Montag, 16. April 2012

[BUCHREZENSION]



Titel: Spiegelkind
OT: -
Autor/in: Alina Bronsky
Genre: YA Fantasy
Buchreihe: Spiegelkind #1


Englisch Schwierigkeitsgrad: ?





Alina Bronsky wurde 1978 in Jekaterinburg, Russland geboren. Ihr Name ist nur ein Pseudonym welches sie benutzt, ihr Geburtsname ist unbekannt. Sie ihre Kindheit auf der asiatischen Seite des Ural-Gebirges und ihre Jugend in Marburg und Darmstadt. Später fing Sie an Medizin zu studieren, brach das Studium aber ab, um als Texterin in einer Werbeagentur und als Redakteurin bei einer Tageszeitung zu arbeiten. Sie wurde bisher für den »Aspekte-Literaturpreis« sowei den »Deutschen Jugendliteraturpreis« nominiert. Sie lebt heute in Frankfurt am Main.



Deutsch
Gebunden/ 14,95€
Seiten: 304
Verlag: Arena


Englisch
Noch nicht erschienen.
Erscheinungstermin unbekannt!


So etwas habe ich nicht erwartet…


Kurzbeschreibung

Im Leben der 15jährigen Juli ist alles geregelt. Auffallen ist gefährlich, wer der Norm nicht entspricht, wird verfolgt. Doch dann verschwindet Julis Mutter plötzlich spurlos und der Vater zittert vor Angst. Nach und nach kommt Juli hinter das Geheimnis ihrer Familie: Ihre Mutter ist eine der wenigen Pheen, die wegen ihrer besonderen Fähigkeiten in der Gesellschaft der totalen Normalität gefürchtet und verachtet werden. Gehört auch Juli bald zu den Ausgestoßenen? Zusammen mit ihrer neuen Freundin Ksü und deren Bruder Ivan macht sie sich auf eine gefährliche Suche - nach der verschwundenen Mutter, der verbotenen Welt der Pheen und der Wahrheit über sich selbst.

Buchgestaltung

Das Cover gefällt mir durch seine Einfachheit sehr gut. Die Farben passen super zueinander und das der Titel durch den silbernen Glanz hervorgehoben wird ist einfach ein Eyecatcher. Der Titel an sich passt aber meiner Meinung nach nicht sonderlich gut zum Buch. Im Buch geht es kaum um Spiegel als Portale oder dergleichen, da hätte Pheenkind oder so sehr viel besser gepasst!

Meinung

"Was ist eine Phee?"

Mit dieser Frage hat der Verlag Leser auf das Buch aufmerksam gemacht. Ist eine Phee in Wahrheit nichts anderes als eine Fee? Ist eine Phee ein magisches Geschöpft? Ich war schrecklich neugierig herauszufinden, was es mit diesem Wort auf sich hat und meine Suche hat sage und schreibe 290 Seiten gedauert…

Es fällt mir wirklich unglaublich schwer etwas Gutes über dieses Buch zu sagen, denn ich war nicht nur enttäuscht, sondern mir hat das Buch absolut gar nicht gefallen. Positiv benennen kann ich nicht einmal den Schreibstil, da dieser oft seltsame Formulierungen enthält oder die Schwächen der nicht vorhandenen Logik auch noch ins Scheinwerferlicht stellt. Alina Bronskys Schreibstil ist genau wie ihr Buch: seltsam.

Juli ist 15 und an irgendeinem Tag verschwindet plötzlich ihre Mutter. Als sie von der Polizei Antworten verlang, beschimpfen diese sie als „Pheenkind“, doch Juli hat keine Ahnung, was das bedeutet. In Julis Welt gibt es die „Normalen“ und die „Freaks“…natürlich sind es die Normalen die herrschen und die Freaks diejenigen die als Außenseiter gelten. Als einer dieser Freaks plötzlich an Julis Schule auftaucht, freundet diese sich mir der Person namens Ksü an und zusammen machen sie sich auf die Suche nach Antworten. Was bedeutet es eine Pheentochter zu sein?

Das Buch hat mich einfach maßlos verwirrt. Es kam mir wie ein kläglicher Versuch vor hier dystopische Elemente auf eine deutsche Weise mit einzubringen. Was den Weltenentwurf betrifft, so hat nichts wirklich eine feste Beschreibung. Es gibt Normale und Freaks, die in einer Welt wie unserer leben und dann noch die Pheen, die aus irgendeinem Grund die Bösewichte sind, die keine Rechte haben. Das ganze Buch über habe ich mich schrecklich darüber geärgert, das die Autorin dem Leser kaum handfeste Erklärungen liefert. Schon allein, das ständige Gerede über Pheen, von denen man gar nicht weiß, was sie denn nun sind, hat mich unglaublich genervt! Das Buch zu lesen ist, wie ein Spiel zu spielen deren Regeln man nicht kennt. Irgendwann verliert man den Faden, ist restlos durcheinander und will nur noch, dass es endlich vorbei ist. Genau dieses Gefühl hatte ich beim Lesen – wohl gemerkt nach kaum mehr als 50 Seiten bereits!

Es fiel mir nicht nur schwer Zugang zur Geschichte zu finden, sondern auch zu den Charakteren. Juli ist egoistisch, verzogen und respektlos. Sie behandelt ihre Familie, besonders ihre kleinen Geschwister echt schlecht und denkt auch noch, dass sie das genaue Gegenteil tut. Ksü hat nicht nur einem absolut merkwürdigen Namen, ihr ganzer Charakter ist merkwürdig. Man kann ihr einfach keine Charaktereigenschaften zuschreiben, weil sie sich benimmt wie zehn Personen auf einmal. Mal so, dann so…dann wieder so. Bei anderen Nebencharakteren musste ich mich unaufhörlich fragen, was sie überhaupt mit der Geschichte zu tun haben.

Der Plot ist weder spannend, noch passiert sehr viel darin und die Auflösung des Rätsels zum Ende hin war grauenhaft unspektakulär. Hinzu kommt, dass das Ende nur noch mehr Fragen offen lässt, auch, wenn es nicht direkt ein Cliffhänger ist.

Spiegelkind gehört zu der Sorte von Büchern, die ich nach dem Lesen am liebsten sofort aus dem Bücherregal verbannen möchte. Es ist eine konfuse, unstrukturierte Geschichte, der jegliche Spannung und Wenden fehlen, sowie eine Vielzahl an seltsamen und unsympathischen Charakteren hat, die einen a) zu tote langweilen oder b) unsagbar nerven. Keine Empfehlung von mir!


2/10



 Trotzdem einen herzlichen Dank an den Verlag, denn dieses Buch habe ich bei der Spiegelkind Bloggertour gewonnen, was wirklich eine ausgesprochen tolle Aktion war!


Kommentare:

  1. Ooookay... soviel gutes zu dem Buch gehört, dass es schon sehr sehr sehr weit oben auf meine WL stand und dann kam Tanja und schubste es vom Treppchen :o Ist es echt so eine Katastrophe? Ich weiß ja, dass wir relativ häufig den selben Geschmack haben, daher bin ich mir nu unsicher, ob ichs überhaupt auf der WL lassen soll :S

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    1. ha haaaaaa :D ich hab eben deine rezi zu "julia für immer" gelesen und ich fand es gaaaanz schrecklich...deshalb weiß ich nicht genau ;) ich fand das buch echt grauenhaft...wie wärs mit einer leseprobe oder einfach ausleihen, bevor du es kaufst? :)

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    2. Julia für immer fand ich echt ganz gut. Kommt vll. daher, dass ich die Idee von Anfang an echt cool fand, weil ich das Stück an sich absolut nicht mag x) Ja, hab grad mal ne leseprobe gelesen und find den schreibstil irgendwie bescheiden xD

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    3. ich denke auch, das kinder das buch vielleicht gut finden würden...dann setzt es nach unten auf der liste ;P

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  2. Also die Namen in dem Buch sind schon irgendwie seltsam? Ksü? Ich wusste nicht mal, dass es in deutschen Vornamen überhaupt Umlaute gibt, wenn dann im Nachnamen und dann umso häufiger.

    Eine wirklich nachvollziehbare Rezension, ich kann mir richtig vorstellen wie veriwirrend es dir beim lesen ergangen ist. Bisher war mein Interesse für das Buch nur oberflächlich geweckt und nun umso weniger. Nunja, das einzige, das ich nun noch gerne wissen würde: Was ist nun eine Phee? ;P

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    1. also wirklich erklärt wird das nicht! aber eine phee scheint ein magisches wesen zu sein, das mit seinen kräften böses vollbringen kann...jaa -.- und magische portale zur pheenwelt können die öffen und diese welt ist genau wie unsere *gähn*

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  3. puhh sehr kritisch aber man versteht dich iwie ..hab bisher auch geteilte meinungen zu dem buch gehört und bin mir eh nicht sicher ob es überhaupt mal auf den wunschzettel wandert -.-

    LG july

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