Sonntag, 30. September 2012

Blogger Aktion: Die Verratenen von Ursula Poznanski

Ich bin wahrscheinlich etwas spät dran, aber irgendwie ist die Aktion an mir vorbei gezogen ;P

Jedenfalls könnt ihr sozusagen noch "Last-Minute" an der Bloggeraktion vom Loewe Verlag teilnehmen, denn dieser verlost 10 Vorab-Rezensionsexemplare von Ursula Poznanskis neunem Buch! 

Die Aktion geht nur bis heute Abend, also schnell *HIERHER*




Erste Eindrücke zum Buch?



Worum geht es genau?

Sie ist beliebt, privilegiert und talentiert. Sie ist Teil eines Systems, das sie schützt und versorgt. Und sie hat eine glänzende Zukunft vor sich Rias Leben könnte nicht besser sein. Doch dann wendet sich das Blatt: Mit einem Mal sieht sich Ria einer ihr feindlich gesinnten Welt gegenüber und muss ums Überleben kämpfen. Es beginnt ein Versteckspiel und eine atemlose Flucht durch eine karge, verwaiste Landschaft. Verzweifelt sucht Ria nach einer Erklärung, warum ihre Existenz plötzlich in Trümmern liegt. Doch sie kann niemandem mehr vertrauen, sie ist ganz auf sich allein gestellt. Die Verratenen ist der erste Band einer Trilogie. 

Besucht die Autorin doch mal auf ihrer Webseite!





Ich finde das Buch klingt richtig spannend! ;)


Samstag, 29. September 2012

[Keine Rezension] x 5




Keine Rezension ist ab heute eine neue Kategorie auf meinem Blog, um Bücher ganz kurz und knapp zu bewerten. Da ich sehr viel lese, finde ich nicht immer Zeit für Rezensionen und manchmal reichen die Gedanken nicht einmal fürs Bookish Fact Battle, aber da sind sie trotzdem…



Buch Nr. 1 – Poison Study von Maria V. Snyder


Die Geschichte handelt von der Mörderin Yelena, die aufgrund eines Gesetztes den Job des Essenstesters des Königs/Lords bekommt und deshalb vom Giftmischer in der Kunst diese zu überleben unterrichtet wird. Der Roman ist eine Mischung aus High Fantasy und YA. Mir hat das Buch im Endeffekt doch besser gefallen, als zunächst gedacht. Die Geschichte ist fesselnd erzählt, die Charaktere sehr tiefgründig und sympathisch. Vor allem hat die Handlung aber einen Hintergrund, mehrere Höhepunkte und eine kleine Romanze, die nicht den Plot vereinnahmt. Was mir besonders gut gefiel war definitiv das Thema des Buches. Yelenas Leben ist praktisch immer in Gefahr und mehrmals muss man den Atem anhalten, weil man denkt: oh nein! Intrigen, Verrat und Mord sind schon typisch für das Genre und jeder der gerne historisch angehauchte Romane mag sind hier richtig. Leider ist das Buch oftmals etwas zäh und verrent sich in unnötigen Nebenhandlungen.

7/10





Buch Nr. 2 – Love just happens von Elizabeth Scott



Erzählt die Geschichte eines Mädchen, das in den Freund ihrer besten Freundin verliebt ist – jede Menge Drama und Herzschmerz inklusive also. Ich mag die Autorin und weiß ihre Art zu schreiben sehr zu schätzen. Elizabeth Scott schafft es gekonnt mit wenigen Sätzen und der Einfachheit einer seichten Erzählung den Leser zu überzeugen. Das Buch ist alles, was man sich vom Plot her verspricht. Oftmals emotional, oftmals voller Verzweiflung und mittendrin das warme Gefühl einer Liebe, die Wurzeln schlägt. Die Charaktere sind gut gezeichnet und der rote Faden zu jeder Sekunde klar. Der Roman hält, was der Klappentext verspricht – mehr aber auch nicht. Wer hier also eine tiefgründige Liebesgeschichte erwartet wird enttäuscht werden. Mich hat das Buch gut unterhalten, wenn es mir persönlich etwas zu kurz war und zu viel um das Innenleben der Protagonistin ging. Es ist eine Geschichte über Gefühle und Selbstfindung und das hat nicht immer meinen Nerv getroffen.

7/10





Buch Nr. 3 – Angelfall von Susan Ee


Eine von Engel herbeigeführte Apokalypse, eine Protagonistin, die zusammen mit Mutter und Schwester ums Überleben kämpft und ein gefallener Engel, von dem man nicht weiß, ob er Feind oder Freund ist – das ist die Geschichte, um die es in Angelfall geht. Ich fand den Einstieg ins Buch sehr leicht. Schnell geht es zu Sache, es bleibt konstant spannend, schockieren und interessant. Hauptcharakter Penryn ist eine Kick-Ass-Heldin wie sie im Buche steht, zeigt aber oftmals auch ihre „schwache“ Seite. Obwohl der Roman kaum über 200 Seiten hat, so hat das Buch eigentlich alles, um mich als Leserin zu überzeugen: viel Handlung, viel Action, viele Gefühle. Leider gefiel mir der Schreibstil nicht so gut, weshalb die Beschreibungen mich beim lesen oft „runter gezogen“ haben. Zu oft hatte ich das Gefühl, der Geschichte würde der Funke fehlen, der sie lebendig werden lässt, zu oft war es wie das herunter lesen von Tatsachen.

7,5/10






Buch Nr. 4 – Das Orchideenhaus von Lucinda Riley


Zwei Liebesgeschichten, zwei verschiedene Zeiten und ein Familienband, das sich durch alle Zeiten zieht und ein großes Geheimnis birgt. Der Roman ähnelt schon allein von der Beschreibung er dem Schema-X dem solche Bücher folgen. Es geht immer um das Verknüpfen zweier Geschichten, Liebe, Familie und DAS Geheimnis, das am Ende all das über den Haufen wirft. Die Autorin macht ihre Sache durchaus gut! Der Schreibstil ist angenehm, die Geschichte zieht schnell in ihren Bann und das Lesen hat wirklich Spaß gemacht. Leider hat mir die Aufteilung des Buches nicht so sehr gefallen. Man taucht zu lange Zeit in die Vergangenheit ab, manchmal über 70 Seiten lang und verliert so die Wichtigkeit der anderen Geschichte aus den Augen. Dazu kommt eine gewisse Vorhersehbarkeit, was den ganzen Verlauf des Buches angeht. Ich habe nun wirklich nicht viele Bücher dieses Genres gelesen, zwei, wenn’s hochkommt und trotzdem hatte ich ständig das Gefühl, genau zu wissen, was kommt. Die Charaktere sind dafür umso liebevoller und sympathischer beschrieben. Die einen hasst man, die anderen bemitleidet man und die meisten mag man einfach. Das Ende des Buches war trotzdem etwas enttäuschend und es gab viele Kapitel, die für meinen Geschmack etwas zu langatmig ausgeführt wurden.

7/10





Buch Nr. 5 – Never Eighteen von Megan Bostic




Das Buch hat mich sofort angesprochen, als ich es entdeckt hatte und ich finde die Idee hinter dem Roman nach wie vor klasse! Leider hatte ich das ganze Buch über den Eindruck, dass die Autorin sich zu wenig Zeit für ihre Geschichte genommen hat. Es geht um Austin, der bevor er stirbt, Menschen in seinem Leben Ratschläge mit auf den Weg geben will, damit sie das zu schätzen wissen, was er bald nicht mehr hat: ein Leben. Die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird ist wirklich nicht schlecht. Es wird traurig und witzig, aber aufgrund der schnell abgeharkten Kapitel erscheint das ganze Buch gehetzt und dadurch die Ereignisse unglaubwürdig. Die Botschaft des Romans ist zwar schön und eindeutig, aber wenn dabei kaum Gefühle vermittelt werden können, ist das verschwendetes Potenzial :/ Gut 100 Seiten mehr und ich wette das Buch wäre sehr viel tiefgründiger und atmosphärischer geworden!

6/10




[BUCHREZENSION] Grisha - Goldene Flammen



Titel: Grisha – Goldene Flammen
OT: Shadow & Bone
Autor/in: Leigh Bardugo
Genre: YA, High Fantasy
Buchreihe: The Grisha #1









Leigh Bardugo wurde 1975 in Jerusalem geboren und wuchs in Los Angeles auf. Sie studierte an der Yale University. Wenn sie nicht schreibt, arbeitet sie als Make-up-Artist. Grischa - Goldene Flammen ist ihr erster Roman, zwei weitere Bände der Saga um die Sonnenkriegerin Alina sind in Vorbereitung. 




Deutsch
Gebunden/ 17,90€
Seiten: 352
Verlag: Carlsen


Englisch
Gebunden/ 13,90€
Taschenbuch/ 8,90€
Seiten: 386
Verlag: Henry Holt





Eher durchwachsendes Debüt, mit jeder Menge Charme.


Kurzbeschreibung

Alina ist einfache Kartografin in der Ersten Armee des Zaren. Dass sie heimlich in Maljen verliebt ist, ihren besten Freund seit Kindertagen, darf niemand wissen. Schon gar nicht Maljen selbst, der erfolgreiche Fährtenleser und Frauenschwarm. Bei einem Überfall rettet Alina Maljen auf unbegreifliche Weise das Leben. Doch was sie da genau getan hat, kann sie selbst nicht sagen. Plötzlich steht sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und wird zum mächtigsten Grischa in die Lehre geschickt. Geheimnisvoll und undurchschaubar, wird er von allen der Dunkle genannt. Aber wieso fühlt sie sich von ihm so unwiderstehlich angezogen? Und warum warnt Maljen sie so nachdrücklich vor dem Einfluss des Dunklen?

Buchgestaltung

Ich schließe mich den schwärmerischen Meinungen über die deutsche Aufmachung an. Das Cover ist ein Traum, genauso wie die Innengestaltung, die z.B. diese Karte beinhaltet, welche einfach nur superschön und Detailreich gestaltet wurde!


Unter dem Schutzumschlag hat das Buch den Aufdruck eines Waldes. Alle Motive passen sehr gut zum Inhalt der Geschichte und ich finde es einfach klasse, das sich hier so viel Mühe geben wurde, etwas Individuelles zu gestalten.

Die englischen Ausgaben sind auch nicht schlecht. Besonders die des Hardcovers erinnert mit dem „Schloss-Motiv“ an dem russischen Flair des Buches. Shadow and Bone ist meiner Meinung nach aber ein viel zu dramatischer Titel. Mir gefällt der Deutsche einfach besser, weil er auf Alina zugeschnitten ist.

Meinung

Grisha ist ein Buch, das weiß, wie es den Leser immer wieder positiv überraschen kann. Es ist ein Buch, dass aus der Masse hervorsticht, wie ich finde, denn auch, wenn es sich viele bekannte Elemente zu nutze macht, so hat die Autorin eine Welt geschaffen, die interessant ist und mit ihrem russischen Flair auch sehr abwechslungsreich. Das ganze Regiment, das System der Gesellschaft und der Magie wurde von dem Zarentum inspiriert und dies spiegelt sich nicht nur in den Namen, sondern auch viel in Beschreibungen und Umgangsformen wieder. Mir hat es sehr gefallen, weil ich das Gefühl hatte in eine neuartige Welt eintauchen zu können, die es so noch nicht gegeben hatte. Etwas über die Grisha und ihre Magie zu erfahren waren spannend erzählt und die Autorin hat wirklich viele tolle Ideen gehabt, um ihrer Geschichte einen märchenhaften Fantasy Stil zu verleihen, der mich größtenteils gefesselt und fasziniert hat.

Alina als Hauptcharakter mochte ich sehr. Man findet rasch Zugang zu ihrer Persönlichkeit und die schwierige Situation in der sie bald steckt, zwingt sie dazu sich weiter zu entwickeln. Was mir besonders gut gefallen hat war, das sie eine dieser starken Heldinnen ist, die nicht viel herum jammern oder ohne Eigenschaften durch den Roman irren. Alina ist klug, aufnahmefähig und handelt trotz ihrer Angst die meiste Zeit sehr durchdacht. Natürlich ist ihr Charakter nicht perfekt. Ihre wohl größte Schwäche ist wohl, dass sie sehr naiv ist und sich daher leicht beeinflussen lässt, was besonders ab Mitte des Buches der Fall ist. Alina durchschaut nicht einmal die leichtesten Motive der Menschen, die sie umgeben und rennt sozusagen blindlings in die Arme deren, die ihr versprechen, sich um sie zu kümmern. Ich habe öfters den Kopf geschüttelt und mir gedacht: mach die Augen auf! Die Autorin schildert hier zwar auch, warum Alinas Gefühle sie so „blenden“ aber für mich war das ganze etwas zu unverständlich und Alinas Charakter wurde dadurch sehr viel blasser, als noch zu Beginn der Geschichte.

Für mich persönlich gab es, ab circa der Hälfte des Buches sowieso einen Wendepunkt, an dem ich das Buch lange Zeit beiseite gelegt habe und mir die Lust am Lesen einfach vergangen ist. Die erste Hälfte des Buches war spannend, rasant und die Reise durch die Schattenflur, die vielen neuen Veränderungen einfach nur brillant erzählt. Nachdem Alina dann bei den Grisha lernt mit ihren Kräften umzugehen, war für mich irgendwie die Luft raus :/ Ich glaube, dass größte Problem, was ich hatte war, dass der Plot sich doch sehr viel mit dem Thema Verlangen/Liebe befasste und die Motive des Dunklen so ersichtlich waren, das die bald folgenden Wendungen für mich keinerlei Überraschungen mehr parat hielten. Die Einführung von Alina in die neue Gesellschaft war zwar nicht langweilig, hat mich aber auch nicht sonderlich interessiert.

Das Blatt wendete sich aber zum Ende hin wieder, als Maljen, Alinas bester Freund auftaucht und die beiden eine Flucht antreten, die eine nette Reise darstellte. Die Beziehung der beiden gefiel mir gut und war auch toll erzählt, wenn die Richtung, die diese einschlug auch etwas sehr schnell daher ging und einem Klischee entsprach.

Kurz vor Schluss war ich mir fast sicher, dass ich dem Buch 8 Punkte (4 Sterne) geben würde, aber nach Beenden des Buches war ich alles andere als zufrieden. Mir hat das Ende sehr missfallen. Es war zu abrupt, zu glatt und zu Happy End mäßig und es blieben so viele Fragen offen (etwas, dass ich nicht so gerne mag), das mir am Ende echt der Kopf schwirrte. Was ich richtig schrecklich fand, war wie Alina plötzlich als strahlende Heldin den Tag (oder den Abend xD) gerettet hat und dabei wieder mit mehr Glück als Verstand die Probleme gelöst hat.

Grisha entführt in eine tolle, aufregende High Fantasy Welt! Die Charaktere sind sympathisch und der Erzählstil fast durchgehend spannend. Leider hat das Buch oftmals Durchhänger und das Ende fand ich sehr enttäuschend.


7/10

 Band zwei heißt auf Englisch "Siege & Storm" und erscheint 2013.
Über eine deutsche Fortsetzung ist derzeit nichts bekannt.






 Für dieses Rezensionsexemplar! :)

Donnerstag, 27. September 2012

[BUCHREZENSION] Earth Girl



Titel: Earth Girl
OT: Earth Girl
Autor/in: Janet Edwards
Genre: YA Fantasy, Sci-Fi
Buchreihe: Earth Girl #1






 
Janet Edwards lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in der Nähe von Birmingham. Sie hat in Oxford Mathematik studiert und ist ein großer Science-Fiction-Fan.



Deutsch
Taschenbuch/ 9,99€
Seiten: 448
Verlag: rororo


Englisch
Taschenbuch/ 9,30€
Seiten: 400
Verlag: Harpercollins UK





Ein tolles Debüt, mit einer für mich etwas unsympathischen Protagonistin!


Kurzbeschreibung

Sie kommt von der Erde. Ihr Schicksal steht in den Sternen. Jarra ist ein «Earth Girl». Während sich der Rest der Menschheit aufmacht, fremde Galaxien zu entdecken, ist Jarra zu einem Leben auf dem alten Heimatplaneten verdammt: Aufgrund eines Gendefekts kann sie nicht teleportieren. Sie gehört zu den Ausgestoßenen, den Wertlosen. Aber Jarra hat einen Traum: Sie will normal sein, will wie alle anderen studieren. Ihre Leidenschaft ist die Frühgeschichte – der faszinierende Zeitraum vor Erfindung der Portaltechnik. Damals lebten die Menschen in riesigen Städten wie New York, die heute nur noch Ruinen sind. Um ihren Traum wahr werden zu lassen, muss Jarra ihre Identität ver­leugnen. Sie ist bereit, diesen Preis zu zahlen. Doch als ein schreckliches Unglück droht und nur Jarra es aufhalten kann, beginnt sie sich zu fragen, ob es wirklich so erstrebenswert ist, normal zu sein...

Buchgestaltung

Mir gefällt das englische Cover eindeutig besser. Das deutsche finde ich auch nicht schlecht, aber es ist eben zum eine millionensten Mal ein Mächengesicht, das nicht sonderlich gut zu meiner Vorstellung des Hauptcharakters passt. Das englische Cover passt irgendwie viel besser zu der ganzen Welt in der die Geschichte spielt und sieht mehr nach Spannung Abenteuer aus, als das einfallslose Deutsche. Earth Girl ist ein wunderbarer Titel und ich bin froh, dass dieser nicht übersetzt wurde!

Meinung

Earth Girl hat mich nicht von den Socken gehauen und ist meiner Ansicht nach auch kein Must-Read, aber es ist ein wirklich fantastisches Debüt mit einem so tollem Weltenentwurf und so vielen guten Ideen, dass ich positiv überrascht wurde. Eine Welt, die soweit in der Zukunft spielt habe ich noch in keinem Roman vorgefunden und die Art und Weise, wie diese aussieht, aufgebaut ist und von der Autorin beschrieben wird gefiel mir sehr gut! Die erdachte Vision einer Zukunft fand ich sogar gut vorstellbar. Die Idee, dass die Menschen durch Portale andere Welten betreten und dort sogar leben ist doch realistisch gewesen. Schließlich beschäftigen sich auch heute schon Wissenschaftler mit solchen Theorien.

Der Anfang des Buches war mir persönlich etwas zu zäh. Es folgen viele Erklärungen und obwohl die eigentliche Handlung doch schnell in Schwung kommt, so werden dieser oftmals Dämpfer durch das ständige Info-Dumping versetzt. Für meinen Geschmack waren die Erklärungen, die durchaus gut formuliert und logisch durchdacht waren, etwas zu viel des Guten. Dieses kleine Problem hatte ich übrigens auch mit dem Rest des Buches. Die Handlung war mir an vielen Stellen zu lang gestreckt und man hätte doch einiges kürzen können, wie z.B. Unterrichtsszenen.

Wir ihr im Verlauf der Rezension feststelle werdet, fällt es mir ziemlich schwer das Buch zu werten. Ich bin der Meinung dass es ein toller Roman ist, der eben nur nicht ganz MEINEN Geschmack getroffen hat, weshalb ich nicht alles allzu negativ darstellen möchte.

Die Autorin schafft es gekonnt die Protagonistin in ein Netz aus Lügen und Spannung zu verstricken und es gab viele Stellen, an denen Jarra ziemlich in Bedrängnis geraten ist. Was ich auch toll fand, war, dass es hier viel um Vorurteile und Klischee ging und das Blicken hinter die Fassade von etwas, von dem man glaubte, es bereits zu kennen. So legt Jarra ihre Einstellung gegenüber ihren Mitschülern im Verlauf des Romans ab und sieht ein, dass sie viele von ihnen falsch eingeschätzt hat. Das Buch hatte sowieso eine tolle Botschaft, die viele Werte vermittelt hat, wie ich finde.

Leider sind die Charaktere nicht besonders gut gezeichnet. Besonders die vielen Nebencharaktere konnten mich nicht überzeugen. Ihnen fehlten Tiefgang und auch irgendetwas, dass sie interessant erscheinen ließ. Jarra mochte ich wirklich, aber leider wurde sie mir ab Mitte des Buches ebenfalls sehr unsympathisch. Im Verlauf der Handlung entwickelt sie sich zu jemand, der ein wahrer „Alles-Könner“ ist und für jedes Problem einen Weg findet, schlauer ist als alle anderen und immer hervorsticht durch ihre Bemerkungen oder Entdeckungen. Das fand ich etwas schade, weil Jarra ein starker und kluger Charakter war, aber für war es auch hier wieder etwas zu viel des Guten. Was mir dafür aber gefallen hat, war die Beziehung, die nur eine klitzekleine Romanze ist und daher nicht von der Haupthandlung ablenkt.

Zum Ende hin wird einiges sehr vorhersehbar und obwohl ich mich nicht wirklich daran gestört habe, so hat das dem Buch wieder viel an Spannung genommen.


Earth Girl war eben nicht „meins“, bietet aber eine gelungene und gut durchdachte Geschichte, die ab und an etwas langatmig wird, trotzdem aber durch den Weltenentwurf und die vielen innovativen Ideen (vielleicht nicht jeden) überzeugen kann. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und darauf kommt es schließlich an.

7/10



 Sind in Planung.







Für dieses Vorab-Leseexemplar! :)


Mittwoch, 26. September 2012

Fiese gemeine [BUCHREZENSION] zu Dark Angel



Titel: -
OT: Dark Angel
Autor/in: Eden McGuire
Genre: YA Fantasy
Buchreihe: Dark Angel #1


Englisch Schwierigkeitsgrad:


 Pff! -.-



Deutsch
Noch nicht erschienen.
Genaueres unbekannt!

Englisch
Taschenbuch/ 9,99€
Seiten: 397
Verlag: Watts





ACHTUNG, AB HIER LESEN!!!

*Spoiler sind mit inbegriffen*


Kurzbeschreibung

Drei Kerle. Ein Rockstar. Ein gefährlicher Engel. Ein stinknormaler Freund. Drei Mädels. Dumm. Dumm und dümmer. Drei Lovestories, die euch von den Socken reißen werden. Tania jammert seit ein paar Tagen darüber, das ihr Freund verschwunden ist. Niemand außer ihr scheint sich zu sorgen und sie selber weiß nicht, was sie in ihrer Not tun soll. Was gibt es besseres, um alle Sorgen wegzuspülen, als eine Party im Hauses eine Rockstars. Tania und ihre Freundinnen begegnen dort der Elite der Hotness Monster und geblendet voll so viel Charme und Schönheit, lässt es sich gut Leben, auch, wenn plötzlich seltsame Dinge in der Stadt und mit einem selber passieren. Wieso sein Gehirn einsetzten und Fragen stellen, wenn man stattdessen in den Armen eines gefährlich heißend Typens dahin schmachten kann? Doch dann auch Orlando (der Freund) wieder auf und das Schicksal nimmt seinen Lauf…dadaaaaaaaaaaam!

Buchgestaltung

Der Einfallsreichtum des Covers ist atemberaubend! Dieses Motiv wurde nicht schon 10x wo anders gebraucht, sondern nur hier. Die Pose des Mädchen weckt in mir immer wieder den Drang an meine Lieblingsszene zu denken (Spoiler später) und das macht mich so glücklich, das ich Tränen weinen könnte! Der Titel Dark Angel ist so besonders, weil es gar nicht verrät, worum es in dem Buch geht – einfach klasse!

Meinung

Meine Güte, was für eine Geschichte! Ich bin immer noch ganz hin und weg und mein Herz schmerzt nach diesem Ende! Wow, einfach wow…so sah ich nachdem lesen aus:



HYAAAAA *__________*




Seien wir mal ehrlich, wenn ich so etwas lese (richtige Kurzbeschreibung *hier*) dann kann da doch nichts Gutes bei rum kommen! Aber meine innere Göttin, Scheiße ich hab das Buch doch gar nicht gelesen mein Unterbewusstsein steht einfach darauf mich hin und wieder mit Bücher zu foltern, bei denen das hier passiert:


Und das kurz bevor die Uni wieder anfängt!


Die Geschichte hat NULL Plot, NULL Charakter und NULL Spannung.


Okay, dann erzähle ich euch jetzt etwas, dass ihr noch nicht wusstet.

Sobald das Buch startet, schaltet das Gehirn in den Kenne-Ich-Schon-Alles-Modus ab, daher ist es wirklich schwer sich später an alle Einzelheiten zu erinnern, wobei ich das überspringen einiger Seiten leider auch nicht leugnen kann.

Meine Kurzbeschreibung oben trifft das ganze sehr gut. Es passiert nichts, bis auf das Flirten der Charaktere untereinander, verfasst in platten Dialogen und das Klischee Schmachten und dem um sich werfen von Liebesbekundungen. Ich meine, wer zur Hölle hat sich den Scheiß denn bitte ausgedacht? Wer ist es Schuld, dass die Liebe auf solch eine seichte unnachvollziehbare Weise immer wieder ausgedrückt werden muss?



Vielleicht ist das eine unheilbare Krankheit und die Medizin sollte sich endlich mal damit beschäftigen ein Gegenmittel zu entwickeln. Teenager werden oftmals als Hormongesteuerten Zombies dargestellt, aber die menschliche Evolution ist doch schließlich auf das Überleben eingestellt, wieso kommt es dann, dass sich jedes zweite Mädchen in die Arme eines Typen schmeißt, der einfach nur schreit:




Dann passiert jede Menge NICHTS.

Am Ende wird Tania „entführt“ und zwar von dem bösen „Dark Angel“ Daniel. Orlando (der doofe Freund, der das halbe Buch weg war) folgt ihnen und will Tania retten, dann passiert etwas (ernsthaft!) UNVORHERSEHBARES.

Tania und Daniel rennen durch den Wald, der brennt
by the way und dann passiert DAS:




Ganz genau. Plötzlich taucht eine Herde von Ponies auf und trampelt Daniel zu Tode.

Nein, nicht so etwas




KLEINE PONIES DAMN IT!



Die kommen an gallopiert und trampeln den Oberbösewicht tot.


Dann folgt dieser Dialog (nachgestellte Szene)

Tania: „OMG! Orlando, wie bist du nur auf die brilliante Idee gekommen, die Pferde auf uns zu hetzten?! ß Hallo?! Greenpeace will hunt you down, Bitch!

Orlando: Oh, Tania, ich bin fast gegen die Farm gefahren mit meiner Karre, you know Führerschein im Lotto gewonnen und alles. Es war…SCHICKSAL!“

Tania: „Ich habe zwar 300 Seiten lang an Daniel geklebt (mein Faibel für Federn) aber da du mich gerettet hast, können wir jetzt doch für immer zusammen sein.“

Und die Leiche? Und noch viel wichtiger die Ponies?

Beides endete wohl so:







Ich brauche nun eine ewiglich währende Kur…






Wir gehen jetzt auf Engel Jagd und haben keine Angst!