Montag, 11. Februar 2013

[BUCHREZENSION] Türkisgrüner Winter


Titel: -
OT: Türkisgrüner Winter
Autor/in: Carina Bartsch
Genre: YA, Contemporary
Buchreihe: Nachfolger von
Kirschroter Sommer





Carina Bartsch wurde 1985 im fränkischen Erlangen geboren und lebt in einem kleinen Dorf in der Nähe ihrer Geburtsstadt. Sie brach die Realschule, dann die Wirtschaftsschule und eine Lehre ab. Erst nach diversen Kleinjobs fand sie mit Anfang zwanzig ihre wahre Bestimmung: das Schreiben. Mit ersten Kurzgeschichten gewann sie mehrere Schreibwettbewerbe. Dann wagte sie sich 2011 an ihr Romandebüt, «Kirschroter Sommer», mit dem sie zur erfolgreichsten deutschen Liebesromanautorin im Netz wurde. Auch der Nachfolgeband «Türkisgrüner Winter» avancierte zum E-Book-Bestseller.



Deutsch
Taschenbuch/ 9,99€
Seiten: 464
Verlag: rororo


Englisch
Noch nicht erschienen.
Genaueres unbekannt!




 
Gefiel mir besser als Band zwei, aber…



Kurzbeschreibung

Geschichten muss man nicht nur lesen, man muss sie spüren. Gut aussehend, charmant und mit einer Prise Arroganz raubt er Emely den letzten Nerv: Elyas, der Mann mit den türkisgrünen Augen. Besonders zu Halloween spukt er in ihrem Kopf herum. Doch was bezweckt er eigentlich mit seinen Avancen? Und wieso verhält er sich nach dem ersten langen Kuss mit einem Mal so abweisend? Nur gut, dass Emelys anonymer E-Mail-Freund Luca zu ihr hält. Das noch ausstehende Treffen mit Luca sorgt für ein mulmiges Gefühl. Dann verstummt auch er. Hat Emely alles falsch gemacht? Sehnsüchtig erwartet: Emely und Elyas are back!

Buchgestaltung

Hier gilt dasselbe, wie für Band eins: das Cover sieht ganz gut aus und so könnte ich mir die Charaktere wirklich vorstellen. Mal abgesehen davon, dass Emely in ihrem Leben wahrscheinlich niemals so glücklich sein wird, wie auf diesem Bild :P

Meinung

Türkisgrüner Winter setzt die Geschichte über Emely und Elyas genauso fort, wie sie begonnen hat. Die Geschichte kommt im Gegensatz zum Vorgänger hier aber schneller in die Gänge, was vielleicht daran liegt, dass das Buch ein wenig kürzer ist. Insgesamt hat mir der Nachfolgeband jedenfalls deutlich besser gefallen, was vor allem daran liegt, dass es hier mal mehr romantische Momente gibt und sich die Charaktere auf eine schöne Art und Weise näher kommen – etwas, das mir in Band eins fast komplett gefehlt hatte. Die Handlung setzt nahtlos an den Vorgänger an, was auch gut so ist, da das Ende von Kirschroter Sommer mir fast abgehackt vorkam. Ob man in Türkisgrüner Winter nun unbedingt mehr erfährt, ist allerdings fraglich. Es gab so viele Informationen, die man sich als Leser bereits im Vorgänger zusammen gereimt hatte, die hier aber nun Emelys Welt zutiefst erschüttern und die Grundlage für die Handlung bieten.

Auch hier fiel mit der Einstieg ins Buch nicht besonders leicht. Zu Beginn findet sich Emely auf einer Halloweenparty wieder, die alles andere als spaßig ist. Mir ging ihr Charakter, was ihr Verhalten in diesen Kapiteln betraf ziemlich auf den Keks. Ihre Gedanken drehen sich zwar sehr oft um Elyas, aber sie übernimmt wieder die Rolle der passiven Seite, als würde sie darauf warten, dass etwas Gutes einfach so passiert, was es natürlich nicht tut, denn so funktioniert das Leben nun einmal nicht. Besonders Wortreich war die Liebe auch nicht. In den vielen Dialogen auf den ersten hundert Seiten, hat sie eigentlich kaum etwas Hilfreiches von sich gegeben, sondern eher allem zugestimmt oder ihre Gegenargumente eher gedacht,

Türkisgrüner Winter befasst sich weniger mit einem richtigen „Plot“ als vielmehr mit dem Thema „warum diese zwei zusammen sein müssen“ und das hat mir hier richtig gut gefallen. Die Autorin hat ihrer Geschichte viel mehr Tiefgang verliehen, in dem sie sehr viele Gründe nennt, warum die beiden einander mögen. Zwar sind auch diese Ausführungen für meinen Geschmack oft etwas zu langatmig gewesen, aber man hat beim Lesen richtig gespürt, wie viel es der Autorin bedeutet den Charakteren wirklich sehr viele Facetten zuzuschreiben. Ich habe in diesem Band auch Seiten an Emely entdeckt, die mir richtig sympathisch waren. Das Auf und Ab der Beziehung der beiden wird dieses Mal nämlich „beidseitig“ dargestellt, was so viel bedeutet wie: beide Charaktere spielen eine gleich große Rolle. In Kirschroter Sommer lag der Fokus noch mehr auf Emely.

Das Drama lässt auch nicht lange auf sich warten, als sich herausstellt, wer hinter Emelys Email-Bekanntschaft steckt und dies war wieder so eine Auflösung, die mich nicht wirklich vom Hocker gehauen hat. Genau wie bei der gemeinsamen Vergangenheit hatte ich einfach etwas sehr viel größeres erwartet, weil so viel Wind um diese ganze Sache gemacht wurde. Ich konnte natürlich verstehen, warum Emely verletzt war, aber im Großen und Ganzen war ihr Verhalten ab diesem Zeitpunkt wieder etwas unreif. Das hin und her, was daraufhin wieder zwischen den beiden folgt, war mir einfach zu viel. Bereits in Kirschroter Sommer fand ich das Katz und Maus Spiel der beiden Protagonisten alles andere als charmant. Hier kam mir das ganze so vor, als wären die beiden, was ihr Leben betrifft auf Endlosschleifen eingestellt. Sie mögen sich, sie mögen sich nicht…irgendwie wurde das ganz schnell langweilig, zumal hier nicht einmal mehr viel drum herum passiert.

Was ich allerdings sehr mochte waren die Kapitel zum Ende hin. Hier kam der romantische Teil der Geschichte wieder einmal sehr unterhaltsam durch und konnte bei mir punkten. Die Szenen, in denen beide sich näher kamen und sich dabei mal einig waren, waren wirklich sehr süß und Atmosphärisch beschrieben. Allerdings ging es mir am Ende doch etwas zu schnell. Der Abschluss ist zwar dieses mal wirklich das, nämlich abgeschlossen, aber ich finde, dass dieser sehr rasch kam.


Ein zweiter Teil mit deutlich mehr Tiefgang und Sympathiepunkten für die Charaktere. Es gibt mehr Romantik, dafür weniger Handlung. Für Fans von Band eins, wird auch hier wieder alles stimmig sein. Ob die Reihe für Contemporary Fans jetzt aber ein Must-Read ist, darüber kann man sich echt streiten.


6/10




Für dieses Rezensionsexemplar! :) 

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