Dienstag, 5. Juni 2012

[BUCHREZENSION]



Titel: -
OT: Epicordia
Autor/in: Thilo Corzilius
Genre: YA Fantasy
Buchreihe: Jein?! :)


Englisch Schwierigkeitsgrad: ?






Thilo Corzilius, 1986 in Dortmund geboren, studiert in Münster Evangelische Theologie und schreibt nach eigenen Angaben »schon immer irgendwie«. Er geht häufig ins Kino, spielt in diversen Bands und reist leidenschaftlich gerne in Länder mit rauem Klima – zum Beispiel nach Schottland. Der bekennende Whisky-Liebhaber fand für sein Debüt sehr schnell eine Agentur und brachte es dann praktisch über Nacht beim Piper Verlag unter.


Deutsch
Broschiert/ 12,99€
Seiten: 416
Verlag: Piper


Englisch
Noch nicht erschienen.
Erscheinungstermin unbekannt!


Gefiel mir besser als Band 1! :)


Kurzbeschreibung

Die Fortsetzung von Thilo Corzilius’ phantastischem Debüt »Ravinia« führt den Leser in eine geheimnisvolle Welt tief unter der Erde: In Epicordia lebt das Mondvolk, das eifersüchtig über sein Territorium wacht. Den Bewohnern Ravinias ist der Zutritt verboten. Als jedoch die tiefsten Tunnel Epicordias von feindlich gesinnten mechanischen Tieren blockiert werden, wendet sich Francesco Bastiani ratlos an Tom Truska und Lara McLane. Er führt seine Freunde gegen den Willen des Mondvolks tief hinab in die Höhlen, wo sie einen beunruhigenden Verdacht schöpfen: Ist ihr alter Feind Ruben Goldstein verantwortlich für die Armee der mechanischen Wesen? Mit Entsetzen müssen die Freunde feststellen, dass die Sturmbringer zu einem erneuten Schlag ausholen: Sie wollen Laras wundervolle neue Welt in ihre Hand bringen, koste es, was es wolle…

Buchgestaltung

Wie auch bei Band 1 finde ich die Aufmachung des Buches super. Das Cover passt zum ersten Teil, wenn der Verlag auch das Design etwas verändert hat. Im Innenteil findet man wieder eine schöne Zeichnung vor jedem Kapitel und als Extra gibt es hinten ein langes Nachwort, was den Autor sehr sympathisch macht! :)

Meinung

Thilo Corzilius zweites Werk, entführt uns in eine neue Welt neben der Ravinias. Wie der Autor am Ende des Buches schreibt, stand lange Zeit nicht fest, ob es einen Folgeband geben würde, aber die Ideen seien immer da gewesen. Bei vielen Buchreihen ist es der Fall, das Bücher „gestreckt werden“ um eine ganze Reihe zu füllen, aber bei Epicordia kann man das nicht behaupten. Das Buch bietet eine neue, gleichsam unterhaltsam wie fantasievolle Geschichte, die mir sogar einen Tick besser gefallen hat, als der Vorgänger, was besonders an den Charakteren lag.

Im Vergleich zu Ravinia kommt die Geschichte hier sofort ins Rollen und es wartet keine lange Einführung auf den Leser. Die Vorkommnisse der Vergangenheit werden dezent am Rand erwähnt und ich würde dem Autor am liebsten einen Orden dafür verleihen, denn zu oft kommt es vor, dass endlose Wiederholungen einer Geschichte die Fahrt nehmen. Es werden genau die Dinge kurz angeschnitten, die von Bedeutung sind. Wieder einmal fällt einem sofort der zauberhafte Schreibstil auf, den ich so gerne bei meiner Rezension zum Vorgänger mit Christoph Marzi verglich. Ich kann aber sagen, das der Autor hier mehr seinen eigenen Stil gefolgt ist und ich diesen fast noch besser fand, als den Marzis. Autoren, die so schreiben können sind selten! Es zeugt von unglaublicher Kreativität und Einfallsreichtum, wenn die Worte einlullen und entführen, wie es die besten Filme nicht können.

Besonders toll fand ich dieses Mal Laras Charakter. Zuvor wirkte sie auf mich immer etwas zu jung für ihr Alter und hier ist sie bereits achtzehn und benimmt sich auch so. Außerdem mochte ich ihre Art zu denken, ihren Mut, ihre Ungestümheit und ihre Melancholie, die sie oft viel zu ernst wirken ließen, aber das war gerade das einzigartige. Solch einen Charakter kann man in keine Schublade stecken. Allgemein haben sich die Charaktere, wie z.B. auch Tom sehr weiter entwickelt. Die neuen Charaktere waren auch allesamt wieder skurril, liebenswert und interessant.

Der Plot beschäftigt sich enorm viel mit den Beziehungen der Personen untereinander, welches der Geschichte Tiefgang verleiht, dadurch aber oftmals auch etwas langatmig wird. Es wird sich oft in Beschreibungen und Gedanken verloren, die mich an der ein oder anderen Stelle nicht so sehr gefesselt haben. Gelungen fand ich aber, dass hier weniger „Szenenwechsel“ stattfinden, denn diese konnten mich im Vorgänger nicht sonderlich packen. Hier waren sie aber äußerst spannend.

Die Reise unter die Erden, durch Türen in unterschiedliche Städte und das erneute Erforschen Ravinias mit neuen Geheimnissen, Geschichten und Rätsel hat einfach Spaß gemacht! Unsere Helden müssen sich einer neuen Herausforderung stellen, denn ein neuer Bösewicht treibt sein Unwesen und mechanische Tiere machen dem Mondvolk schwer zu schaffen. Die Handlung hat viele kleine Höhepunkte und baut bis zum Schluss konsequent Spannung auf, die in einem großen Finale explodiert. Viele Dinge waren bereits zu erahnen, aber dem Unterhaltungswert hat das nicht geschadet.

Dinge, die mich gestört haben? Nun ja…ich würde mal behaupten, das Fans des ersten Bandes auch Band 2 mögen werden und Kritiker dieselben Kritikpunkte äußern werden. Epicordia erzählt zweifelsohne mit Fingerspitzengefühl eine zweidimensionale und aufregende Geschichte, hat aber exakt dieselben Stärken und Schwächen wie Ravinia. Zu einigen Zeitpunkten kam es mir sogar so vor, als würde ich wieder mit der Nase zwischen den Buchseiten von Band 1 stecken, was einfach daran liegt, das die Charaktere, ihre Maroden beibehalten und daher auch dementsprechend handeln und Fehler machen…

Eine gute und vor allem Niveau haltende Fortsetzung eines magischen Debüts, das ich jedem ans Herz legen kann. Thilo Corzilius ist ein Wortflüsterer, der sehr viel Herz in seine Geschichten legt.

8/10


 Auf einen dritten Band würde ich mich sehr freuen! :) Drücken wir mal die Daumen, dass das was wird! ;P



Für das Bereitstellen dieses Rezensionsexemplares! :)

1 Kommentar:

  1. Hay (:
    Schöne Rezi und das Buch klingt sehr interessant!
    Mit mir hast du nun eine Leserin mehr!

    LG Steffi
    http://steffisbookcase.blogspot.de/

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