Donnerstag, 3. April 2014

[BUCHREZENSION] Ostwind - Rückkehr nach Kaltenbach


Titel: -
OT: Rückkehr nach Kaltenbach
Autor/in: Lea Schmidbauer &
Kristina Magdalena Henn
Genre: Kinderbuch, Pferde
Buchreihe: Ostwind #2
Quelle: Danke an den Verlag :)








Lea Schmidbauer wurde 1972 in Starnberg am Starnberger See geboren. Sie studierte ein paar Semester Amerikanische Kulturgeschichte bevor sie sich an der Filmhochschule in München bewarb. Sie wohnt in München und als Teilzeitlandwirtin in einem kleinen Dorf in Mittelfranken. Seit 2007 schreibt sie zusammen mit Kristina Magdalena Henn Drehbücher, unter anderem die romantische Komödie „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“ und zuletzt das Pferdeabenteuer „Ostwind“. „Ostwind – Rückkehr nach Kaltenbach“ ist die Fortsetzung ihres Originaldrehbuchs in Romanform und gleichzeitig ihr Debüt als Schriftstellerinnen.

Kristina Magdalena Henn wurde 1977 in Trier an der Mosel geboren. Nach einem Rucksackjahr in Australien begann sie ihr Studium an der Filmhochschule in München, wo sie seit dem lebt, arbeitet und bei jedem Wetter in der Isar badet. Seit 2007 schreibt sie zusammen mit Lea Schmidbauer Drehbücher, unter anderem die romantische Komödie „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“ und zuletzt das Pferdeabenteuer „Ostwind“. „Ostwind – Rückkehr nach Kaltenbach“ ist die Fortsetzung ihres Originaldrehbuchs in Romanform und gleichzeitig ihr Debüt als Schriftstellerinnen.





Deutsch
Taschenbuch/ 9,99€
Seiten: 244
Verlag: cbj


Englisch
Deutsche
Originalausgabe!




Besser geht ein zweiter Teil gar nicht! :D



Kurzbeschreibung

Das große Wiedersehen

Mit ihrer besten Freundin Fanny fährt Mika in den Sommerferien zum Gestüt ihrer Großmutter Maria Kaltenbach. Sie ist überglücklich, endlich wieder bei Ostwind zu sein. Doch dann stellt sich heraus, dass Gut Kaltenbach kurz vor der Pleite steht! Zudem entdeckt Mika unerklärliche Wunden an Ostwinds Bauch. Was haben der benachbarte Pferdehof und der Junge Milan damit zu tun?
Buchgestaltung
Von der Aufmachung her gleich das Buch, bis auf das Cover fast dem ersten Band und ich finde super, dass man so die Zugehörigkeit einer Reihe erkennt. Mika und Ostwind sind auch hier wieder zu sehen und mehr Bezug zum Inhalt könnte ein Motiv auch einfach nicht haben. Vor jedem Kapitel gibt es den Schatten eines Pferdes und dadurch wird die Innengestaltung noch einmal abgerundet.
Meinung

Ihr kennt Ostwind nicht? Dann wird es aber Zeit! Ihr seid eigentlich gar keine Fans von Pferden oder wisst irgendetwas mit diesen Tieren anzufangen? Ach, vollkommen egal! Ostwind – Rückkehr nach Kaltenbach ist ein wunderbarer Roman für jung und alt, der einfach von der ersten Seite an Spaß macht, egal, ob man ein Pferdefan ist, es noch werden will oder noch nie ein Buch mit diesem Thema in den Händen gehalten hat. Da die Vorgeschichte ebenfalls ein richtig tolles Buch ist, sollte man aber vielleicht doch zum ersten Teil greifen, obwohl hier auch noch einmal kleine Details erneut erklärt werden, sodass man auch bedenkenlos einfach die Fortsetzung lesen kann. Die Geschichte dreht sich hauptsächlich um Mikas Rückkehr nach Kaltenbach und all die vielen Probleme, die das Gestüt und auch Ostwind zu haben scheinen.

Und obwohl Ostwind sich eigentlich an ein jüngeres Zielpublikum richtet, so ist der Schreibstil der beiden Autorinnen erfrischen flüssig, herrlich amüsant und auch sehr abwechslungsreich, wie ich fand. Das bei einem Kinderbuch hinzubekommen ist schon irgendwie ein Kunst. Kaum waren die ersten zwanzig Seiten gelesen, konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lachen, weil die bissigen Sprüche von Mika und auch ihre Gedanken einfach richtig witzig sind. Mika ist sowieso ein Mädchen, mit dem sich viele sicher identifizieren können. Sie ist eine kleine Rebellin, hält nicht viel von Regeln und bringt sich deshalb oft in Schwierigkeiten. Im Grunde hat sie aber ein weiches Herz, ist ihren Freunden treu und würde alles für ihre Großmutter tun. Ostwind steht natürlich auf ihrer Prioritätenliste ganz weit oben, weshalb ihre Freundin Fanny, die Mika auf ihrem Abenteuer begleitet ziemlich oft einiges zurückstecken musste. Manchmal tat sie mir richtig leid, obwohl man auch weiß, dass es gar nicht Mikas Absicht ist, sie durch ihr Verhalten zu verletzten.

Das Buch baut die Spannung ab dem ersten Kapitel direkt auf. Man weiß einfach, dass etwas auf Kaltenbach nicht stimmt und viele kleine Hinweise machen die Suche nach Antworten zu all den Rätseln sehr packend. Einmal angefangen, lässt sich das Buch einfach schwer wieder aus der Hand lesen. Das liegt besonders an der perfekten Mischung aus den lustigen Szenen, den ernsten und den vielen Dingen, die man während des Lesens einfach dazu lernt. Wie wichtig Freundschaft ist oder dass man manchmal die Wünsche anderer Leute über seine eigenen stellen muss.

Ich war teilweise richtig mitgenommen über die Entwicklungen, die hier stattfanden, denn man merkt der Geschichte deutlich an, dass sie ein wenig ernster geworden ist und hier viele Menschen und Tiere richtig Not leiden. Mika war natürlich Feuer und Flamme, wenn es darum ging einen Dieb zu fassen, Tieren das Leben zu retten oder aber auch dem Geheimnis ihrer Großmutter auf die Spur zu kommen. Auch Sam ist wieder mit von der Partie und zusammen mit Fanny haben die drei ein sehr unterhaltsames Team gebildet! Was ich auch einfach richtig schön fand war die Tatsache, dass hier auch erste Gefühle mit im Spiel waren. Schmetterlinge im Bauch, wildes Herzklopfen – Hier verdreht nicht nur Ostwind Mika den Kopf! Und auch ihre beste Freundin steht ziemlich schnell zwischen ihrem Zeitungsartikel und der ersten Liebe. Ich als Erwachsene fand das sehr süß und realistisch umgesetzt.

Die Beschreibungen vom Gestüt, den Reitszenen und auch den Events gefielen mir wirklich gut. Man fühlt sich einfach an Mikas Seite versetzt und wenn man wie ich nicht so viel Ahnung von Reitsport an sich hat, erfährt man viele interessante Dinge. Allgemein ist die Geschichte sehr authentisch geschrieben und unterscheidet sich deutlich von anderen des Genres. Es passiert einfach so wahnsinnig viel.

Man muss auch den Film vom ersten Teil gar nicht kennen, um die Bilder vor seinen Augen lebendig werden zu lassen, denn das schaffen die Autorinnen auch so sehr gut. Natürlich muss man den trotzdem gewesen haben, weil er mit seiner Musik und der schönen Atmosphäre einfach genau ins Herz trifft :P Im Gegensatz zum ersten Teil ist das Buch auch nicht mehr so vorhersehbar. Besonders die letzten Szenen waren voller Überraschungen und ließen mich sogar den Atem anhalten.




Ostwind ist einfach eine Empfehlung wert! Sympathische Charaktere, eine Portion Humor und eine fesselnde Geschichte machen das Buch zu einem Abenteuer für groß und klein – Nicht nur ausnahmslos für Pferdefans. Nehmt euch einfach Zeit um Mika und Ostwind kennenzulernen, ihr werdet es nicht bereuen :)


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