Samstag, 30. November 2013

[Schatzkiste ] Me, Earl & The Dying Girl Shitstorm


Für dieses Buch habe ich mich bei einer Notizbuch Aktion angemeldet und ich habe mich sehr darauf gefreut es zu lesen, weil die Geschichte vom Klappentext her wirklich toll klingt. Nach einem ersten Blick ins Buch und dem Lesen der Kommentare der anderen, war der erste Eindruck positiv. Aber dann habe ich selber die Nase ins Buch gesteckt und schon allein das Vorwort hat mich wahnsinnig gemacht. WAHNSINNIG!




Okay, Leute, fangen wir beim Vorwort an. Der Autor hat versucht hier etwas zu schreiben, das wohl witzig sein sollte. Er wollte eine Einleitung, die man nicht so schnell vergisst. Schön und gut, aber meine Fresse, anstatt sich mal Gedanken zu machen, fängt das Buch mit dem Satz an "Ich habe keine Ahnung, wie ich dieses dumme Buch anfangen soll" - JACKPOT! Gefolgt von Aussagen wie: "Das Buch ist scheiße, ich hab keine Ahnung, warum ich den Scheiß schreibe und wenn ihr das lest seid ihr krank und solltet euch besser die Augen raus stechen." Danke für den Tipp, denn, wenn ich so etwas lese, habe ich wirklich große Lust mir die Augen auszustechen, vielen Dank Mr. Andrews. Ich hab echt keine Ahnung, wieso man so etwas in ein Buch schreibt, aber mir war der Autor sofort unsympathisch. Dann gab es auch noch Metaphern in Verbindung mit "Ich bin ein shitty Autor", ein Beispiel: 


"The cancer had taken her eyeballs, yet she saw the world with more clarity than ever before. Barf. Forget it" - S. 3


Wir werden großzügig aufgefordert zu kotzen und es dann zu vergessen. Danke, Mr. Andrews. Vielen Dank. Aber eine Einführung in ein Buch, die so dermaßen schlecht ist, kann ich mir leider nicht aus dem Gehirn kotzen. Ich muss jetzt also alternativ versuchen, weiterzulesen, in der Hoffnung, dass die schlechten Erinnerungen von noch schlechteren überlagert werden. Wahrscheinlichkeit der Erfüllung dieser Option: 100%.

Einigen anderen ging es nicht so. Die fanden es toll. Seht ihr, Meinungsfreiheit und alles. Ich frage mich nur, ob die anderen Teilnehmer des Notizbuchs noch ihre Augäpfel beisammen haben? Das dürfte sich später in den Kommentaren klären, Freunde xD

Hier noch ein paar Beispiele aus späteren Stellen:



"I can't believe you're still reading this. You should smack yourself in the face a couple of times right now, just to complete the outstandingly stupid experience that is this book."
— S. 84

"You can take pretty much any sentence in this book and if you read it enough times, you will probably end up committing a homicide."
— S. 157





Stellen wir uns die Frage: Worum geht es in dem Buch. Wir haben Greg und seinen Freund Earl und dann ist da noch das sterbende Mädchen. Unerwartet, ich weiß. Unerwartet. Greg und sein Freund Earl machen Filme. Sie sind alles andere als gut darin, wie das ganze Buch über immer wieder erklärt wird. Wenn wir ehrlich sind Mr. Andrews sind die beiden die schlechtesten Amateur-Filmer aller Zeiten, denn filmen ist echt das letzte, was sie tun. 


MEET GREG RAT.

Greg Rat ist ein Nerd. Er ist ein Looooser, hat keine Freundin, seltsame Gewohnheiten und hat sich deshalb die ganzen Ferien über gelangweilt und nur daran gedacht, wie scheiße das Wetter doch war. Eine äußerst interessante Definition, wie ich finde und wahrhaftig kein Klischee. Nerd. Jocks. Cheerleader. Anscheinend wimmeln die amerikanischen High Schools nur so von Menschen, die keine Persönlichkeit besitzen, sondern in Schubladen leben. Greg Rat ist genau so jemand. Er hält sich für sehr schlau und lästert erst einmal über das High School Leben an, dann die Gruppen der unterschiedlichen Schüler und dann setzt er noch eins oben drauf, weil er sagt, er würde sich mit all diesen Leuten gut verstehen.

Greg Rat ist also ein Nerd-Loser-Guru. 



Gregs Rats Weisheiten 1x1 der ersten Kapitel!

*Menschen mit dicken Augenbrauen sind Monster!
*Du musst andere ausnutzen, darfst aber nicht ihr richtiger Freund sein!
*Awsome ist ein uncooles Wort und sollte nicht verwendet werden!

Mit diesen drei Tipps sollte euer Schulleben schon heute besser sein!!!

Kurz nachdem man Greg kennenlernt, schaltet der Autor in einen Drehbuchmodus. Das passiert im Verlauf der Geschichte häufig, ist ätzend und meiner Meinung nach sinnlos. 

Es folgt ein Dialog, der zu 80% aus HAHAHAHAHAHA besteht. Haha...NICHT!



Gregs Rats Intelligenz wird durch den fehlender IQ seiner Mitmenschen angehoben. Clever, sehr clever. Mr. Andrews beherrschte es eine emotionale Tiefe der Charaktere zu beschreiben, da wurde mir ganz warm ums Herz. Fucking perfect.

Im nächsten Kapitel darf uns der Nerd-Loser-Guru, dann seine lange, laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaange Historie von Erlebnissen mit Mädchen näher bringen. Und das ist eines dieser Kapitel, in denen man einfach merkt, das Greg Rat eine Person ist, die man in heutiger Zeit ein Arschloch nennt. Vorzugsweise auch ein egoistisches, widerliches Arschloch mit Null Mitgefühl oder Reue in den Knochen. 


Mädels, aufgepasst! Hier lernt ihr Dinge über euch selbst. Wusstet ihr schon...

...das wir nur auf gut aussehende Kerle stehen und auf innere Werte scheißen?
...das wir nur auf Kerle stehen, die so selbstbewusst sind, dass sie uns für doof halten?

Diese zwei Weisheiten haben mein Leben so viel besser gemacht. Endlich kann ich Bücher wie Shades of Gray oder Rush of Love lesen, denn ich weiß ja endlich, was gut für mich ist! Ich brauche nicht mehr als einen heißen Kerl, der mich schlecht behandelt, um glücklich zu sein. Das Loch in meinem Herzen kann endlich gefüllt werden! JUHU!


Jaaaaaaaaaa...machen wir mal weiter, Kinder.

Da "Greg" sich selber als Ratengesicht beschreibt und sich einfach wie eine benimmt, nenne ich ihn jetzt nur noch Rat. Nur, falls ihr euch inzwischen nach einer Erklärung gesehnt habt. 

Jungs, aufgepasst! Hier lernt ihr Dating-Ratschläge von Rat...

...immer in der Nase popeln, wenn ihr dem Mädchen eurer Träume winkt!

...wenn ihr das Mädchen eurer Träume nicht haben könnt, nehmt einfach ihre beste Freundin! Das stellt ihr an, in dem ihr diese beleidigt. Immer und immer wieder, egal, wie sinnlos das Ganze ist. Vorzugsweise sucht ihr euch eine Madison, dann könnt ihr es wie Rat machen und sie Fat-ison rufen! HURRAY! BONUS: Ihr könnt Fat-ison dann noch sagen, dass sie ein Gehirn wie ein Dino hat und ein zweites in ihrem Hintern. TOTALLY CLASSY!

...wenn die Leute dann anfangen zu denken, ihr würdest total auf Fat-ison stehen und eurer Ruf steht auf dem Spiel, fangt an sie grundlos zu hassen! So richtig hassen.

...dann lügt ihr sie an, damit ihr sie endlich los werdet!

Jetzt habt ihr never ever das Mädchen eurer Träume!




Da gab es noch mehr solcher Geschichten. Die Dinge, die da oben stehen hat Rat 
übrigens wirklich alle gesagt/gedacht/getan. Das war keine künstlerische Freiheit. 

An dieser Stelle habe ich ein paar Seiten übersprungen.

Dann gab es eine Drehbuch-Unterhaltung, in der Rats Mom ihm von Rachel erzähl. Rachel war früher mal so etwas wie Rats Freundin und hat nun Leukämie. Das ist richtig beschissen und natürlich fühlt man sofort für dieses unbekannte Mädchen mit. Rat? Tja, Rat denkt daran wie super heiß sie früher war und weil er vorher Pornos angeschaut hat, muss er seinen Ständer vor seiner Mom verstecken. Bis zu dem Moment als er seiner Mutter auf die Brüste starrt und sie merkt, das da in einem Oberstübchen immer noch auf Porno geschaltet ist. Es reißt einen ja nicht aus der Traumwelt, wenn man so schlechte Nachrichten hört. Nope. Das müssen ja ein paar richtig geile Pornos gewesen sein. 


Rat kontaktiert darauf Rachel. Die Unterhaltung fängt damit an, dass er sagt, er will mit ihr abhängen und sie fragt, warum. Rat sagt: Du hast Krebs und wir nicht mehr viel Zeit. Das alles findet über einen Chat statt. Sehr persönlich, wo man sich Jahre nicht mehr gesehen hat. Rachel ist auch verdammt wütend, weil Rat sich nur wegen dem Krebs mit ihr treffen will. Rachel serviert Rat deshalb eiskalt ab. Trotzdem führen sie danach merkwürdige Unterhaltungen, die aus HIs, YOs und EHMs bestehen. YAY...NICHT.

Dann bleibt das Thema erst mal so liegen und wir lernen Rats Familie kennen.

Ich dachte schon bei dem Jenny Downham Buch Bevor ich sterbe, würde die Protagonistin ihre Familie nicht wertschätzen und in den Dreck ziehen, aber was Rat sich hier erlaubt hat, war richtig nett.

Der Vater


Spezies: Irrer ohne Verstand
Hobbies: Im Stuhl schaukeln und Wand anstarren
Rats Theorie: Ehemaliger Säufer & Drogenjunkie

Der Vater ist eigentlich Professor an der Uni, 
aber so wird er von Greg beschrieben.

Die Mutter


Spezies: Ex-Hippie
Hobbies: Jugendliche nach Israel schicken, damit sie ihre Jungfräulichkeit verlieren.
Rats Theorie: Israel, where Virginity goe to die. Israelis get it on. (S. 49)

Die Mutter ist eigentlich Jüdin und hatte mal einen israelischen Freund, an den sie ihre Jungfräulichkeit verloren hat. Sie arbeitet für eine Organisation, die Jugendliche nach Israel schickt, damit sie dort etwas über ihre Herkunft lernen. Niemand kommt unberührt zurück.



Die Schwestern

Gretchen:


Spezies: Große Schwester
Hobbies: Ratet mal
Rats Theorie: Unnötiges Miststück

Grace: 


Spezies: Kleine Schwester
Hobbies: Die Katze lieben und wie einen Mensch behandeln
Rats Theorie: Man sollte Katzen nicht wie Menschen behandeln. Gestörtes, 
kleines Kind hätte gar nicht erst geboren werden sollen. Sie ist ein einziger Unfall.



Dann gibts noch Gamma-Gamma, die Großmutter. Uninteressant.

Anschließend geht es mit einem Gespräch weiter, dass Rats Mom anführt. Denn diese will ihren Sohn ZWINGEN Krebs-Rachel anzurufen und was mit ihr zu machen. Die waren ja mal Freunde und so. Ohne Witz, die Mutter ZWINGT ihn dazu. Daraufhin findet ein Telefonat zwischen Rat und Krebs-Rachel statt. In diesem, lügt und manipuliert Rat Rachel so weit, dass sie denkt, er wäre in sie verknallt und damals wäre der Kontakt wegen ihr abgebrochen.



Leute, ich muss euch warnen. Wir befinden uns erst auf S. 58.

DER BESTE FREUND EARL

Wenn man sich denkt, dass Rat schon ein verabscheuungswürdiger Charakter ist, dann muss man sich vor Earl noch mehr in Acht nehmen, denn Earl ist wirklich gestört. Im Ernst, der Junge hat irgendein psychisches Problem. Die Unterhaltungen zwischen ihm und Rat bestehen nur aus frauenfeindlichen Witzen, Wörtern wie Pussy oder Boobs und der Widerlichkeits-Grad des Ganzen ist wirklich kaum zu beschreiben. Ich habe ja schon festgestellt, dass der Autor ein Faibel für die Wörter Suck, Ehm, Boobs und Boner hegt, aber das wurde in den kommenden Kapiteln noch mal deutlicher.

Rat will Earl sagen, dass Krebs-Rachel Krebs hat. Seine Antwort:

S.59/60

"Are you gonna eat her pussy?" 
"Yeah, Earl, i´m going to eat her pussy."
"Heh."
"Yeah."
"Do you even know how to eat pussy?"
"Uh, not really."
"Papa Gaines never sat down, said, Son, one day you gonna have to eat pussy."
"No. But he did teach me how to eat a butthole."




Earl hat einen Gross-Out-Mode, den er nie abstellt. Im Prinzip IST er also ein einziger Gross-Out-Mode, der keineswegs amüsant ist, sondern wie Mr. Andrews erkannt hat:


Rat zählt dann erstmal Earls Probleme auf. Zusammenfassend kann man sagen, dass Earl ein Drogen-Problem hat (seine Familie dealt damit), ein Messi ist (seine Familie lebt im Müll) und er aussieht wie ein Penner (er ist genauso hässlich wie seine ganze Familie.)


Danach fängt Rat an Krebs-Rachel zu besuchen. Er chit-chattet ne Runde mit ihrer Mutter Denise und diese hält ihn ja für soooooooooooo witzig, weil Rat ist einfach der witzigste Mensch, der Welt.

"Im illegal in twelves states" - Rat, S. 69


Du bist ein illegaler Mensch und musst vernichtet werden.


BONUS-RUNDE!!!

The RATs Three-Step Method Of Seduction

1. Lurch into girl´s bedroom pretending to be a zombie.
2. Go for a first pound.
3. Suggest that you habitually masturbate all over pillows.


- S. 73


Meine Güte, der Junge ist mit sympathisch!!!
ER IST SO FUCKUNG FUNNY!!!



Ihr könnt euch beim besten Willen nicht vorstellen, wie sehr.


ABER, es wird noch besser, denn Rat nennt Rachels zu Hause von nun an...

...CANCERLAND.

Er und Earl führen tiefgründige Gespräche über Krebs-Rachels Zustand. 
Er und Rachel führen tiefgründige Gespräche über Krebs-Rachels Zustand.

Ich möchte noch mal anmerken, dass bis hier nicht mal die Rede vom erwähnten Filme (siehe Klappentext) war. DIE SCHLECHTESTEN FILME-MACHER ALLER ZEITEN.

Die Kapitel über Earl habe ich einfach übersprungen und nichts verpasst.

Weiter geht es wieder in der Schule mit Rats pseudo-Wissen.

Die Lektion über Mädchen Bitches.

Es gibt nämlich die bösen, super heißen Mädchen Bitches und die guten super heißen Mädchen Bitches. Hier wird dann zu Fat-ison zurückgeleitet, denn die war früher Krebs-Rachels Freundin und nachdem diese nun weiß, das Krebs-Rachel Krebs hat, kommt sie wieder an und BAM die Freundschaft von damals ist wieder hergestellt.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich zu diesem Haufen an Charakteren sagen soll. Rat war von Anfang an ein manipulatives Arschloch, der andere Menschen ausnutzt und benutzt, wie es im passt. Mir ist noch nie ein Buch begegnet bei dem aber alle Figuren so dermaßen bei mir abgekackt haben. Das Earl widerlich ist und keine Eigenschaften hat, habe ich ja schon festgehalten. Rachel definiert sich nur über ihre Krankheit und die Nebenfiguren kommen und gehen, wie sie wollen. Das alles hat so wenig Sinn gemacht wie fliegende Schweine.


Da wird man einfach selber total irre beim Lesen.


Obwohl die Jugendlichen keine Gemeinsamkeiten haben und es Null Grund gibt, warum sie alle plötzlich zusammen abhängen (außer Krebs-Rachels Krebs) tun sie es einfach. Normalerweise könnte das in einer Geschichte eine schöne Thematik sein, aber hier war das einfach so mega sinnlos. Der vulgäre Schreibstil konnte da nichts draus machen.

Man hat auch einfach gemerkt, dass im Notizbuch zwischendurch keiner mehr etwas geschrieben hat, weil die Dinge, die man hätte sagen können sich einfach nur wiederholten.

Irgendwann danach gab es dann ein Kapitel über einen Lehrer, der kifft. Woraufhin Rat und Earl auch eine Runde kiffen und so bekifft bei Rachel auftauchen und sich einfach benehmen wie die letzten Arschlöcher. Rachel sitzt aber einfach (IMMER!) nur da und nimmt es hin.

Ich habe mich ununterbrochen gefragt, wo denn der Sinn lag.

Beim Erzählen von einfach ALLEM. Es war zum Heulen.


Irgendwo beim Überfliegen der Seiten habe ich noch mitbekommen, dass Rat mit seinen Eltern über das College redet und das er niemals irgendwie angenommen wird. Das war ein sehr kläglicher Versuch Tiefgang zu erzeugen. Es gab dann noch mehr Infos über alles mögliche (nur nicht den Film) und noch mehr Gespräche (nur nicht über den Film).

Ich konnte ganze 20 Seiten überspringen und hatte nichts verpasst!

Wir befinden uns nahe S. 191...das Ende naht leider noch nicht.


Der Autor betont immer wieder, dass es er HASST über Krebs-Rachels Zustand zu sprechen, tut dies aber immer wieder. Welch ein aufopferungsvoller Sadist. Es wird ein wenig erklärt, was Leukämie ist und das war eines der wenigen Kapitel, die wirklich mal ein bisschen Inhalt hergegeben haben, der nicht total scheiße und uninteressant war. 

Der Kiffer-Lehrer erteilt Rat Ratschläge fürs Leben
Rat erinnert sich, dass er Rachel nicht liebt, sondern nu so tut.
Earl glänzt wieder durch Abwesenheit.
Der Film wurde noch immer nicht angesprochen.


Auf S. 216 (von 280 mal nebenbei bemerkt) geht 
das Brainstorming für den Film dann ENDLICH mal los...

Die beiden Jungs haben ach so tolle Ideen für den Film. Eine davon wäre z.B. alle Schüler der Schule dazu zu bringen Krebs-Rachel gute Besserung zu wünschen. Die beiden laufen also durch die Gegend und tun genau das. Daraufhin entsteht eine seltsame Liste mit Besserungswünschen für Krebs-Rachel, die sich liest wie die-Liste-der-endlosen-Lügen.

Schwachsinnigste Idee Ever, Leute.


Irgendwann rastet Earl dann aus, weil selbst Mr. Gross-Out-Mode die Schnauze voll von Rat hat, der Krebs-Rachel behandelt als sei sie eine schwere Bürde, obwohl das Mädchen inzwischen eine gute Freundin geworden ist und zudem noch sterben wird. Aber Rat ist auch das egal. Ihm ist ja so ziemlich alles egal, außer seiner perversen Seite. 

Um das Ende mal kurz zu machen. Rachel stirbt natürlich, während man kaum etwas von ihrem Leiden oder der Chemo mitbekommt. Traurig war das Ganze für mich nicht, weil ich einfach nie Bezug zu ihr oder der Handlung hatte. Am Ende musst Rat ihr noch versprechen (so ganz typisch Krebs-Buch) dass er seinen Träumen nachjagt und sein Leben lebt. Der Film wird dank den Müttern der beiden dann der ganzen Schule aufgezwungen, die ihn richtig mies fand und das Buch endet mit mehreren "Aftermaths" die erzählen, wie schlecht es Rat nach Krebs-Rachels Tod ging. Im Grunde reißt er sich aber irgendwann zusammen und lebt sein leben als widerliches, egoistisches und manipulatives Arschloch weiter. 


Best. Story. Ever.

Jemand ein Marshmallow? Gott, ich brauche die ganze Tüte. 

Schneller, Glumander - SCHNELLER! 


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P.S. Bitte verzeiht mir etwaige RS-Fehler, aber mein Gehirn hat sehr unter dem Schreiben dieses Posts gelitten, mit dem ich gestern Nacht, nach Beenden des Buches angefangen habe.


Freitag, 29. November 2013

[BUCHREZENSION] Cold Spell


Titel: -
OT: Cold Spell
Autor/in: Jackson Pearce
Genre: Ya, Fantasy
Buchreihe: Fairytale Retellings #4
Quelle: Kauf :)






Die amerikanische Autorin Jackson Pearce, geboren 1984 in North Carolina, lebt in Atlanta. Sie studierte Englisch und Philosophie und arbeitet als Tanzcoach an einer High School. Als Jackson Pearce zwölf Jahre alt war, setzte sie sich in den Kopf, unbedingt ein Buch lesen zu wollen, in dem ein schlaues Mädchen, Pferde, Tierbabys und Magie eine Rolle spielen - und da sie ein solches nirgendwo finden konnte, begann sie, sich die Geschichte selbst auszudenken und aufzuschreiben. 2009 wurden ihre ersten beiden Romane bei renommierten amerikanischen Verlagen veröffentlicht. Jackson Pearce, die laut eigener Angabe mit einer schielenden Katze und einem Hund, der ein bisschen wie ein Außerirdischer aussieht, zusammenlebt, ist auf Facebook aktiv, twittert unter und unterhält eine Website, auf der sie ihre Gedanken und Videos veröffentlicht.



Deutsch
Noch nicht erschienen.
Genaueres unbekannt!

Englisch
Gebunden/ 11,14€
Seiten: 336
Verlag: Little Brown





Typisch Jackson Pearce, aber nicht ihr bestes Werk...


Kurzbeschreibung

Kai and Ginny grew up together--best friends since they could toddle around their building's rooftop rose garden. Now they're seventeen, and their relationship has developed into something sweeter, complete with stolen kisses and plans to someday run away together. But one night, Kai disappears with a mysterious stranger named Mora--a beautiful girl with a dark past and a heart of ice. Refusing to be cast aside, Ginny goes after them and is thrust into a world she never imagined, one filled with monsters and thieves and the idea that love is not enough. If Ginny and Kai survive the journey, will she still be the girl he loved--and moreover, will she still be the girl who loved him?
Buchgestaltung
Obwohl die Covergestaltung innerhalb der Reihe geändert wurde und ich so etwas immer doof finde, mag ich die neuen Cover der Reihe trotzdem sehr gerne. Es sieht nicht nur total schön aus, sondern passt auch perfekt zu dem Märchen, dass Jackson Pearce dieses Mal neu erzählt: Die Schneekönigin. Dabei spielt der Spiegel, der zerbricht eine entscheidende Rolle. Cold Spell ist dazu ein wunderbarer Titel.
Meinung

Ich bin und bleibe ein großer Fan von Jackson Pearce, aber leider muss ich sagen, dass ich dieses Mal etwas enttäuscht wurde. Der Satz kommt mir selber bekannt vor – warum? Weil ich so etwas ähnliches bereits bei Fathomless auch gesagt habe. Im Gegensatz zu dem Vorgängerband der Autorin, finde ich persönlich aber, dass Cold Spell ihre bisher schwächste Leistung ist. Versteht mich nicht falsch, das Buch war gut, ich mochte es aus vielen Gründen, aber mir wurde auch schnell klar, dass es Sisters Red oder Sweetly einfach nicht das Wasser reichen konnte.

Cold Spell erzählt die Geschichte von Ginny und ihrem Freund Kai. Was ich sofort mochte war der Schreibstil, der sich bei dieser Geschichte doch etwas verändert hat. Die kalte Atmosphäre des Märchens war direkt vorhanden und konnte mich in ihren Bann schlagen. Ich war richtig geflasht von der Art und Weise, wie Jackson Pearce hier immer wieder hat Metaphern einfließen lassen, die mit dem Winter gespielt haben. Das Ganze kam sehr magisch und mystisch rüber und das Gefühl die Spannung in der Luft greifen zu können war etwas Besonderes. Man wusste einfach, bald wird etwas ganz, ganz Schlimmes geschehen – und das tat es auch.

Das Wunderbare an Jackson Pearce´ Nacherzählungen sind, dass sie nur minimal an die Originalgeschichten angelehnt sind. Man hat hier nicht wirklich den Überblick, über die Dinge, die als nächstes passieren könnten, weil sich der Plot kaum an den üblichen Handlungsverlauf gehalten hat. Das hat die Geschichte immer wieder interessant gemacht. Natürlich gab es wesentliche Elemente, die eben nicht fehlen durften, um das Märchen erkennbar zu machen und das war auch gut so.

Was ich zum Beispiel gelungen fand, waren die kurzen Kapitel aus der Sicht der Schneekönigin, die Einblick in deren Motive geboten haben, sowie ihre Hintergründe. Ginny sieht sie nämlich ausschließlich als Feindin an, nachdem sie Kai entführt und das war eine gute Methode, um diesen Charakter den Lesern noch etwas näher zu bringen.

Die ganze Liebesgeschichte mit Ginny und Kai war auch sehr süß. Die Autorin ist nicht bekannt dafür eine rosarote Brille zu tragen und das war hier zum Glück auch nicht der Fall. Die beiden sind zwar zusammen und man sieht viel von ihrer Beziehung, aber die Liebesgeschichte ist eben doch nebensächlich. Was ich immer sehr gerne an den Büchern der Autorin mag, sind die vielen Seitenhiebe auf ihre anderen Romane und davon gibt es hier vielleicht sogar zu viel. Ich verstehe durchaus, was die Autorin hier versucht hat und meistens fand ich die Erklärungen gut eingebaut, aber mir persönlich war es einfach ein Tick zu viel. Hier wurde sich zu viel auf Dinge verlassen, die der Leser bereits aus anderen Büchern weiß. Die Fenris, die Jäger etc. das nahm viel Platz ein und war zu jeder Sekunde wichtig, aber irgendwie hat mich das ziemlich oft gestört, weil ich das Gefühl hatte, dass Buch hat eigenständig betrachtet nicht sonderlich viel zu bieten. Es ist schwer zu erklären. Es geschehen einige Ereignisse in Cold Spell, die fesseln und an die Erzählung binden, aber trotzdem hat mir das gewisse Etwas irgendwie gefehlt.

Während der Suche nach Kai hält sich Ginny meiner Meinung nach zu viel mit anderen Dingen bzw. Charakteren auf, die man zwar auf Anhieb mag, aber für die Handlung eigentlich irrelevant sind. Sicher, es kann einen Aha-Effekt auslösen, wenn man plötzlich verschiedene Namen aus verschiedenen Büchern in Verbindung miteinander setzt, aber ich hatte mir einfach mehr erwartet. Ich wollte mehr Spannungspunkte, mehr Tiefgang und auch ein richtiges Finale. All das gab es im Buch einfach nicht. Teilweise plätschert die Story sogar vor sich her, wenn Ginny in Erinnerungen an Kai schwelgt und man zu sehen bekommt, wie er so war.

Vielleicht erklärt aber auch das nächste Buch der Reihe, warum all diese Dinge hier so unheimlich viel Präsenz eingenommen haben. Wer weiß, vielleicht gibt es da einen größeren Plan, von dem ich als Leserin bisher nichts ahnen kann....?

Ginny hingegen ist ein großer Pluspunkt. Mit ihr als Protagonistin hat Jackson Pearce nichts falsch gemacht und bleibt ihrem Stil treu. Eine mutige und kluge Heldin gab es noch in jeder Geschichte der Autorin und dieses Markenzeichen finde ich super. Außerdem wird es wieder gewohnt blutig, weil dieses Märchen eben seine Schattenseiten hat und Ginnys Leben schwebt mehr als einmal in Gefahr. An den Momenten, die also wirklich spannend waren, gab es nichts auszusetzen. Auch die logischen Schlussfolgerungen waren wieder gewohnt durchdacht umgesetzt.



Cold Spell ist durchaus unterhaltsam, aber nicht das beste Buch von Jackson Pearce. Etwas mehr Orientierung am roten Faden und weniger an ihren anderen Büchern, hätte dem Plot gut getan. Eine sympathische Protagonistin und die wahnsinnig tolle Atmosphäre machen das zwar nicht ganz wett, das Buch aber doch einen Blick wert. Wenn man etwas mehr Geduld mitbringt, kommt die Spannung doch noch aus ihrem Loch gekrochen und zwischenzeitlich darf man mit grübeln und raten.



[Award] Blogs With Heart


Wenn ihr jetzt in der Überschrift das Wort AWARD gelesen habt und euch dachtet: Bitte nicht, dann kann ich euch beruhigen. Das hier ist kein gewöhnlicher Award im Sinne von: der flutet bald die Bloggerszene. Ich habe mir in letzter Zeit Gedanken über das Thema Blogvorstellungen gemacht. Die gibt es immer und überall. Ich selbst habe bisher drei Blogs hier vorgestellt. Meinen Partnerblog (Amelies Rezensionen), den einer sehr guten Freundin (Caro´s Tipp) und den meines Paten-Bloggerkinds

Danach hatte ich gefragt, ob Interesse daran bestehen würde, wenn ich so etwas öfter tun würde und die Resonanz war groß. Ich wurde gebeten auch mal auf die ganzen Wordpress Blogs einzugehen, die ich so verfolge und lese und seitdem spuckt mir eine Idee im Kopf herum: Blogs with Heart.

Ich möchte diese neue Kategogrie auf meinem Blog dazu nutzen, um in Zukunft Blogs vorzustellen, von deren Inhalt ich zu 100% überzeugt bin. Ich lese wirklich viele Blogs, von denen nur wenige in meinem Blogroll sind (und das sind meine absoluten Lieblingsblogs) also dachte ich mir, ich vergebe diesen persönlichen Award, um anderen Bloggern einmal zu zeigen, dass ich ihre Blogs wertschätze und sie gerne mag.

Dieser Award kann nicht wahllos weitergegeben werden. Es gibt keine Regeln, nach denen man ihn erhalten kann oder dergleichen. Ihr könnt hier für keine Nominierungen einreichen oder mitbestimmen. Es spielt keine Rolle, ob der Blog 1000 Leser hat oder 1, ob ich das Design super toll finde oder es nicht meinen Geschmack entspricht. Ich möchte ganz einfach in Zukunft monatlich Blogger überraschen und ihnen einfach zeigen, das ich ihre Arbeit wertschätze. Das wird sozusagen mein persönliches Geiler-Blog-Siegel :P

Der Grund dafür ist mit folgender: In den letzten Woche merke ich immer mehr, wie wenig Zeit ich habe bei anderen zu kommentieren oder manchmal auch mitzulesen. Ich finde Feedback aber immer wirklich wichtig, zumal das etwas ist, was ich furchbar gerne gebe. Dazu kommt, dass ich in letzter Zeit immer wieder höre, dass andere meine Meinung wirklich schätzen und vielleicht habe ich so auch die Chance euch Blogs näher zu bringen, die ihr noch nicht kanntet. Was das hier auf keinen Fall wird ist eine Dauerwerbesendung für alles und jeden, sondern ein ernst gemeintes Dankeschön an Blogger, die mein Leben wirklich ein Stückchen besser machen mit ihren Beiträgen.

*Melodramatische Musik ein*



Quak, quak, quak!



Dienstag, 26. November 2013

[BUCHREZENSION] Forever - Das ewige Mädchen


Titel: Forever – Das ewige Mädchen
OT: The Forever Girl
Autor/in: Rebecca Hamilton
Genre: YA, Fantasy, Mystic
Buchreihe: Forever Girl #1
Quelle: Mein Dank gilt...







Rebecca Hamilton schreibt Romane für Jugendliche und Erwachsene, in denen oft das Paranormale eine Hauptrolle spielt. Mit ihrer Familie lebt sie in Florida. Eines ihrer drei Kinder ist autistisch, was die Autorin inspiriert hat, die Welt durch die Augen von Andersdenkenden zu betrachten und sich in Hilfsprojekten zu engagieren.



Deutsch
Broschiert/ 12,99€
Seiten: 412
Verlag: Dark Kiss


Englisch
Taschenbuch/ 10,95€
Seiten: 262
Verlag: Immortal Ink





Sehr kreative Umsetzung einer wundervollen Idee,
für meinen Geschmack aber etwas zu langatmig...


Kurzbeschreibung

Hexe! Sophia weiß genau, wie man sie im Dorf nennt. Sie kennt sich ja auch mit okkulten Riten aus und beschwört Geister. Was sie schrecklicher findet als den Hass der Dorfbewohner, ist das immer gegenwärtige Summen in ihrem Kopf, unter dem sie leidet, seit sie achtzehn wurde. Um es endlich zum Schweigen zu bringen, wendet sie einen Zauber an der misslingt. Denn aus dem Summen werden plötzlich flüsternde Stimmen, und dunkle Gestalten erscheinen. Einer von ihnen ist der geheimnisvolle Charles, zu dem Sophia sich magisch hingezogen fühlt. Welchen Fluch sie geweckt hat, erfährt sie erst durch eine alte Schriftrolle: Ihre Vorfahrin Elizabeth war eine Hexe, die mit achtzehn eines grausamen Todes gestorben ist
Buchgestaltung
Die Aufmachung des englischen Verlags trifft leider nicht wirklich meinen Geschmack. Das Buch hat zwar äußerst düstere Seiten, aber mir sieht das Motiv einfach zu sehr nach Gothic aus und nicht wirklich nach Fantasy. Die hellen, märchenhaften Farben bei dem deutschen Cover hingegen wirken sehr mystisch und verspielt. Allgemein schneidet die Aufmachung viel besser bei mir ab, weil ich die Protagonistin mit dem Ganzen in Verbindung bringe. Der Titel wurde sehr gut ausgewählt und passt in beiden Varianten zur Handlung.
Meinung

Einzigartig. Innovativ. Einfach genial! Solche und noch mehr Kommentare habe ich bei mehreren Online-Plattformen über das Werk von Rebecca Hamilton gelesen und sofort bin ich neugierig geworden. Nachdem dem Lesen ist mir klar geworden, dass die ganzen Rezensenten Recht hatten, denn, was die Autorin hier auf die Beine gestellt hat ist ein fantastisches Abenteuer mit Kreaturen und Wesen, die es in dieser Form nirgends gab. Besonders beeindruckt hat mich die Art und Weise, wie die Autorin allem hier ihren eigenen Stempel aufgedrückt hat und die Erklärungen waren von magisch bis hin zu erschütternd wirklich alles. Die ganzen Einfälle, die hier verwendet wurden sind das beste Beispiel dafür, dass es heutzutage eben doch noch richtig gute und solide Geschichten gibt, die mehr zu bieten haben!

Aber zurück auf Anfang. Mir gefiel der Schreibstil von Rebecca Hamilton außergewöhnlich gut. Das ist immer das Erste, was einem als Leser auffällt und hier fiel alles etwas aus dem üblichen Rahmen eines Jugendbuchs. Wir kennen das alle. Jugendbücher sind flüssig und fluffig, aber manchmal steckt hinter den Wörtern eben nicht besonders viel Abwechslung. In dieser Geschichte ist das anders. Die Atmosphäre ist einfach unglaublich schön gewesen. Man wurde davon sofort mitgerissen und durfte sich in ein anderes Jahrhundert entführen lassen. Zumindest kam es mir immer mal wieder so vor, denn im Grunde ist Forever ein Urbanfantasy Buch, dass moderne und alte Elemente ineinander vereint. Wir haben hier Hexen als zentrales Thema, Menschen, die sich gegen Glauben aussprechen oder sich eben davon verleiten lassen Regeln zu brechen und sehr viel Paranormales, dass mal schneller, dann langsamer sein Gesicht offenbart. Der Mix aus den unterschiedlichen Genres ist es wohl auch, der alles so interessant macht. Als Leser braucht man eine Zeit, um sich in dem Setting wiederzufinden, denn man rutscht von einer Party zu einer Zeremonie im Wald oder anderen merkwürdigen Dingen.

Fasziniert habe ich mich immer weiter in die Geschichte vertieft, während uns zuallererst die Protagonistin vorgestellt wird. Ich fand es wunderbar, wie gut alles erklärt wurde und das man hier einfach miterleben konnte, anstatt sich alles in einem Monolog von der Person selbst erklären zu lassen. Wir leben sozusagen den Alltag von Sophia mit und erfahren dabei jede Menge Dinge über sie. Dabei fällt positiv auf, dass mit Sophie mal eine etwas ältere Figur die Hauptrolle übernimmt. DAS WAR SO VERDAMMT ERFRISCHEND – ich kann es nicht oft genug betonen. Endlich bleiben einem mal weinerliche Teenager Probleme erspart und all die Klischee, die wohl inzwischen jedem von uns auf den Senkel gehen, gibt es hier einfach nicht. Stattdessen ist Sophia ein ernster Mensch, der echte Probleme hat und sich deshalb auch konsequent damit auseinandersetzt, was sehr authentisch war. In diesem Buch lösen sich die Konflikte nicht von selbst, hier muss hart dafür gearbeitet werden. Dabei fand ich die Familienkonstellation wirklich spannend und auch den ganzen religiösen Teil, denn...in diesem Roman dreht sich sehr viel um die Wicca Kultur, welche rein gar nichts mit dem Übernatürlichen zu tun hat. Es ist vielmehr ein Glaube oder eine Lebenseinstellung und die Autorin hat ganze Arbeit geleistet, die vielen Szenen und Beschreibungen diesbezüglich zu recherchieren.

Wenn man sich – so wie ich – rein gar nicht mit diesem Thema auskennt, kann man eine ganze Menge darüber lernen. Was ich auch besonders gelungen fand, war der spürbare Respekt für diese Art von Kultur oder allgemein die Einstellung aller Charaktere Religionen/Glauben gegenüber. Die Autorin vermittelt hier die Botschaft, dass man niemanden ausgrenzen sollte oder eben etwas persönlicher, man sich nicht in seinen Ansichten verdrehen lassen sollte, egal, was die Außenwelt dir auch für Einflüsse entgegensetzen möchte. Man hat deutlich herausgelesen, dass die Autorin Bezug zu diesen Empfingen hat oder zumindest selber hinter diesen Aussagen steht.

Zu Beginn kommt die Geschichte schnell ins Rollen. Ehe man sich versieht taucht der geheimnisvolle Charles auf und Sophia findet sich wahrhaftig in einem Kreis aus Hexen, Vampiren und anderen Kreaturen wieder, die alle aus einem bestimmten Grund hinter ihr her sind. Schnell wird es super spannend, möchte man doch wissen, warum es plötzlich heißt Jäger oder Gejagte! Die Idee hinter den ganzen genannten Wesen ist jetzt der Teil, der wahrhaftig innovativ und kreativ war und ich möchte an dieser Stelle auch nichts verraten. Seid euch aber sicher: So etwas gab es noch nie. Gelungen waren zudem die logischen Schlussfolgerungen, die hier immer wieder als Hintergrundgeschichte gesponnen wurden. Einfach richtig, richtig toll!

Die Charaktere waren auch so eine Sache, die ich am Buch geliebt habe. Neben der Protagonistin begegnet uns ein bunter Haufen aus unterschiedlichen Charaktertypen, von der lustigen, besten Freundin bis hin zum charmanten Verbündeten, von dem man nicht weiß, ob er nun Freund oder Feind ist. Langweilig wurde es hier jedenfalls nie. Die Liebesgeschichte hat mir auch gut gefallen, spielte diese sich auf einer erwachsenen Ebene ab, als die sonstigen in anderen YA Büchern. Natürlich macht die Autorin es niemanden leicht, aber verständliche und nachvollziehbare Streits sind ja bekanntlich Mangelware, wenn es um solche Art von Büchern geht xD

Kommen wir zu dem, was ich nicht mochte. Das ist im Verhältnis zu den ganzen Pluspunkten echt wenig, aber für mich viel es dennoch ins Gewicht. Meinem Empfinden nach zog sich das Buch ab der Mitte nämlich schrecklich. Die Handlung wurde teilweise zu detailliert geschildert, wodurch die Spannung verloren ging. Insbesondere die vielen Dialoge zu Erklärungen, die bereits einmal vorgekommen sind haben mir nicht gefallen, weil sie sich teilweise wie Wiederholungen gelesen haben. Etwas schade fand ich auch, dass man lange auf den Show Down warten muss und die Geschichte anstatt danach ihren Abschluss zu finden, noch ein Weilchen vor sich her plätschert. Das mag alles Geschmackssache sein (von anderen habe ich nämlich gehört, das ihnen z.B. der Anfang zu lang vorkam) aber mich hat das einfach gestört. Ein weiterer dieser Punkte war auch der Gegenspieler, dem ich nichts abgewinnen konnte. Das Buch ist zwar eher selten vorhersehbar, aber ich habe mir gewünscht, das die Autorin genauso viele Infos in ihre Bösewichte gesteckt hätte, wie in ihre Hauptfiguren.



Forever – Das ewige Mädchen ist ein toller Auftakt zu einer Reihe, die in neue Gefilde des Genres abtaucht. Die Erklärungen faszinieren, sind logisch und die Fantasy-Aspekte somit mal etwas Neues und Frisches. Sympathische Figuren und ein solider roter Faden machen das Lesen spaßig. Ab der Mitte zieht sich das Ganze leider etwas und im Vergleich zu den Protagonisten, sind die Randfiguren oftmals uninteressant. Super Buch, mit Potenzial nach oben :)



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