Mittwoch, 31. Juli 2013

[BUCHREZENSION] Herzblut - Gegen alle Regeln

Titel: Herzblut – Gegen alle Regeln
OT: Crave
Autor/in: Melissa Darnell
Genre: YA Fantasy
Buchreihe: Herzblut #1





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Melissa Darnell war von klein auf buchversessen. Sie hat über 70 Titel verfasst, lektoriert oder gestaltet. Frühe Texte haben ihr so unterschiedliche Preise eingebracht wie eine Harry-Potter-Gesamtausgabe und ein Pony inklusive Futter. Mit ihrem Mann und zwei Kindern lebt Darnell heute in South Dakota, schaut am liebsten „True Blood“ und probiert gern neue Haarfarben aus.




Deutsch
Broschiert/ 12,99€
Seiten: 396
Verlag: Dark Kiss


Englisch
Taschenbuch/ 7,50€
Seiten: 431
Verlag: Harlequin






Absolut nicht mein Geschmack, leider...


Kurzbeschreibung


Wenn zwei Herzen in deiner Brust schlagen und du für deinen Freund zur größten Gefahr werden kannst was würdest du tun? Als Kinder waren sie wie Seelenverwandte. Doch auf der Jacksonville High leben sie wie in zwei Welten. Denn Tristan gehört zur elitären Clann-Clique. Und es vergeht kein Schultag, an dem Savannah den Hass der anderen Clanns nicht zu spüren bekommt Dennoch fühlt sie sich immer noch die besondere Verbindung zu Tristan. Als plötzlich dunkle Kräfte in Savannah erwachen, offenbart ihr Vater ihr ein erschütterndes Blutsgeheimnis. Jetzt weiß sie, warum die Clanns sie ablehnen und warum sie Tristan nicht lieben darf: Sie alle haben eine magische Gabe, aber Savannah ist anders und kann für Tristan zur tödlichen Gefahr werden! Und trotzdem siegt Savannahs Sehnsucht, als Tristan sich heimlich mit ihr treffen will.
Buchgestaltung
Jedem das Seine sagt man immer so schön und hier treffen beide Cover überhaupt nicht meinen Geschmack – genau wie das Buch an sich. Meiner Meinung nach haben Titel und Aufmachung reichlich wenig mit dem Inhalt zu tun und das finde ich ziemlich schade. Die Farben sind mir auch viel zu intensiv.
Meinung

Ich muss ganz ehrlich sagen, das Herzblut ein Buch ist, zu dem ich persönlich niemals gegriffen hätte. Schon allein der Klappentext hat mich nie angesprochen, wurde das Buch bei vielen Bloggern ja als äußerst positiv beschrieben. Die Idee an sich, mit den Vampire und Hexen finde ich ganz nett, aber ich bin einfach was das Thema Vampire angeht wirklich durch. Durch mit solchen Büchern und all ihren Klischees. Ich hatte ganz großes Glück, bei einer Blogg dein Buch Aktion Herzblut als Überraschungstitel zu gewinnen und versteht mich nicht falsch! Ich weiß das wirklich sehr zu schätzen und habe dem Buch deshalb auch eine Chance gegeben, es sogar beendet. Nachdem Lesen hat sich mein erster Eindruck nicht sonderlich geändert. Herzblut ist sicher kein schlechtes Buch im Sinne von „das kann ich verallgemeinern“, aber ich persönlich konnte der Story wenig abgewinnen.

Der Einstieg in das Buch hätte dank des netten und flüssigen Schreibstils, wie er so typisch für das Jugendbuch Genre ist, mir das Hineinfinden in die Geschichte wirklich leicht machen müssen, aber Savannah war mir bereits nach wenigen Seiten ziemlich unsympathisch und dieses Gefühl hat sich dauerhaft gehalten. Sie ist eines dieser lieben und naiven Mädchen, die gut mit allen klarkommt und sich ihrer vielen Vorzüge nicht bewusst ist. Dabei handelt und denkt sie auch dementsprechend, lässt sich zum Beispiel von ihrer Großmutter herumkommandieren oder es fällt ihr sehr schwer eigenständig etwas umzusetzen. Sie ist sehr wohlbehütet aufgewachsen, mit einer Familie, die so ziemlich alles für sie tut, weshalb Savannah nie in Erwägung zieht, sich aus diesem „Kokon“ zu lösen, indem sie lebt. Wenn ihre Großmutter ihr Tee aufzwängt, trinkt sie ihn. Gibt es etwas an Noten oder Benehmen zu meckern, ändert Savannah auf Geheiß anderer ihre Persönlichkeit. So eine Protagonistin finde ich ziemlich fade und oberflächlich. Ich konnte mich überhaupt nicht mit ihr anfreunden!

Man muss Savannah allerdings zu Gute halten, das sie, was die Liebesgeschichte angeht etwas länger Zeit braucht – das fand ich gut. Eine schnelle 0815 Liebe-auf-den-ersten-Blick Lovestory hätte nämlich alles nur noch schlimmer gemacht! Die Beziehung zwischen ihr und Tristan hat schon eine ordentliche Grundlage, da beide sie so gesehen von früher kennen und einmal Freunde waren. Angenehm war auch zu lesen, das es hier selten kitschig wird und die Beziehung sich wirklich entwickelt. Zwar konnte ich aufgrund meiner Abneigung Savannah gegenüber nicht nachvollziehen, wieso Tristan sie liebt, aber das war eben mein persönliches Problem. Ich kann mir gut vorstellen, das andere Leser, die Story mehr genießen können, wenn sie Savannah, wie viele es getan haben, ins Herz schließen!

Was ich allerdings mochte war, dass das Buch nicht nur aus Savannahs Sicht erzählt wird, sondern auch aus Tristans. Ihn mochte ich im Gegensatz zu ihr sogar. Tristians Charakter entspricht zwar in vieler Hinsicht auch dem üblichen YA-Love-Interest-Beuteshema, aber durch Einblicke in die Seite seiner Familie und deren Ziele, hatte er doch Tiefgang und eine interessante Blickweise zu bieten.

Vom Plot her fand ich das Grundgerüst wirklich nicht übel. Wie bereits erwähnt sind Vampire und Hexen absolut nichts Neues und die Autorin bedient sich hier diverser Dinge, die man in unzähligen Formen genau so kennt, aber sie bringt auch ein paar eigene Ideen mit ein. Die Feindschaft zwischen den Clanns sorgt so für Konfliktpotenzial, das zwar nicht immer optimal genutzt wurde, aber die Ansätze waren wirklich unterhaltsam. Insbesondere, wenn sich einige der Nebencharaktere einmischen und es einige Wendepunkte im Roman gab, fiel es mir leichter, das Buch nicht aufzugeben. An vielen Stellen kam bei mir sogar ein bisschen Spannung auf. Ich mochte auch sehr gerne, wie die Autorin die Atmosphäre gegen Ende hin, hat immer düsterer werden lassen. Ich finde zwar nicht, das es hier ein Finale im eigentlich Sinne gab, was die Handlung zu vorhersehbar war, aber dennoch konnte sich die Geschichte deutlich steigern. Toll fand ich, das auf viele Fragen eingegangen wurde und die Erklärungen auch immer einer gewissen Logik folgten.



Leider war Herzblut nicht mein Fall. Ich konnte keine richtige Verbindung zu den Protagonisten aufbauen und auch der Plot hielt wenig Überraschungen für mich bereit. Allgemein gefiel mir das Konzept aber ganz gut und es gab einige Stellen, die mit gefielen, sodass ich den Roman beenden konnte, ohne mich gar zu Tode zu langweilen :P Der größte Minuspunkt bleibt für mich Savannah. Hätte ich sie mehr gemocht, wäre die Geschichte sicher amüsanter gewesen!





Für dieses Rezensionsexemplar! :)


Kommentare:

  1. Ich konnte der Geschcihte auch nur ein Stückchen mehr abgewinnen - vermutlich weil ich Savannah nicht ganz so schlimm fand...
    Erst als die ganze Tanzerei/Betreuung anfing. Von dem Teil war ICH genervt :-)

    Glg
    Steffi

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  2. Ich glaub, dir hat die Geschichte sogar noch "besser" gefallen als mir :D Savannah hat mich genervt, die Tanzerei hat mich genervt, die Dummheit der beiden hat mich genervt, ... Inzwischen frag ich mich echt, was ich überhaupt gut an dem Buch fand ;)

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  3. Ich habe das Buch eigentlich gern gelesen, aber ich finde es kommt zu viel Schulalltag darin vor. Etwas weniger Schulalltag hätte es auch getan.
    Außerdem hatte ich gehofft mehr über die Clans zu erfahren, das wurde alles ja sehr kurz gehalten. Vielleicht wird der zweite Band besser.

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    1. PS: Bin gleich Mal Leser deines tollen Blogs geworden!

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  4. Ich fand schade, dass es so einseitig war. Von den Vampiren erfährt man ja praktisch nichts. Und Savannah nervt auch, aber begeistert bin ich definitiv auch nicht. Und die furchtbare Tanzerei... das Buch hätte man locker kürzen können.

    Viele Grüße
    Chimik

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  5. AMEN!

    Hätte ich das Buch nicht über Bloggdeinbuch bekommen, hätte ich es vielleicht gekauft. Hätte ich es gekauft, hätte ich es abgebrochen, in die Ecke geschmissen oder meinen nicht vorhandenen Hund drüber pinkeln lassen.

    Da ich das Buch erst recht spät bekommen habe (Probleme bei der Zustellung) und ich es dann einfach nicht lesen wollte habe ich entsprechend lange gebraucht und es auch erst gestern Abend beendet. Savannah ist SO nervig - unglaublich.

    Grundsätzlich habe ich nichts gegen einfache Storys oder auch einfach gestrickte Charaktere, etc. nur kommt es immer darauf an was der Autor aus diesen Grundsteinen schafft. Und das hier ist wackeliger als ein Kartenhaus.

    Gott sein dank bin ich durch. GOTT SEI DANK! xDDD

    Liebe Grüße
    Sarah

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