find her in the art room of the high school where she teaches or roaming the mountains searching for inspiration.

Her debut young adult novel, NO PLACE TO FALL, comes out in the fall of 2014 from Harper Teen. It's about dreams, singing, friendship, love, betrayal, family, and mistakes. It's also a love song to small town girls and mountain music, both of which shape the area that Jaye now calls home. 





Deutsch
Noch nicht erschienen.
Genaueres bisher unbekannt!

Englisch
Gebunden/ 13,82€
Seiten: 368
Verlag: Harper Teen









Coming-of-Age in Bestform


Kurzbeschreibung

Amber Vaughn is a good girl. She sings solos at church, takes care of her baby nephew after school, and spends every Friday night hanging out at her best friend, Devon's, house. But when Amber learns about an audition at a prestigious arts school, she decides that her dream—to sing on bigger stages—could also be her ticket to a new life. Devon's older brother, Will, helps Amber prepare for her one chance to try out. The more time Will and Amber spend together, the more complicated their relationship becomes . . . and Amber starts to wonder if she's such a good girl after all.

Then, in an afternoon, the bottom drops out of her family's world—and Amber is faced with an impossible choice between her promise as an artist and the people she loves. Amber always thought she knew what a good girl would do. But between "good" and "bad," there's a whole world of possibilities.
Buchgestaltung

Ich finde das Cover ausgesprochen schön und es passt perfekt zum Buch! Der Titel und die Karte, an der eine Stelle mit einem Herz markiert ist, entspricht einfach dem Motto des Romans: Das, was man liebt hat man meistens vor sich und man muss nicht immer in die weite, weite Welt hinaus, um ein gutes Leben haben zu können.

Meinung

Ich habe das Buch heute fast an einem Stück gelesen und beendet. Das sagt schon etwas aus, oder nicht? Normalerweise müssen Contemporary Bücher immer zwei Dinge haben, um mich zu überzeugen: 1) Humor und 2) Sympathische Figuren. Ist es jetzt seltsam, wenn ich sage, dass gab es hier nicht zu 100% und ich mochte es trotzdem? NO PLACE TO FALL erzählt die Geschichte von Amber, dem typischen, netten Mädchen von nebenan. In diesem Roman ist es allerdings nicht so, dass Amber perfekt ist. Oder ihre Familie. Oder ihr Leben. Oder irgendetwas, wenn man es genau nimmt.

Im Gegenteil: Das Buch ist ein chaotischer Haufen Chaos. Als Leser muss man sich darauf einstellen, dass es eine Menge Gefühle und Konflikte gibt, die auf einen eindreschen und wer mit so etwas nicht klar kommt, der sollte besser die Finger vom Buch lassen. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass das Buch ein Familiendrama mit kleiner Liebesgeschichte ist. Wie alle "Coming-of-Age" Romane hat das Ganze auch etwas von Selbstfindung und der Verwirklichung eigener Träume.

Ich habe etwas gebraucht, um ins Buch zu finden. Besonders der Anfang ist wirklich nicht gut gewesen. Die Autorin hat Amber mit verschiedenen Kerlen anbandeln lassen und ihre Familie hat auch einen echt falschen Eindruck gemacht. Es war aber gut, dass ich weiter gelesen habe, denn die Geschichte entpuppte sich als mehr als die vielen Anfangs-Klischees. Amber kann gut singen und möchte das gerne einmal beruflich machen. Ihre Mutter unterstützt sie dabei und das fand ich super. Nach und nach erhält man einen guten Eindruck von Ambers Familie. Ihr Vater hat ständig kleine Affären, ihre Schwester ist mit einer Art Drogendealer verheiratet und die Leute vom Sozialamt, vollen ihr das Kind weg nehmen. Dazu kommt, dass Amber sich ein paar Feinde macht und irgendwie folgte eine Weile ein Schlag nach dem anderen.

Das Buch wird besonders durch die tolle Darstellung von Freundschaft gestützt, denn durch ihren besten Freund Devon oder auch C.A. hat Amber halt und stürzt nicht ab. Die Romanze im Buch war zudem wirklich interessant und unterhaltsam. Fehler wurden in Massen gemacht und ich war zwischendurch schon etwas genervt, aber ich fand es gleichzeitig auch gut, dass man eben nicht die ganze Zeit wusste, mit wem Amber zusammen sein würde. Die Autorin spricht zudem offen über Sex in ihrer Geschichte und die lockere und realistische Art der Jugendlichen fand ich sehr gut inszeniert. Nicht, dass ihr jetzt falsche Vorstellungen habt - es gibt Sex im Buch, aber eben sehr realitätsnah.

Die Figuren hatten alle Ecken und Kanten, Hintergrundgeschichten und Probleme und dadurch war das Lesen echt eine Erfahrung wert. Neben der etwas tiefgreifenderen Thematik des Ganzen, hatte das Buch aber auch andere Seiten. Ambers Gedanken waren teilweise ganz unterhaltsam und die Dialoge hatten einfach sehr viele poetische Stellen, die inspirierend waren.

Die Atmosphäre einer Kleinstadt oder "Südstaaten Atmosphäre" wie man das wohl nennt ist mir allerdings gehörig gegen den Strich gegangen. Immer dieses "mommy" und "daddy" - sagte, tat, machte etc. fand ich ziemlich anstregend. Außerdem wurden ein paar Konflikte einfach unter den Tisch fallen gelassen und das mochte ich nicht so.



No Place To Fall hat meiner Meinung nach frischen Wind ins Genre gebracht. Mit dem durchdachten und gut ausgearbeitetem Plot, wurden die Konflikte interessant gestaltet. Die Autorin hatte eine wundervolle Art an der Realität zu bleiben. Trotz einiger Schwächen ein solides Debüt, dass mich gut unterhalten hat und zum nachdenken brachte.


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