Samstag, 24. Mai 2014

[BUCHREZENSION] So geht Liebe


Titel: So geht Liebe
OT: How To Love
Autor/in: Katie Cotugno
Genre: YA, NA, Romance
Buchreihe: Einzelband!
Quelle: Danke an den Verlag :)







Katie Cotugno landete bereits auf der Shortlist für den begehrten Pushcart Prize, bevor sie mit SO GEHT LIEBE ihr erstes Jugendbuch veröffentlichte. Sie ist eine hoffnungslose Romantikerin, liebt Mozzarella-Honig-Sandwiches, ihre kleine Schwester und ihren Freund Tom, mit dem sie in wilder Ehe in Boston zusammenlebt.




Deutsch
Gebunden/ 15,99€
Seiten: 320
Verlag: Heyne (fliegt)


Englisch
Gebunden/ 13,10€
Taschenbuch/ 7,40€
Seiten: 400
Verlag: Balzer +  Bray






Eine realistische Geschichte mit Höhen und Tiefen...



Kurzbeschreibung

Wenn die große Liebe eine zweite Chance verdient

Mit fünfzehn bringt Reena im Restaurant, wo sie nach der Schule bedient, die Bestellungen durcheinander, sobald Sawyer auftaucht. Sie steht schon immer auf ihn, ist aber viel zu schüchtern, ihm ihre Gefühle zu zeigen. Mit siebzehn kommt sie mit ihm zusammen, irgendwie, es scheint Reena wie ein verrückter Traum. Der ein paar Monate später auch schon wieder vorbei ist, für Reena allerdings nicht folgenlos: Sie ist schwanger – und Sawyer verschwindet ohne ein Wort des Abschieds. Mit neunzehn steht sie ihm im Supermarkt plötzlich wieder gegenüber, und er nimmt sie in die Arme, als sei nichts geschehen. Doch Reena ist jetzt eine andere, sie hat ihre kleine Tochter Hannah, die sie über alles liebt. Sie wird nie wieder auf irgendeinen Typen hereinfallen, der sie dann einfach sitzen lässt. Die Geschichte mit Sawyer ist vorbei – oder?
Buchgestaltung
Die Gestaltung des Buches springt durch die kräftigen Farben sofort ins Auge. Ich mag es auch wirklich gerne, wenn ein Cover nur aus dem Titel besteht und da die gewählte Schriftart richtig schön aussieht, gefiel mir das hier sehr gut. Der Titel passt meiner Meinung nach auch super zum Buch. Da es zwischen englischer und deutscher Aufmachung kaum Unterschiede gibt, würde ich sagen, sie sind beide Sieger. Je nach dem welche Farbe einem persönlich besser gefällt.
Meinung

SO GEHT LIEBE ist definitiv ein anderer Roman gewesen, als ich erwartet habe. Als ich anfing das Buch zu lesen, konnten mich sofort die wechselnden Kapitel sehr in ihren Bann ziehen. Die Geschichte wird nämlich in der Vergangenheit und Gegenwart erzählt. Gerade diese Mischung aus zwei sehr unterschiedlichen Geschichten, konnten die Charaktere unglaublich gut von mehreren Seiten beleuchten. Die Autorin hat es geschafft einen sehr strukturierten Plot durch beide Zeiten zu weben. In der Vergangenheit waren Reena und Sawyer noch Jugendliche und wir lesen über ihr Zusammentreffen, die Funken zwischen ihnen und letzten Endes auch, wie sie sich ineinander verlieben. Sehr viele Jahre später sind beide erwachsen und haben sich seit Ewigkeiten nicht gesehen. Reena hat sogar ein Kind von Sawyer, aber dieser ist damals einfach verschwunden. Das lässt Raum für viele Konflikte.

Die Szenen, die in der Vergangenheit spielen waren eher etwas für mich. Sie hatten einfach diesen typisch herrlichen Jugendbuch Touch, den ich so gerne mag. Ein lockerer Erzählstil und witzige Dialoge. Zudem waren die Ereignisse dort weniger Ernst und man erfährt einfach Unmengen an interessanten Dingen über die Figuren und ihr Leben. Ich mochte auch beide wirklich sehr gerne. Bei Reena hat es einige Zeit gedauert, bis ich mit ihrer etwas ruhigeren Art klar kam, aber sie war durchweg sympathisch. Es gab viele kleine Momente, wo ich bestens mit ihr mitfühlen konnte und sie hatte einfach eine tolle Art Dinge zu analysieren. Reena durchlebt auch einfach alle Erfahrungen, die man so macht, wenn man jung ist. Wünsche, Träume und Zukunftssorgen. Umso schöner war es dann zu lesen, wie Sawyer sie etwas aus ihrem Schneckenhaus geholt hat. Sein Charakter war auch hingegen vieler gängiger Bad-Boy-Figuren angenehm unkompliziert. Natürlich hat er seine eigene Probleme und benimmt sich nicht immer perfekt, aber ich beziehe mich hier auf die ganze Liebesgeschichte. Diese war wie etwas, dass jedem von uns auch passieren könnte: Wir treffen jemanden, verlieben uns und das Leben geht weiter.

Die Geschichte hatte in dieser Hinsicht auf wirklich viele schöne, romantische Momente, wenn sie auch in der Minderzahl waren. Da wir immer wieder zwischen der „heilen Welt“ und der Zukunft wechseln, fragt man sich als Leser natürlich eine Menge. Wieso ist die Beziehung zerbrochen? Wieso hat Sawyer Reena verlassen und was steckte dahinter? Ich wurde immer wieder neugierig, wenn ich Ereignisse, die schon geschehen sind, mit denen, die gerade passierten zusammenbringen musste. So hat man am Anfang des Romans auch immer mal wieder die Schnauze voll von Sawyer, lernt mit jeder Seite aber mehr und mehr die Hintergründe kennen. Besonders in der gegenwärtigen Geschichte gab es einfach zu viele Momente, in denen Sawyer Reena verletzt hat. Oft kam es mir so vor, als würde er aus reinem Spaß ihre Beziehung sabotieren. Mit dieser „älteren“ Version muss man also erst einmal klarkommen. Ich glaube auch, dass es ganz, ganz viel davon abhängt, wie man Sawyer findet. Denn, wem er unsympathisch ist, der wird auch das Buch nicht mögen. Genau deshalb war die Geschichte immer mal wieder das Reinste Auf – und Ab für mich. Die unterschiedlichen Versionen hatten so ihre Tücken.

Was ich zudem etwas schade fand war, dass Reena eine lange Zeit im Buch in eine Art „Jammerphase“ abrutscht. Eigentlich hat sie kein schlechtes Leben, aber Sawyers Auftauchen wirft sie so aus der Bahn, dass sich ihre Gedanken um nichts anderes drehen. Auch das war einerseits verständlich, aber mir persönlich auch ein Tick zu viel des Guten. Ich wollte zwar eine Liebesgeschichte, aber Reenas Unsicherheiten waren manchmal etwas übertrieben und leider auch nervig.

Umso schöner fand ich dafür, wie Katie Cotugno die ganze Sache mit dem Kind beschreibt. Familie und Freunde sind hier sehr wichtig und machen die Nebenhandlungen immer sehr tiefgründig und herzerwärmend. Es war einfach schön zu lesen, was es heißt andere zu unterstützen und für diese da zu sein. Die vielen Nebencharaktere waren jedenfalls richtig gut porträtiert.

Die Auflösung des Buches rückt mit jedem Kapitel natürlich immer näher. Meiner Meinung nach, hätte das Buch ruhig auch kürzer sein können. Wie es ausging...tja, das Ende und alles davor gefiel mir nicht so sehr. Sawyer tat es einfach viel zu wenig leid, Reena hat zu schnell vergeben...ich weiß auch nicht, aber da hätte die Autorin noch mehr rausholen können. Der Abschluss war einfach nicht richtig zufriedenstellend. Durch das ruhige Erzähltempo hätte ich mehr ein knalliges Finale erwartet, bei dem die Konflikte noch einmal besser aufgegriffen werden.




SO GEHT LIEBE ist eine Liebesgeschichte, welche die Autorin auf eine sehr spezielle Weise niedergeschrieben hat. Der Wechsel der Zeiten gefiel mir sehr gut, ebenso wie der schöne Schreibstil. Alles im Buch hat Stärken und Schwächen, weshalb ich beim Lesen ein wenig Achterbahn gefahren bin. Alles in allem mochte ich die Charaktere und auch die Handlung sehr gern, trotzdem hat das Hin und Her mit so vielen Jahren dazwischen auch zur Folge gehabt, dass die Konflikte auf der Strecke blieben.


Wenn ihr eine Story ohne Kitsch möchtet, greift ruhig zu.




Kommentare:

  1. Ich hab 3/5 Punkten vergeben, fand es also ein kleines bisschen schlechter als du. Insgesamt war's aber auf jeden Fall eine nette Lektüre :)

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  2. Hmm ich hab das Buch in der Leihbibliothek entdeckt und hab dann drübe nachgedacht, ob ichs lesen soll. Du weißt ja, Contemporary ist nicht gerade mein Steckenpferd und wenn du dann schon keine soo hohe Wertung zückst. Ich glaube ich passe und krame vielleicht endlich einmal "^" aus dem SuB raus^^

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