Mittwoch, 20. August 2014

[BUCHREZENSION] Watersong - Todeslied


Titel: Todeslied
OT: Tidal
Autor/in: Amanda Hocking
Genre: YA Fantasy
Buchreihe: Watersong #3
Zur Verlagsseite:





Amanda Hocking, geboren 1984, lebt in Austin, Minnesota. Sie wurde im Zeitraum von Dezember 2010 bis März 2011 mit ihren selbst verlegten Romanen überraschend zur Auflagen- und Dollar-Millionärin. Inzwischen hat die ehemalige Altenpflegerin Filmrechte für eine ihrer Trilogien verkauft und mit dem US-Verlag St Martin's Press Verträge über mehrbändige Jugendbuchreihen abgeschlossen. Hocking gilt als derzeit erfolgreichste selbst verlegte Schriftstellerin der Welt.




Deutsch
Gebunden/ 16,99€
Seiten: 416
Verlag: cbt


Englisch
Gebunden/ 13,10€
Taschenbuch/ 7,20€
Seiten: 342
Verlag: Griffin







Der beste Band bisher, inzwischen bin ich süchtig!


Kurzbeschreibung

Dunkel die Gezeiten, ewig ihr Geheimnis

Gemmas Tage sind gezählt. Denn es ist nur eine Frage der Zeit, bis Penn sie durch ein anderes Mädchen ersetzen – und töten wird. Gemma hat nur eine Chance, den Fluch zu brechen: Sie muss das jahrhundertealte Schriftstück finden, auf dem der Sirenenbann verewigt ist, und es vernichten – selbst wenn sie damit das Leben von Thea, ihrer einzigen Freundin unter den Schwestern des Meeres, aufs Spiel setzt. Fieberhaft macht Gemma sich auf die Suche, ohne etwas von Penns teuflischem Plan zu ahnen. Und der bringt nicht nur Daniel in Versuchung, sondern auch Gemma und Harper in höchste Gefahr ...
Buchgestaltung
Cbt hat es mit der Gestaltung genau richtig gemacht: Sie ist einheitlich. Im Gegensatz zu den englischen Originalen sind die Motive der deutschen Cover zusammenpassend und darüber bin ich echt froh. Manche der englischen Motive sehen einfach nicht nach Jugendbuch aus und bei den deutschen erkennt man 1) den Zusammenhang der Reihe und 2) Spiegeln sie das Thema Sirenen wieder. Watersong – Todeslied passt auch hin vielerlei Hinsicht sehr viel besser als Tidal (in etwa: Sturm, Gezeiten...) und klingt auch einfach besser.
Meinung

Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, wo ich mit der Reihe angefangen habe und ich der Meinung war, dass diese sehr viel Potenzial besaß, das man noch nutzen könnte. Genau das hat die Autorin hier im dritten Band getan und ich war völlig überrascht wie wahnsinnig gut mir das gefallen hat. Den zweiten Teil mochte ich sehr gerne, aber Band drei ist noch mal eine andere Klasse, was den Inhalt und auch die Mythologie angeht. Amanda Hockings Schreibstil habe ich inzwischen kennen und lieben gelernt und auch hier war er wieder sehr abwechslungsreich und schwungvoll. Als Leser kann man sich einfach in jeden Charakter hineinversetzten und die Beschreibungen der Ereignisse sind immer sehr lebendig erzählt.

Dieser Teil ist wieder aus der Sicht von Gemma und Harper geschrieben, sowie einigen Kapiteln, die Daniel, Penn oder auch Thea aus ihrer Perspektive schildern. Die Charaktere sind mit in diesem Band so sehr ans Herz gewachsen, dass ich es kaum abwarten kann, bis der vierte Band erscheint. Gemma hat immer noch das gleiche Problem wie zuvor: Der Hunger der Sirene in ihr, lässt sich immer weiter abrutschen und inzwischen macht sich nicht nur ihre Schwester Sorgen um Sie. Penn und die anderen belagern immer noch ihre Stadt und lassen sie einfach nicht in Ruhe und dieses mal hat Penn es sich auch noch zum Ziel gemacht, Daniel für sich zu gewinnen, weil er ihrem Gesang aus irgendeinem Grund widerstehen kann. Harper kämpft inzwischen mit eigenen Sorgen. Sie will bald aufs College gehen, aber natürlich kann sie ihre Familie nicht einfach so im Stich lassen und Zweifel über ihre Zukunft lassen ganz schön dunkle Wolken aufziehen. Während das Buch sich dieses mal besonders damit beschäftigt, wie die Charaktere versuchen, den Fluch der Sirenen endgültig zu brechen, gab es auch mal wieder mehr zu lernen.

Die Autorin hat hier endlich mal richtig tief in die Mythologie Kiste gegriffen und flechtet ständig neue Informationen zu verschiedenen Kreaturen in die Handlung ein. Man erfährt nicht nur mehr über die Sirenen an sich, sondern auch über den Zusammenhang zur griechischen Antike und es kommen dazu noch allerhand andere mystische Wesen vor, die wahrscheinlich zu einem späteren Zeitpunkt noch wichtig sein werden. Toll fand ich auch, dass einmal mehr das Setting erklärt wurde, denn so konnte ich mir besser ein Bild davon machen, wie die ganze Story in unsere Welt passt und die Frage, ob es neben den Sirenen noch andere „Dinge“ gibt wurde auch geklärt. Das war besonders in den Phasen des Buches, als es etwas ruhiger wurde, sehr interessant zu verfolgen und ich bin gespannt, was noch alles kommt.

Wie immer war Harper aber mein Lieblingscharakter. Zusammen mit Daniel gibt sie einfach so ein süßes Paar ab und ich hatte auch das Gefühl, dass die beiden einer der stabilen Punkte in dem Buch sind, an dem sich nichts ändert. Ich habe mich riesig gefreut, dass es mehr über ihre Liebesgeschichte zu lesen gab und man auch endlich etwas über Daniels Hintergründe erfährt. Zwar geht auch die Familiengeschichte um die Fisher Geschwister weiter und das fand ich ebenfalls klasse, aber auf Daniels Story habe ich schon länger gewartet und sie hat ihn umso sympathischer gemacht. Sein Charakter war einfach so loyal und mutig und clever...jaa, da könnte man sofort dahinschmelzen :P und Harper ist sowieso die Stimme der Vernunft, der man gerne folgt. Gemma mochte ich hier auch wieder mehr, weil ich sie besser verstehen konnte. Die Autorin beschreibt gut ihre inneren Konflikte. Außerdem sieht man wieder mehr die Entwicklung in die richtige Richtung bei ihrer Figur.

Das viele bekannte Gesichter wie Alex oder Macey dabei waren rundete das Ganze dann noch mal umso schöner ab. All diese kleinen Details und Verbindungen wusste ich an dem Buch sehr zu schätzen. Da hat die Autorin gute Arbeit geleistet.

Penn und ihre Schwestern werden hier auch etwas zugänglicher. Einmal mehr kristallisiert sich heraus, wer hier die Wurzel allem Übels ist und es geht ganz schön brutal zu, wenn die Sirenen wieder Amok laufen. Was man dem Buch allerdings wieder vorwerfen könnte ist, dass erst gegen Ende so richtig Action an der Tagesordnung ist. Bei Hockings Büchern scheint die Autorin darauf zusetzen, eher ein Finale aufzubauen, als zwischendurch mal mit Schockern zu glänzen. Mich hat das aber auch kaum gestört, da ich den Rest des Buches so gelungen fand. Ist es nämlich erst einmal so weit, bleibt man am Ende wieder einmal total baff zurück, als die Konflikte eskalieren und die Charaktere vor einer neuen Herausforderung zurückbleiben.




Watersong – Todeslied ist ein gelungener dritter Band der Reihe, der mir persönlich bisher am besten gefallen hat. Die Charaktere muss man einfach lieben, der mythologische Aspekt ist einfach spannend und Amanda Hocking kann so gut wie niemand sonst unterhaltsame Dialoge und Situationen beschreiben, die einem sonst vielleicht langweilig vorkommen würden. Band vier, wo bist du nur?


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